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Langfristige Absicherung kritischer Industrien angestrebt

Verbände fordern Batterie-Industriestrategie

Vier führende Industrieverbände fordern eine gezielte Strategie der Bundesregierung für den Aufbau einer sicheren Batterie-Industrie in Deutschland und Europa. Denn trotz starker Forschung gelingt der Sprung zur Serienfertigung selten.

Vier große Industrieverbände fordern von der Bundesregierung eine gezielte Industriestrategie zum Aufbau einer sicheren Batterie-Industrie in Deutschland und Europa. Der Bundesverband der Batterieindustrie (KLiB), der Verband der Chemischen Industrie (VCI), der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) sowie der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) drängen die Bundesregierung drängen darauf, weil Batterien längst kritische Schlüsseltechnologien geworden sind. 

Verbände fordern Batterie-Industriestrategie

Der Hintergrund der Forderung ist strategisch. Deutschland verfügt zwar über eine leistungsfähige Batterieforschung. Doch der Sprung in die industrielle Serienfertigung gelingt bislang zu selten. Nach Ansicht der Verbände scheitern viele Unternehmen jedoch nicht an der Technologie, sondern an unzureichenden Rahmenbedingungen für Skalierung und Markteintritt. Die Folge: Know-how und Patente wandern ins Ausland ab.

Die Forderung nach einer fokussierten Industriepolitik reicht weit über die Elektromobilität hinaus. Denn Batterien werden in zahlreichen Anwendungen eingesetzt. Sie gelten inzwischen auch als Schlüsseltechnologie für kritische Infrastrukturen – von Energieversorgung und Rechenzentren über Kommunikationsnetze bis hin zu Robotik, Drohnen und Wehrtechnik. Wer Batteriezellen und ihre Lieferketten nicht beherrscht, macht sich in zentralen Zukunftsbranchen von außereuropäischen Anbietern abhängig.

Viele Unternehmen könnten profitieren

"Eine neue Industrie aufzubauen, erfordert andere Instrumente, als alte Industrien zu verteidigen." Das sagt Stefan Wolf vom Batterieverbund KLiB. Er meint: "Wir müssen darüber reden, wie wir der jungen Industrie die Skalierung ermöglichen, so dass ein sich gegenseitig beförderndes großes Ökosystem entsteht, dass nicht nur technisch, sondern auch wirtschaftlich wettbewerbsfähig sein kann."

Für Unternehmen ist die Debatte von erheblicher Bedeutung. Sie zeigt, dass sich der industriepolitische Fokus zunehmend von der reinen Forschungsförderung auf den Aufbau kompletter Wertschöpfungsketten verschieben könnte. Die Bundesregierung hat Batterietechnologien bereits als Schlüsselbranche eingestuft. Nun wächst der Druck, daraus konkrete industriepolitische Maßnahmen abzuleiten.

Fazit: Die Verbände sprechen einen wunden Punkt der deutschen Industriepolitik an. Forschung allein schafft noch keine industrielle Souveränität. Gerade bei Batterien entscheidet die Fähigkeit, Produktion und Lieferketten im eigenen Wirtschaftsraum aufzubauen. Beschließt die Regierung eine langfristige Batterie-Industriepolitik, werden davon viele Unternehmen profitieren.
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