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US-Strategie: Zugriff auf Venezuelas Öl- und Goldreserven

Venezuela: Die USA sichern sich Schätze

Die USA haben nach der Entmachtung von Nicolas Maduro in Venezuela Zugriff auf immense Schätze: die größten Rohölreserven der Welt und 161 Tonnen Gold. Die geopolitische Bedeutung könnte Russland unter Druck setzen und den Ölpreis beeinflussen. Der Dollar reagiert ebenfalls bereits.
Die USA haben mit der Entmachtung von Nicolas Maduro in Venezuela Zugriff auf zwei große Schätze bekommen und schieben den US-Dollar an. Denn Venezuela besitzt die weltweit größten nachgewiesenen Rohölreserven. Sie betragen ca. 300 Milliarden Barrel. Das entspricht etwa 18% der gesamten weltweiten Reserven. Trotz der riesigen Reserven liegt die tägliche Produktion aktuell nur bei etwa 1,1 Millionen Barrel pro Tag.

Die Interimspräsidentin des Landes, Delcy Rodriguez, muss nun zwischen den Landesinteressen und denen der USA lavieren. Die USA sprechen offen von einer Verwaltung des Landes. Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass die USA einen Zugriff auf die Ölreserven bekommen. Denn es gibt gute Möglichkeiten, die Öl-Förderung massiv zu erhöhen - auch wenn viele Ölreserven technisch anspruchsvoll zu heben sind. 

US-Zugriff auf Öl und Gold

Der Zugriff auf das Öl des Landes hat neben der finanziellen Komponente für die USA und US-Firmen auch einen geopolitischen Aspekt. Die USA könnten den Markt mit Öl fluten und somit Russland erheblich unter Preisdruck setzen. Fällt der Ölpreis in den kommenden Jahren stark, erodiert auch für Russland eine wichtige globale Einnahmequelle. Dieser Hebel könnte sich als effektiver erweisen, als viele der halbstarken Sanktionen gegen das Land. 

Der zweite Schatz Venezuelas ist Gold. Das Land hält gut 161 Tonnen Gold als strategische Reserve. In Lateinamerika ist Venezuela das Land mit den größten strategischen Goldreserven. Der Anstieg des Goldpreises um 100 Dollar hebt den Wert dieses Schatzes um fast 500 Mio. US-Dollar an. 

Fazit: Die USA haben sich den Zugriff auf erhebliche finanzielle Werte gesichert. Diese Werte sind so hoch, dass die USA ihre Staatsschulden (ca. 39 Bio. US-Dollar, ca. 120% des BIP) problemlos bezahlen könnten. Das scheint auch der Finanzmarkt erkannt zu haben. Der US-Dollar hat parallel zum Angriff auf Caracas eine zackige Wende nach oben vollzogen. Wir erwarten eine zunehmend Dollar-Stärke. 
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