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Produktcheck: ansa – global Q opportunities P

Auf dem Konjunkturzyklus reiten

Handelsstreit, Brexit, politische Unruhen auf der einen — lockere Geldpolitik, dauerhafte Niedrigzinsen und Anlagenotstand auf der anderen Seite — tagesaktuelle Meldungen und temporäre Themen lassen die Kurse verschiedener Assetklassen auf kurze Sicht heftig hin und her schwanken. Dieses Umfeld ist für Anleger kniffelig aber nicht unmöglich zu meistern, wie man bei ansa capital managememnt beweist. 

Die täglichen Kursschwankungen an den Börsen können Anleger zuweilen aus der Ruhe bringen. Dabei ist es langfristig sinnvoll, über den Tellerrand zu schauen und das große Ganze im Blick zu behalten. Denn auf lange Sicht ist es noch immer die konjunkturelle Entwicklung, die die Performance von Aktien, Anleihen und Rohstoffen maßgeblich beeinflusst.

Wesentlicher Taktgeber für die Börsen ist – neben dem aktuellen Sondereinfluss durch die Notenbanken – der Konjunkturzyklus. So verzeichnen Aktieninvestments dann die beste Wertentwicklung, wenn die Konjunktur aus einer Talsohle heraus wieder Tritt fasst und Fahrt aufnimmt. Nähert sich der Konjunkturzyklus seinem Ende und steuern die Notenbanken mit Zinssenkungen dagegen, haben Anleiheninvestments die Nase vorn. Die Kurse von Rohstoffen entwickeln sich, ähnlich wie Aktien, im konjunkturellen Frühling und Sommer am besten.

Solide Ergebnisse bei moderatem Risiko

Basierend auf dieser Systematik hat die eigentümergeführte und unabhängige Investmentboutique ansa capital management eine Anlagestrategie entwickelt. Der ansa – global Q opportunities Investmentfonds ist inzwischen seit mehr als fünf Jahren investierbar und liefert bislang solide Ergebnisse bei moderatem Risiko (Volatilität).

Der Fonds ist ein Multi-Asset-Fonds, setzt also auf einen variablen Mix aus Aktien, Anleihen und Rohstoffinvestments. Die Zusammensetzung des Portfolios ist maßgeblich von drei messbaren Einflussfaktoren abhängig: dem Konjunkturzyklus (vor allem von den Wachstumsperspektiven), dem monetären Zyklus (den Finanzierungsbedingungen) und den Volatilitäten (also der Unsicherheit an den Märkten).

Der Konjunkturzyklus wird geritten

Die Investmentstrategen von ansa capital management analysieren hierfür die Konjunkturentwicklungen in sieben internationalen Märkten. Das sind vor allem Kanada und die USA, Großbritannien, die Eurozone, Japan und Australien. Eigene Prognosen stellen die Fondsmanager allerdings nicht an. Vielmehr werden nur die harten Fakten (makroökonomische Daten) ausgewertet. Die globale „Jahreszeit" (Frühling, Sommer, Herbst oder Winter) bestimmt dann die generelle Ausrichtung des Portfolios, also eine Über- bzw. Untergewichtung von Aktien, Anleihen oder Rohstoffinvestments. Die lokalen Jahreszeiten werden innerhalb des Portfolios mit entsprechenden Gewichtungen ebenfalls berücksichtigt. So können Chancen in einzelnen Märkten und Regionen besser wahrgenommen und Risiken in anderen Bereichen begrenzt werden.

Um die Anlagequoten festzulegen, wird die generelle Diversifikation noch um den Faktor Volatilität ergänzt. Denn oberstes Ziel der Vermögensverwalter ist das Vermeiden großer Risiken und ein wertstabiles Portfolio. So wird die Aufteilung der Assetklassen nach dem Filter der aktuellen Volatilität noch einmal verfeinert. Dadurch steigt das Fondsrisiko nicht mit dem Marktrisiko. Der Risikobeitrag der unterschiedlichen Assets bleibt nach diesem Filter konstant.

Flexibler Multi-Asset-Fonds

Die Investition in die verschiedenen Anlageklassen erfolgt über Aktienindex- und Zinsfutures, sowie über ETFs und ETCs für Rohstoffe. Die Gewichtung bei Aktien, Anleihen und Kasse-Positionen kann zwischen 0 und 100% schwanken. Rohstoffinvestments werden mit maximal 30% gewichtet. So hat der ansa – global Q opportunities Fonds seit Auflage im März 2014 eine Wertentwicklung von durchschnittlich 4,68% p.a. bei einer Volatilität in Höhe von 6,05% erwirtschaftet.

Fondsanteile können zuzüglich eines Ausgabeaufschlags von maximal 5,00% börsentäglich über die KVG erworben werden. Deutlich günstiger ist der Kauf über die Börsenplätze in Düsseldorf, Hannover oder Hamburg (Spread 1,25%). Die laufenden Kosten (TER) summieren sich auf 1,95% p.a. Liegt die Wertentwicklung des Fonds mehr als 300 Basispunkte über Euribor, fällt zudem eine erfolgsabhängige Performance-Fee an.

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ansa – global Q opportunities P

Auflagedatum: 24.03.2014

Stärken-Schwächen-Profil

  • fundamentaler Ansatz, berücksichtigt Konjunktur, Geldpolitik und Volatilität

FUCHS-Bewertung 4/5

Bewertungsfazit: Der Investmentansatz des ansa – global Q opportunitiy Fonds ist klar definiert und nachvollziehbar. Das Investmentteam verzichtet auf eigene Prognosen, verfolgt einen datenbasierten und fundamentalen Ansatz zur Steuerung der Investitionsquote in verschiedenen Assets. Die bisherige Wertentwicklung, vor allem vor dem Hintergrund der vergleichsweise geringen Volatilität, kann sich sehen lassen. Ein Manko sind die vergleichsweise hohen laufenden Kosten. Diese dürften mit steigenden Mittelzuflüssen jedoch sinken.

Produktcharakteristika

Fondsvolumen: 170,86 Mio. EUR

  • keine eigenen Prognosen, aber konsequente Steuerung der Investitionsquote

Ausschüttungsart: ausschüttend

  • jährliche Ausschüttungen

Börsenhandel: ja, Düsseldorf, Hannover, Hamburg

  • Risikovermeidung steht im Vordergrund

Gesamtkostenquote (TER): 1,95% p.a.

  • vergleichsweise hohe laufende Kosten

Anlagestrategie: MultiAsset Fonds, fundamentaler Ansatz, berücksichtigt Konjunktur, Geldpolitik und Volatilität

  • Performancevergütung schmälert Anlegerrendite zusätzlich

Fazit: Der ansa – global Q opportunities Fonds eignet sich als Basisinvestment für langfristig orientierte Anleger, die für ihr Portfolio eine fundamental basierte und prognosefreie Anlage suchen. Damit ist dieser Fonds auch sehr gut für Stiftungen geeignet.

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