Commerzbank im Übernahme-Fieber
Der Kurs der Commerzbank-Aktie geht steil - uns erreichen Leser-Anfragen zur Aktie. Allein seit Jahresbeginn hat sich der Kurs des Branchenzweiten mehr als verdoppelt. Ein Ende der Fahnenstange scheint nicht in Sicht.
Hintergrund der aktuellen Beschleunigung: In dieser Woche haben Stimmrechtsmeldungen den CoBa-Kurs nach oben getrieben. Demnach hat Hedgefondsmanager David Elliot Shaw seine Beteiligung an dem Geldhaus auf 5,2% erhöht. Shaw hält seine Beteiligung über Finanzinstrumente (Optionsgeschäfte) und war erstmals im Oktober 2024 im Rahmen einer sich anbahnenden möglichen Übernahhme durch die italienische UniCredit bei der Commerzbank eingestiegen.
Aktivistischer Investor stockt seinen Anteil auf
Der Anteil der UniCredit an der Commerzbank hat sich inzwischen ebenfalls erhöht - von 19,20% auf 20,17%. Allerdings haben die Italiener keine neuen Aktien gekauft. Vielmehr ist der UniCredit-Anteil durch den Aktienrückkauf eigener Papiere durch die Commerzbank entsprechend angestiegen. Daneben hat die UniCredit über Derivate ebenfalls Zugriff auf weitere rund 9% der Commerzbank-Aktien. UniCredit-Chef Andrea Orcel will diese bis zum Jahresende in Aktien wandeln und die Commerzbank am liebsten mit der UniCredit-Tochter Hypovereinsbank verheiraten.
Dei UniCredit stößt mit ihrem Ansinnen sowohl beim Commerzbank-Vorstand als auch beim zweiten Großaktionär, dem Bund, bisher auf taube Ohren. Die jetzige Aufstockung durch Hedgefondsmanager Elliot zeigt aber: Hier ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Vor allem der Einstieg zu aktuellen Höchstkursen lässt aufhorchen.