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Skandal in Frankreich: Worldline-Aktien stürzen nach Betrugsvorwürfen ab

Betrugsvorwürfe gegen Worldline: Aktien brechen ein

© psdesign1 / stock.adobe.com
Ist das Frankreichs Wirecard? Die Aktien von Worldline stürzen um 38% ab und erreichen ein Allzeittief. Medienberichte aus Europa werfen dem Zahlungsabwickler vor, dubiose Kunden gedeckt und betrügerische Transaktionen nicht verhindert zu haben. Worldline betont jedoch die Einhaltung aller Vorschriften. Anleger fragen sich: Was nun?

Ist das Frankreichs Wirecard? Worldline-Aktien brechen zur Wochenmitte heftig ein. Der Kurs des Zahlungsverkehrsabwicklers sackt an der Pariser Börse bis zur Mittagsstunde um rund 38% ab und markiert ein vorläufiges Allzeittief bei 2,87 Euro. 

Geschäfte mit dubiosen Kunden

Grund: Worldline soll betrügerische Kunden gedeckt haben. Mehrere Medien aus den Niederlanden, Deutschland und Skandinavien berichten, dass Worldline Geschäfte mit gesperrten oder als risikoreich eingestuften Kunden fortgeführt haben und hat dabei mutmaßlich betrügerische Transaktionen nicht verhindert. 

Besonders schwer wiegt ein Bericht der niederländischen Zeitung NRC, wonach Worldline trotz interner Warnungen lukrative, aber risikobehaftete Kunden nicht aussortiert habe. Das Unternehmen verarbeitet jährlich Zahlungsvorgänge im Volumen von 500 Mio. Euro. 

Vertrauen in das Unternehmen zerstört

Worldline versichert in einer ersten Stellungnahme, dass sich der Vorstand und das Management uneingeschränkt zur Einhaltung regulatorischer Vorgaben und interner Kontrollmechanismen bekennen. Man verfolge eine Null-Toleranz-Politik bei Verstößen gegen Risikoprozesse. Ob die aktuellen Vorwürfe die Finanzaufsicht auf den Plan rufen, bleibt abzuwarten. Das Vertrauen in Worldline ist jedenfalls vorerst dahin. 

Empfehlung: Der Titel eignet sich aktuell nur für kurzfristige Trader, die auf neue Kursentwicklungen schnell reagieren können. Für Anleger heißt es: Finger weg!
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