Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
1419
Empfehlung

Adidas - Läuft wieder

Die Aktie des Sportartikel-Herstellers erholt sich. Gute Aussichten für Anleger!

ISIN: DE 000 A1E WWW 0; Kurs: 71,61 Euro (Stand: 5.3., 12 Uhr)

Adidas ist eine der bekanntesten Marken Deutschlands. Das Unternehmen bietet Sportartikel für nahezu alle Sportarten. Der größte Umsatzanteil entfällt auf Fußballartikel. Nach Nike ist Adidas der zweitgrößte Sportartikelhersteller der Welt. In Europa, Japan, Südkorea und Russland ist Adidas Marktführer. In China wächst das Unternehmen sogar schneller als Nike. Die USA bereiten Adidas jedoch Probleme. Dort ist Adidas hinter den Newcomer Under Armour auf Platz drei zurückgefallen. Ein weiteres aktuelles Problem ist der russische Markt. Der ist durch die Sanktionen und die wirtschaftlichen Probleme des Landes mit großen Unsicherheiten behaftet. Adidas hat auf die Probleme mit einer Marketingkampagne reagiert. Das Unternehmen will die Zahl der Fußballvereine, die von Adidas ausgerüstet werden, erhöhen. Die Kampagne „There will be haters“ hat eine hohe Aufmerksamkeit erzielt und kommt bei den jugendlichen Kunden sehr gut an. Auf dem Parkett hat die Aktie in den letzten Monaten stark unter den schlechten Meldungen gelitten. Nach einer Gewinnwarnung Anfang August 2014 ist das Papier um 15% eingebrochen. Seit Anfang 2015 hat die Aktie die Verluste allerdings schon wieder etwas wettgemacht. Positiv dürfte sich auswirken, dass Adidas die Probleme zügig angeht und schon schnell wieder bessere Zahlen erwartet. Adidas-CEO Herbert Heiner deutete einen erfolgreichen Start ins Jahr 2015 an. Er rechnet mit einem Gewinnwachstum von 10%. Für 2016 soll der Zuwachs sogar 21% betragen. Bis 2020 will er den Umsatz von 14,5 Mrd. Euro (2013) auf 20 Mrd. Euro steigern. Die operative Rendite soll dann 10% betragen. Diese Zahlen stammen aus einem Strategiepapier, das Adidas-Chef Heiner zwar erst Ende März offiziell vorstellen will. Offenbar waren diese Informationen aber schon an einige Adressen weitergegeben worden. So zitierte z. B. das Manager Magazin aus dem Papier. Die Adidas-Aktie konnte sich nach einem Kursabsturz 2014 seit Anfang des Jahres erholen. Das Unternehmen ist weltweit stark im Sportartikelmarkt und kann die Risiken einzelner Märkte ausgleichen. Die für die Gewinnwarnung verantwortlichen Probleme wurden schnell gelöst. Ganz billig ist das Papier nicht mehr (KGV 20, Dividendenrendite 2,14%). Aber wenn die Aktie nur wieder das alte Hoch bei 90 Euro anpeilt, ist das für Anleger ein ordentlicher Gewinn von über 20%.

Empfehlung: Kaufen um 64 Euro

Kursziel: 80 Euro, Stopp-Loss: 58 Euro

Stiftungsgeeignet: Ja – unter der Berücksichtigung der systemischen Risiken bei Aktien

Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Vermieter können Mini-PV-Anlagen kaum verhindern

Balkonkraftwerk: Vermieter haben schlechte Karten

Vermieter und Wohnungsbaugesellschaften hadern noch immer mit der letzten Novelle zum Gesetz zumWohnungseigentum aus dem Jahr 2024. Mieter benötigen zwar immer noch die Zustimmung des Vermieters für die Installation eines Balkonkraftwerks (BKW) oder Mini-PV-Anlage. Haftungsrisiken oder eine optische Verschandelung der Fassade reichen aber für die Verweigerung einer Zustimmung nicht aus, wie das Amtsgericht (AG) Hamburg-Wandsbek entschied.
  • Gewerkschaften haben den Kontakt zur wirtschaftlichen Realität verloren

Illusionen in Fahimis Funktionsärswelt

Die Gewerkschaften fordern eine verpflichtende Betriebsrente für Arbeitgeber, während Deutschland mit Fachkräftemangel und hohen Energiepreisen kämpft. DGB-Chefin Yasmin Fahimi will natürlich Arbeitgeber an der Altersvorsorge beteiligen. Dieser Vorschlag zeugt von ökonomischer Ahnungslosigkeit in einer abgeschotteten Funktionärswelt, meint FUCHSBRIEFE-Chefredakteur Stefan Ziermann.
  • Fuchs plus
  • Lohnrichtlinie: Berlin lässt Frist verstreichen

Entgelttransparenzrichtlinie: Wirtschaft fordert Überarbeitung

Brüssel scheitert mit der fristgerechten Einführung der Entgelttransparenzrichtlinie. Die Wirtschaft fordert darum jetzt eine grundlegende Überarbeitung des EU-Regelwerkes. Die Chancen dafür stehen gut.
Zum Seitenanfang