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Chart der Woche vom 3.12.2020

Commerzbank zieht nach

Der DAX tut sich schwer mit dem Sprung über 13.500 Punkte. Viele Einzeltitel befinden sich inzwischen bereits in der Nähe ihrer Jahreshochs. Auf der Suche nach Nachzügler-Aktien in charttechnisch interessanten Konstellationen sind wird über ein Bankhaus gestolpert.

Der Commerzbank-Aktie gelang gerade der Ausbruch über einen bedeutenden technischen Widerstand. Nach einem kurzen Rücksetzer nimmt der Aktienkurs nun wieder Fahrt auf. Bis zum Jahreshoch Ende Februar fehlen aktuell noch rund 26%. Die könnte die CoBa-Aktie in den kommenden Wochen holen.

Der Kurs der Aktie war während des Corona-Crashs deutlich unter die Räder gekommen. Ende Februar handelte die Aktie noch bei Kursen um 6,80 Euro – knapp einen Monat später mussten Anleger nur noch rund 2,80 Euro je Aktie zahlen. Mehr als die Hälfte ihres Börsenwerts hatte die Commerzbank-Aktie binnen kurzer Zeit eingebüßt.

Volatile Bodenbildungsphase im Sommer

Diesem drastischen Kursrutsch schloss sich eine volatile Bodenbildungsphase an. Zwischen Mitte März und Anfang Juni pendelte der Aktienkurs zwischen rund 2,80 Euro auf der Unterseite (Unterstützung) und etwa 3,80 Euro auf der Oberseite (Widerstand). Mit rund 35% Handelsspanne ließ sich diese Seitwärtsphase von agilen Investoren mehrmals profitabel nutzen.

Im Juni gelang dem Titel dann der Ausbruch über diese Schiebezone. Bis an den 200-Tage-Durchschnitt (damals bei rund 4,70 Euro) zog der Commerzbank-Kurs binnen weniger Handelstage an. Während der Sommermonate verbesserte sich der Kursverlauf der Commerzbank-Aktie immer mehr. Dem Titel gelang sukzessive die Rückeroberung der 200-Tage-Linie.

Angriff auf das Jahreshoch

Anfang September handelte die Aktie mit 5,35 Euro bereits rund 85% über ihrem Jahrestief und an einem charttechnisch wichtigen Widerstandsbereich. Angesichts deutlich gestiegener Notierungen nahm die Bereitschaft für Gewinnmitnahmen in diesem Kursbereich spürbar zu. So führte ein kräftigerer Kursrücksetzer im September die Aktie erneut bis an das frühere Ausbruchsniveau um 4,00 Euro zurück.

Anfang November ging es ebenfalls bis an die 4,00-Euro-Marke abwärts. Doch seit dem ziehen die Notierungen des Finanzdienstleisters wieder spürbar und dynamisch an. Allein im November hat der Commerzbank-Kurs mehr als ein Drittel zugelegt. Der Widerstand um 5,35 wurde im Zuge der jüngsten Rally aus dem Weg geräumt. Nach einer kleinen Konsolidierungsphase macht sich die Aktie nun auf den Weg in Richtung Jahreshoch.

Fazit: Technisch orientierte Anleger kaufen die CoBa-Aktie und spekulieren auf eine Fortsetzung der Rally. Gelingt der Aktie der Sprung über die Marke von 5,50 Euro, ist ein Anlauf auf das Februar-Hoch wahrscheinlich. Rutscht der Kurs jedoch wieder unter das Ausbruchsniveau, sollte Anleger unter der 5,00-Euro-Marke die Reißleine ziehen.

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