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Der Preis für Taiwan

Verlust-Kalkulationen für einen Taiwan-Krieg

Monumentale Statue eines taiwanesischen Heerführers. © CPA Media Co. Ltd / David Henley / picture alliance
Japan und die USA haben Kriegs-Szenarien für Taiwan durchkalkuliert und versucht, mögliche Ausgänge und Verluste abzuschätzen. Das Ergebnis: Taiwan sei im Kriegsfalle durchaus zu halten, aber nur mit horrenden Verlusten und mit erheblichen Kosten. FUCHSBRIEFE zeigen Ihnen, was die Militär-Experten errechnet haben.

Taiwan ist in einem Krieg mit China zu halten, aber nur unter horrenden Verlusten und mit enormen Kosten. Das ist das Ergebnis von Berechnungen, die die USA und Japan auf Basis diverser Verlaufs-Szenarien für einen Taiwan-Krieg angestellt haben. Unser Korrespondent vor Ort hat das Zahlenwerk detailliert analysiert.

Die japanisch-amerikanischen Berechnungen gehen davon aus, dass das alliierte Lager in der Auseinandersetzung mit China um Taiwan wenigstens 600 Kampfflugzeuge einbüßen wird. Japan würde bei den Kampfhandlungen wenigstens 15 Kriegsschiffe, die USA voraussichtlich mindestens 20 verlieren. Beide Länder zusammen dürften rund 14.000 Tote und Schwerverwundete Soldaten erleiden. Für Taiwan erwarten die Experten 13.000 Soldaten, die getötet oder verwundet werden. Außerdem sei der Verlust von 18 Kriegsschiffen und rund 200 Kampfflugzeugen zu erwarten.

Horrende Verluste auf allen Seiten

Die höchsten Verluste in einem Taiwan-Krieg dürfte allerdings China erleiden. Sie belaufen sich nach westlichen Berechnungen auf 40.000 Soldaten, 156 Kriegsschiffe (darunter zwei chinesische Flugzeugträger), 170 Kampfflugzeuge und 50 militärische Transportflugzeuge.

Dieser Szenario-Analyse liegt ein angenommener Kriegsbeginn im Jahr 2026 zugrunde. Dabei gehen die Militär-Experten von einer lang andauernden und weiträumigen See- und Luftraumblockade durch China aus. Alle Zahlen sind der rechnerische Durchschnitt von insgesamt 24 verschiedenen Verlaufs-Szenarien für einen Taiwan-Krieg. 

Zahl der zivilen Opfer nicht kalkuliert

Erschreckend: In diesen Zahlen sind zivile Opfer nicht eingeschlossen. Diese seien vor allem in Taiwan zu befürchten, daneben aber auch für Japan. Für beide Länder wird mit frühzeitigen chinesischen Luftangriffen auf japanische Militärbasen und ihr Umfeld gerechnet.

In Ostasien versuchen sich immer mehr Staaten durch Bündnisse auf einen möglichen Taiwan-Krieg vorzubereiten. Jüngstes Beispiel ist ein Vertragswerk zwischen den Philippinen und Australien. Erst vor kurzem hatten sich die Philippinen massiver amerikanischer Militärhilfe versichert. 

Fazit: Ein möglicher Krieg um Taiwan dürfte noch größer und verlustreicher werden als der Ukraine-Krieg. Die zivilen Opfer und die voraussichtlich verheerenden wirtschaftlichen und finanziellen Folgen von Sanktionen haben die Militärs nicht kalkuliert.
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