Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1684
Klumpenrisiken bei börsengehandelte Indexfonds

Diversifikation durch ETF wird überschätzt

ETFs sind beliebt und versprechen Anlegern viele Vorteile. Einer dieser soll die breit gestreute Geldanlage in unterschiedliche Einzelwerte sein, der das Verlustrisiko gering hält. Ein Blick auf ETFs auf den deutschen Aktienindex DAX und den globalen MSCI World Index zeigt, dass dem nicht so ist.

Börsengehandelte Indexfonds (ETF), die sich auf den DAX oder MSCI stützen, sind weniger breit gestreut als viele Anleger meinen. Der ETF iShares Core DAX beispielsweise soll die Wertentwicklung des DAX nachbilden und dazu in die Einzeltitel des DAX investieren. Die Vorteile von ETFs sind die geringen Kosten und die Handelbarkeit über Börsen. Die Diversifizierung des Portfolios sollten Anleger bei diesen ETFs jedoch nicht überschätzen.

Konzentrationen und Klumpenrisiken

Bei der Betrachtung der 40 Einzeltitel ist jedoch auffällig, dass diese wie der Index auf einzelne Branchen und Sektoren konzentriert sind. Grund dafür ist, dass der DAX am Börsenwert der Unternehmen orientiert ist. Die Konsequenz davon ist, dass größere Unternehmen entsprechend höher gewichtet werden als kleinere. 

Das Ergebnis: Nur sechs Unternehmen machen 50% des DAX aus. Und selbst unter diesen Unternehmen dominieren SAP und Siemens noch erheblich. Das ist ein Klumpenrisiko, das Anleger oft nicht erkennen. Die Sektoren IT, Finanzen und Industrie machen etwa 64% des DAX aus. Ein ETF basierend auf DAX ist neben der Konzentration auf das Land und die Währung auch von bestimmten Branchen und Unternehmen abhängig.

Hohe Konzentration im MSCI World

Vergleichbares gilt auch für den iShares Core MSCI World. Das merkt Thomas Gundermann von Taunus Investments an. Hier bildet von den 1.400 Einzelwerten die USA und der US-Dollar 73% des Indexes ab, während andere Länder unterrepräsentiert sind. 

Der globalen Diversifizierung des ETFs sind damit recht enge Grenzen gesetzt. Zusätzlich werden 25% der Marktentwicklung von nur zehn Unternehmen gesteuert, darunter sind Nvidia, Apple, Microsoft, Amazon und Meta. Sektorentechnisch bietet der Index ein ähnliches Klumpenrisiko wie ein DAX-ETF mit Fokus auf die Branchen IT, Finanzen und Gesundheit, die über 50% des Indexes ausmachen.

Fazit: Die breite Streuung von ETF wird oft überschätzt. Viele ETF beinhalten Klumpenrisiken. Anleger sollten darum genauer prüfen, wie die zugrundeliegenden Indizes zusammengestellt sind. Auch die Kombination von ETF in Portfolios ist kritisch zu hinterfragen. Denn oftmals summieren sich dabei die Klumpenrisiken sogar.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Rechtswidrige Versetzung: LAG bestätigt Unzulässigkeit bei geringwertigen Aufgaben

Direktionsrecht: Unwirksame Versetzung eines Abteilungsleiters

Muss die Versetzung eines Abteilungsleiters gleichwertig sein, oder darf der Arbeitgeber ihm auch eine andere Stelle zuweisen? Über die Reichweite des Direktionsrechts musste das Landesarbeitsgericht (LAG) Niedersachsen entscheiden. Das Gericht mahnte die Arbeitgeber bei der Ausübung ihres Direktionsrechts (§ 106 S.1 Gewerbeordnung) bei der Versetzung eines Abteilungsleiters sehr vorsichtig zu sein.
  • Fuchs plus
  • Positive Signale und institutionelle Zuflüsse stärken Marktoptimismus

Bitcoin: Antizyklisches Kaufsignal

© psdesign1 / stock.adobe.com
Der Waffenstillstand im Iran treibt Bitcoin (BTC) über 70.000 Dollar: Die Signale mehren sich, dass es von hier aus weiter aufwärts gehen könnte. Warum antizyklische Anleger jetzt genauer hinschauen sollten.
  • Fuchs plus
  • Zukunftssicherer Austausch: EuroCat und die Weiterentwicklung von BMEcat

EuroCat und BMEcat: Kompatible Formate für die E-Procurement-Zukunft

EuroCat ist die neue europäische Norm für digitalen Produktkatalog-Austausch. Sie vereint bewährte BMEcat-Strukturen mit zukunftssicheren Prozessen. FUCHSBRIEFE zeigen, wie der Standard europaweit kompatibel bleibt und die E-Procurement-Kette revolutioniert. Internationale Experten haben an dieser Innovation mitgewirkt.
Zum Seitenanfang