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Chart der Woche: E.ON SE

Den Nachzügler einsammeln

Während den Aktienmärkten insgesamt langsam die Puste ausgeht, gibt es nach wie vor Titel, die in der Corona-Rallye noch nicht in Ziel eingelaufen sind. Eine dieser Aktien ist der Energieversorger E.ON.

Charttechnisch orientierte Anleger nehmen die Aktie der E.ON SE in Augenschein. Der Energieversorger hat die jüngste Rally beim DAX während der letzten Wochen komplett verschlafen. Nachdem sich im Gesamtmarkt erste Ermüdungserscheinungen abzeichnen, haben solche Nachzügler-Aktien noch technisches Poenzial. Aus charttechnischer Sicht findet sich hier ein gutes Einstiegslevel mit einem überdurchschnittlichen Chance-Risiko-Verhältnis.

Im übergeordneten Bild bewegt sich die E.ON-Aktie in einem spitz zulaufenden Dreieck. Dieses wird auf der Oberseite von einer fallenden Trendlinie seit den Vor-Corona-Hochs und auf der Unterseite von einer steigenden Trendlinie seit den Corona-Crash-Tiefs eingegrenzt.

Um ein Drittel nach unten im Corona-Crash

Zu Jahresbeginn und bis zum Corona-Crash bewegte sich die E.ON-Aktie in einem Aufwärtstrend. Das Jahreshoch markierte der Titel am 19. Februar bei Kursen um 11,55 €. Der Corona-Crash führte zu einem heftigen Abverkauf der Aktie. Binnen weniger Wochen brach der Börsenwert des Energieversorgers um mehr als ein Drittel ein – die Aktie handelte im Tief bei rund 7,60 €. 

Der deutliche Kursrutsch wurde zunächst dynamisch gekontert. In einer ersten Reaktion zog der E.ON-Kurs binnen weniger Tage um mehr als 25 Prozent auf etwa 9,79 € an. Doch im Bereich der 200-Tage-Linie (damals bei rund 9,58 €) drehten die Notierungen erneut gen Süden ab. Das Corona-Crash-Tief wurde während dieser Abwärtsbewegung nicht mehr erreicht. Bereits bei Kursen um 8,33 € zog die E.ON-Aktie wieder an und kletterte Mitte Mai bereits über die langfristig bedeutende 200-Tage-Linie. 

Abtauchen im Herbst

Bis Ende Juli konnte sich die Aktie deutlich erholen. Mit 10,81 € handelte der Titel hier bereits nur noch rund 7% unter den Februar-Hochs. Zudem verbesserte sich die Aufwärtsdynamik spürbar. Kursrücksetzer blieben bis Mitte September in Richtung der 200-Tage-Linie begrenzt. Doch inzwischen ist der E.ON-Kurs wieder unter diesen Durchschnitt abgetaucht. Nun werden Kurserholungen im Bereich der 200-Tage-Linie gedeckelt.

Fazit: Auf dem aktuellen Kursniveau stehen die Chancen gut, dass die E.ON-Aktie ihren gleitenden 200-Tage-Durchschnitt erneut anvisiert. Der Kursanstieg zur Wochenmitte ist eine interessante Einstiegsgelegenheit. Das erste Kursziel ist 9,60 Euro. Rutscht die Aktie unter 8,71 Euro, sollten Anleger die Reißleine ziehen.

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