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Konzernumbau treibt Daimler an

Daimler-Stern geht auf

Auffällig viele Insider-Käufe bei Mercedes. Copyright: Pexels
Der neue Chef des Daimler-Konzern macht offenbar vieles richtig. Der Gewinn steigt deutlich, trotz gesunkenem Umsatz. Das Unternehmen wird umstrukturiert und zum Teil an die Börse gebracht. Die Aktionäre dürften noch Freude mit der Aktie haben.

Auffällig viele Insiderkäufe gab es während der vergangenen Tage bei der Daimler-Aktie. Hier ging im Februar der halbe Aufsichtsrat (elf von zwanzig Aufsichtsratsmitgliedern) auf Einkaufstour und orderte Aktien im Gegenwert von rund 368.000 Euro. Interessant daran: Binnen Jahresfrist ist der Kurs der Daimler-Aktie um knapp 70% gestiegen. Aktuell notiert der Titel so hoch, wie seit drei Jahren nicht mehr. Offenbar halten die Firmeninsider den Kurs aber dennoch für attraktiv und kaufen jetzt ein. Der Aufsichtsrat traut dem Unternehmen offensichtlich noch viel zu und hält die „eigene“ Aktie für günstig bewertet.

Tatsächlich ist der Stuttgarter Automobilkonzern wieder in der Spur und schaltet nach einem besser als erwartet ausgefallenen „Corona-Jahr“ noch einen Gang höher. Daimler-Chef Ola Källenius hat seit seinem Amtsantritt im Mai 2019 dem Konzern eine kräftige Schlankheitskur verordnet. Tausende Arbeitsplätze wurden gestrichen und neue Modelle angekündigt. Nun wird die Lkw-Sparte abgespalten und als eigenständige Firma an die Börse gebracht.

Neuer Chef hat Visionen und kommt voran

Der neue Vorstandschef hat sich zum Ziel gesetzt, die Fixkosten des Autobauers bis 2025 um 20% zu senken. 10.000 Jobs sind dem Sparkurs bereits zum Opfer gefallen, weitere dürften folgen. Erstaunlich: Trotz der Corona-Krise hat Daimler 2020 unter dem Strich einen auf die Aktionäre entfallenen Gewinn von 3,6 Milliarden Euro gemacht. Das sind stattliche 1,2 Milliarden Euro (50%) mehr als ein Jahr zuvor. Damals fielen zwar hohe Sonderbelastungen aus der Dieselaffäre an. Die Gewinnentwicklung ist aber umso erstaunlicher, weil der Umsatz im Vergleich zu 2019 um 11% auf 154,3 Milliarden Euro gesunken ist. Aktionäre profitieren von dem deutlich besseren Ergebnis durch eine höhere Gewinnausschüttung. So sollen für 2020 nun 1,35 Euro je Aktie an Dividende ausgeschüttet werden – 45 Cent mehr als im Vorjahr.

Auch der Blick in die Zukunft kommt an der Börse gut an. So bringt die Marke Mercedes in diesem Jahr vier neue Elektrofahrzeuge auf den Markt. Den Anfang machte das Modell EQA, dass seit diesem Monat verkauft wird. Der EQS, die erste vollelektrische Limousine mit dem Stern auf der Motorhaube, soll in der ersten Hälfte dieses Jahres an den Start gehen. Das Modell wird als erster echter Hoffnungsträger im Wettbewerb mit Tesla gehandelt.

Fundamental preiswert

Auch die Aufteilung des Konzerns in zwei eigenständige Unternehmen – Pkw & Vans sowie Busse & Lkw – wird am Markt positiv gesehen. Viele Investoren hatten bereits lange diesen Schritt gefordert um den Wert der einzelnen Konzernteile zu steigern und Überlappungen und Ineffizienzen zu beseitigen.

Mit einem für 2022 geschätzten KGV von rund 7,5 und einem Kurs in der Nähe des Buchwerts (KBV: 1,10) ist die Daimler-Aktie aus fundamentaler Sicht günstig bewertet. Nach dem kräftigen Kursanstieg der letzten Wochen ist der Titel jedoch auch reif, für eine Korrektur. Langfristig orientierte Anleger ordern höchstens eine Startposition und nutzen schwache Börsentage und Rücksetzer in Richtung der 60-Euro-Marke für einen Ausbau des Investments.

Empfehlung: kaufen Kursziel: 88,40 EUR, Stop-Loss: unter 53,50 EUR

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