Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
1395
Empfehlung

Adler Modemärkte - Fokus auf ältere Zielgruppe

Die Modebranche setzt auf Jugend. Adler macht anders Gewinn.

ISIN: DE 000 A1H 8MU 2 | Kurs: 10,63 Euro (Stand: 10.9., 12 Uhr) | Kurschance: 48% |  Verlustrisiko: 17% |  Stiftungsgeeignet

Die meisten Modeunternehmen setzen auf die Jugend und umwerben die hippe Zielgruppe mühsam. Adler Modemärkte geht einen lukrativen anderen Weg. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Generation 45+. Das Konzept funktioniert. Die Modekette mit Sitz im unterfränkischen Haibach verzeichnet entgegen dem Branchentrend ein stabiles Wachstum. Die Franken haben steigende Umsätze und gewinnen Marktanteile. Neben einem breiten Produktsortiment von Damen- und Herrenbekleidung bietet Adler auch ein Ergänzungssortiment aus Accessoires, Schuhen, Kinder- und Babybekleidung, Trachtenmode und Sportbekleidung an. Die Produkte sind im unteren Mittelpreissegment angesiedelt. Rund 90% der Artikel sind kostengünstig produzierte Eigenmarken. Neben eigenen, großflächigen Filialen betreibt das Unternehmen einen Online-Shop. Im Jahr 2014 ist der Modehändler vor allem durch Übernahmen weiter gewachsen. Der Zukauf von acht Modemärkten des Textilhändlers Kressner sowie die Modernisierung bestehender Filialen wirkte sich negativ auf die Halbjahreszahlen aus. Aufgrund von Abfindungen stiegen die Personalkosten. Die Werbeausgaben erhöhten sich ebenfalls. Somit fiel unter dem Strich ein Verlust in Höhe von 5,3 Mio. Euro an (Vorjahres-Gewinn: 1,4 Mio. Euro) an. Den Großteil des Jahresgewinns erzielt der Modehändler im vierten Quartal. Daher rückte Konzernvorstand Lothar Schäfer auch nicht von seiner Jahresprognose ab. Er hält ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich weiter für realistisch. Das EBITDA sollte in diesem Jahr noch durch die Sondereinflüsse der Kressner-Übernahme belastet bleiben. Künftig sollten die Expansionsschritte das Unternehmen insgesamt eher stärken und zu weiterhin profitablem Wachstum führen. Der Kurs der Aktie reflektiert das noch nicht. Der langfristige Aufwärtstrend ist intakt. In diesem Jahr hatten Aktionäre jedoch bislang wenig Freude mit dem Papier. Im Bereich von 10 Euro zeichnet sich nun jedoch eine Bodenbildung ab. Für langfristig orientierte Value-Anleger ist der Titel attraktiv.

Empfehlung: kaufen (Rücksetzer unter 10 Euro für Nachkäufe nutzen)

Kursziel: 16 Euro; Stopp-Loss: unter 9 Euro

Neueste Artikel
  • Gesamtschau und Wochenbericht in KW 32 für PP V, PP VII, PP VIII und PP IX

FUCHS Performance-Projekte: Die Gewinner setzen auf Stabilität

Illustriert mit Microsoft Copilot
Die KW 32 zeichnet ein bemerkenswert konsistentes Bild über alle vier FUCHS Performance-Projekte hinweg. Genève Invest, die Fürst Fugger Privatbank und die Liechtensteinische Landesbank setzen die stärksten Akzente der Woche, während das Benchmarkdepot in Projekt 5 seine Führungsrolle verteidigt. Auffällig ist dabei nicht nur die Rendite. Viele Wochengewinner notieren gleichzeitig auf Höchstständen und weisen kaum aktuelle Rückschläge auf. Lesen Sie hier.
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt IX in KW 32: Gewinner ohne Aktionismus

Liechtensteinische Landesbank führt das Wochenranking an

Illustriert mit Microsoft Copilot
Die Wochenwertung im Performance-Projekt 9 entwickelt eine eigene Dynamik. Die Liechtensteinische Landesbank erzielt den höchsten Vermögenszuwachs und setzt sich an die Spitze der Wochengewinner. Dahinter folgen DRH Vermögensverwaltung und die Bank für Tirol und Vorarlberg mit ebenfalls beeindruckenden Ergebnissen. Gleichzeitig bleibt das Benchmarkdepot ohne eine einzige dokumentierte Transaktion. Entsteht die beste Performance derzeit durch aktives Handeln oder durch Positionierung?
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt VIII: Wer liefert Rendite ohne Rückschläge?

Genève Invest führt das Wochenranking an, die Verfolger erhöhen den Druck

Illustriert mit Microsoft Copilot
Genève Invest steht im Mittelpunkt dieser Woche. Mit dem höchsten Vermögenszuwachs des Feldes setzt das Haus ein deutliches Zeichen und untermauert zugleich seine führende Position beim Gesamtvermögen. Dahinter rücken die Zürcher Kantonalbank Österreich, Hauck Aufhäuser Lampe und die Landes-Hypothekenbank Steiermark mit bemerkenswerten Wertsteigerungen nach vorn. Doch die spannendere Frage lautet: Entsteht Erfolg derzeit durch mehr Risiko oder durch konsequente Stabilität im Depotmanagement?
Zum Seitenanfang