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Wiederkehrende Muster

Déjà-vu bei Wasserstoff-Aktien

FUCHS-Chefredakteur Stefan Ziermann. (c) Verlag Fuchsbriefe
Beim Blick auf die Entwicklung der Wasserstoff-Aktien habe ich das Gefühl, ein Déjà-vu zu erleben. Die Erinnerungstäuschung geht zurück auf das Jahr 2018. Damals purzelten die Kurse aussichtsreicher H2-Aktien in den Keller. Doch kurz danach kam es zur Kursexplosion. Für mich spricht vieles dafür, dass Anleger das so bald wieder erleben werden.

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Aber wer zu früh kommt, hat an der Börse auch einen schweren Stand. So geht es uns auch gerade wieder, das wir in den vergangenen Monaten unser Wasserstoff-Portfolio konsequent in die immer weiter fallenden Kurse aufgebaut haben. Allerdings haben wir nicht damit gerechnet, dass die Aktienkurse mancher H2-Aktien auch nochmal so stark unter die Räder kommen.

Gerade fühle ich mich um einige Jahre zurückversetzt. Wir hatten uns schon seit 2014 mit Wasserstoff-Aktien befasst. Damals waren wir sehr zurückhaltend, haben den Markt noch nicht als „reif“ empfunden. Seit 2018 haben wir dann jedoch per Stockpicking begonnen, in einige Titel zu investieren. Es geschah eine ganze Weile nicht viel – bis es schließlich zu einer massiven Kursexplosion im ganzen Sektor kam. Und natürlich, wie immer wieder an den Börsen, zu einer enormen Übertreibung. Mit unseren frühen Investments haben wir aber einen großen Teil dieser Raketen-Rally mitgemacht.

Déjà-vu bei Wasserstoff-Aktien

Wenn ich auf die zusammengefalteten Aktienkurse diverser Wasserstoff-Unternehmen sehe, dann habe ich das Gefühl, dass es bald zum nächsten großen Ausbruch kommen wird. Denn die fundamentale Lage und die Rahmenbedingungen für die meisten Unternehmen sind heute sehr viel besser als damals. Bei einigen Aktien reibe ich mir regelrecht die Augen. Da gibt es Unternehmen, deren Börsenbewertung gerade einmal so hoch ist wie ihr Bargeldbestand. Zudem steigen bei vielen Firmen die Umsätze deutlich, die Verluste gehen zurück.

Derzeit lassen sich dem Vernehmen nach zwar einige Privatanleger von den fallenden Kursen nervös machen. Das sind aber vielfach „Glücksritter“, die aus kurzfristigen Überlegungen heraus investiert hatten, als der jüngste Wasserstoff-Hype die Mainstream-Medien erreicht hatte. Im Gegensatz zu den nervösen Privaten steigen die institutionellen Adressen weiter sukzessive in den Markt ein. Sie haben eine andere zeitliche Perspektive, Geduld und sehen das „große Bild“. Darum können sie aussichtsreichen Aktien auch Zeit für Entwicklung geben. Daran sollten sich auch Privatanleger orientieren.

Fazit: Ich bin sehr zuversichtlich, dass viele H2-Aktien bald wieder deutlich teurer sein werden. Es ist zwar nie klar, wie lange eine solche Durststrecke wie jetzt an der Börse dauert. Klar ist aber: Wer von dem Sektor überzeugt ist, der sollte die „Wanderung durch die Talsohle“ dazu nutzen, sein H2-Portfolio (oder den Wasserstoff-Anteil im Gesamt-Portfolio) strategisch auf- und auszubauen.
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