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Ein schwaches erstes Jahr an der Börse

AKASOL mit Großauftrag

AKASOl profitiert direkt von der Elektromobilitäts-Förderung. Das Unternehmen produziert Batteriesysteme und Ladestationen — genau die Dinge, die zur Eroberung des Massenmarktes benötigt werden. Ein großer deutscher Automobilkonzern hat zudem einen Großauftrag in Bestellung gegeben.

Leistungsstarke Batteriesysteme sowie schnelle und effektive Ladestationen sind das A und O, wenn elektrisch betriebene Fahrzeuge den Massenmarkt erobern sollen. Davon profitiert die AKASOL AG. Das 2008 gegründete Unternehmen mit Sitz in Darmstadt entwickelt und produziert überwiegend flüssiggekühlte, aufladbare Hochleistungs-Lithium-Ionen Batteriesysteme für Fahrzeuge mit Hybrid- und Elektroantrieb. Die Systeme kommen ein E-Bussen, Industrie- und Nutzfahrzeugen, Schiffen und Schienenfahrzeugen zum Einsatz.

Seit diesem Jahr ist AKASOL beim Aufbau von Ladeinfrastruktur aktiv. In einem regional begrenzten Pilotprojekt liefert der Speicherspezialist batteriegestützte und somit autark einsetzbare Schnellladestationen für E-Mobilitätsanwendungen. Auftraggeber ist „ein großer und führender deutscher Automobil- und Nutzfahrzeughersteller" der zum Zeitpunkt der Auftragsvergabe nicht zum Kundenportfolio der Hessen gehörte. Mit großer Wahrscheinlichkeit dürfte es sich hierbei um Volkswagen handeln, denn die ersten Tests wurden in Wolfsburg absolviert.

Mobile und stationäre E-Ladestationen

Die Besonderheit des AKASOL-Ladesystems liegt darin, dass es sowohl am Stromnetz, als auch autark betrieben werden kann. Darüber hinaus kann parallel mit zwei mal 100 kW und zwei mal mit 23 kW geladen werden, ohne dass es eines Netzausbaus bedarf. Möglich machen dies mehr als 200 kWh Batteriekapazität pro Ladestation, die aufgrund ihrer Hochleistungsfähigkeit die erforderliche elektrische Leistung abgeben können. Sobald die Ladevorgänge beendet sind, kann die mobile Ladestation über einen normalen Netzanschluss aufgeladen werden.

Die Aktie der AKASOL AG ist seit Sommer 2018 an der Börse notiert. Mit hohen Vorschusslorbeeren gestartet, kennt der Kurs des Batteriespezialisten bislang nur den Weg nach unten. Inzwischen handelt die Aktie gut 36% unter ihrem ersten Börsenkurs und ist mit einem für 2020 geschätzten KGV von rund 22 nicht mehr teuer. Zuletzt lastete eine Umsatzwarnung auf dem Kurs des Darmstädter Unternehmens. Statt 60 Mio. Euro erwartet AKASOL nun nur noch maximal 43 Mio. Euro Umsatz. Außerdem gibt es im operativen Geschäft einen Verlust im niedrigen einstelligen Millionenbereich. Grund der Anpassung sind Verzögerungen eines Serienkunden von Batteriesystemen für Elektrobusse. Dieser verschiebt seine für dieses Jahr geplanten Aufträge in das kommende Jahr. Trotz dieser Verzögerungen erwartet AKASOL-CEO Sven Schulz im laufenden Geschäftsjahr eine Umsatzverdopplung gegenüber 2018. Dafür spricht auch der Auftragsbestand. Dieser liegt zu Beginn des vierten Quartals unverändert bei rund 2 Mrd. Euro.

Die Aktie kam während des Batterie- und E-Mobil-Hypes zu teuer an die Börse und ist inzwischen viel billiger zu haben. Die Auftragsbücher sind prall gefüllt, das Wachstumstempo bleibt hoch. Auf dem aktuellen Kursniveau können Anleger erste Stücke kaufen.

KAP191107

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Kennzahlen

Kursentwicklung

Umsatz (2018)*: 21,59 Mio.

Gewinn je Aktie (2018)*: negativ

Marktkapitalisierung*:201,83 Mio.

KGV (2020e): 22,07

Div.-Rendite: keine

* in EUR

Empfehlung: erste Stücke kaufen

Kursziel: 44,40 EUR, Stop-Loss: unter 28,80 EUR

ISIN: DE 000 A2J NWZ 9 | Kurs: 32,11 EUR 

Kurschance: 38% | Verlustrisiko: 10%

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