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Deutsche Lufthansa AG – Dank Sparprogramm wieder im Steigflug

Das Spar- und Sanierungsprogramm „Score“, welches sich die Deutsche Lufthansa verordnet hat, zeigt erste Erfolge.
ISIN: DE 000 823 212 5, letzter Kurs: 18,11 Euro
Das Spar- und Sanierungsprogramm „Score“, welches sich die Deutsche Lufthansa verordnet hat, zeigt erste Erfolge. Es kommt auch an der Börse gut an. So klettert der Aktienkurs der Airline seit rund zwei Jahren wieder. Seit Juni 2012 hat er sich mehr als verdoppelt. Beim Gewinnziel für 2015 befindet sich der Konzern noch nicht auf der Ziellinie. Das Effizienzsteigerungsprogramm „Score“ wird somit auch unter dem neuen Konzernchef Carsten Spohr (ab Mai im Amt) weiter geführt. Spohr, bisher Chef der Passagiersparte der Lufthansa, war im Zuge von „Score“ für den Löwenanteil der geplanten Gewinnsteigerung im Konzern verantwortlich. Der Wechsel an der Spitze sollte daher ohne große Strategieänderungen verlaufen.
Die Lufthansa hat nach eigenen Angaben inzwischen mehr als 4.000 Einzelmaßnahmen und Projekte im Umfang von 3 Mrd. Euro angeschoben. So will sie von 2011 bis 2015 die geplante operative Gewinnsteigerung um 1,5 Mrd. Euro erreichen. Doch ein Teil der Verbesserungen wird an anderer Stelle wieder aufgezehrt. Beispielsweise durch höhere Treibstoffpreise, Tarifsteigerungen und den harten Wettbewerb mit Billigfliegern und Airlines aus dem Nahen Osten.
Die Airline streicht im Rahmen von „Score“ rund 3.500 Arbeitsplätze. Zudem verlagert sie einen Großteil ihrer Europaflüge auf ihre Billigtochter Germanwings. Des Weiteren arbeitet der Konzern an einer Senkung des Kerosinverbrauchs und der Verbesserung vieler Arbeitsprozesse.
Im abgelaufenen Jahr erwirtschaftete das Unternehmen einen operativen Gewinn von lediglich 697 Mio. Euro. Bis 2015 soll sich dieser auf 2,65 Mrd. Euro nahezu vervierfachen. Die höheren Gewinne werden einerseits für die Modernisierung der Flotte gebraucht. Andererseits könnten auch Übernahmen anderer Fluggesellschaften damit finanziert werden. Laut Konzernchef Franz gibt es derzeit zwar keine konkreten Pläne für neue Zukäufe. Jedoch möchte die Lufthansa für Kaufgelegenheiten gerüstet sein.
Bei Anlegern kommt das Programm zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung gut an. Das beweist ein Blick auf den Kursverlauf der Aktie. Mit Kursen um 20 Euro notierte die Aktie zuletzt so hoch wie seit sieben Jahren nicht mehr. Aus fundamentaler Sicht ist die Lufthansa-Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp 7 für 2015 und einer Dividendenrendite von mehr als 3% weiterhin günstig bewertet. Sollten die Sparmaßnahmen die geplanten Effekte bringen und den Konzerngewinn wieder kräftig ankurbeln, sehen wir auch beim Aktienkurs noch deutliches Kurspotential.
Mit Lufthansa-Aktien lässt sich wieder Geld verdienen. Seit Jahresbeginn hat das Papier in der Spitze gut 35% zugelegt. Die aktuelle Börsenkorrektur eröffnet eine erste Einstiegsmöglichkeit in den Titel. Sollte der Markt weiter abrutschen, könnte man im Bereich von 16 Euro die Position aufstocken.

Empfehlung: kaufen (2. Kauflimit knapp über 100 Euro platzieren)

Kursziel: 115 Euro, Stopp-Loss: 96,96 Euro

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