Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
954
Langfristtrend wieder intakt

Dürr AG in voller Fahrt nach oben

Der Maschinenbauer Dürr AG hat zwar gerade die Dividende gekürzt. Doch in diesem Jahr wird das Unternehmen wieder erfreuliche Zahlen schreiben. Es gibt aber noch andere gute Gründe, bei Dürr einzusteigen.

Der Kurs des Automobilzulieferers Dürr AG zeigt aktuell ebenfalls ein hohes Momentum. Allein während des letzten halben Jahres kletterte der Börsenwert des Maschinen- und Anlagenbauers aus Stuttgart um mehr als 50%. Bis zum Allzeithoch hat der Titel aber noch eine Menge Luft. Dieses markierte die Aktie Ende 2017 bei knapp 60 Euro. Trotz der deutlichen Erholung seit November ist die Aktie auf dem aktuellen Kursniveau weiterhin vergleichsweise günstig (2020er KGVe: 14,08). Mit dem hohen Kursmomentum dürfte die Aktie ihren langfristigen Wachstumstrend nun wieder aufnehmen.

Dürr ist einer der weltweit führenden Anlagen-und Maschinenbaukonzerne. Produkte, Systeme und Services von Dürr ermöglichen hocheffiziente Fertigungsprozesse in unterschiedlichen Industrien. Der Großteil des Konzernumsatzes entfällt auf das Geschäft mit Automobilherstellern und -zulieferern.

Solides wirtschaften und Kürzungen bringen den Turn around

Im vergangenen Geschäftsjahr kletterte der Konzernumsatz um 4,2% auf 3,87 Mrd. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag mit 233,5 Mio. Euro fast 20% unter dem Vorjahreswert. Sonderaufwendungen in Höhe von 41,4 Mio. Euro drückten den Nachsteuergewinn auf 163,5 Mio. Euro. Diese sind auch der Grund für eine Dividendenkürzung in diesem Jahr. Nach 1,10 Euro je Aktie werden für 2018 nun noch 1,00 Euro je Anteilsschein ausgeschüttet.

Bereits im kommenden Jahr soll die Gewinnausschüttung wieder steigen. Vorstandschef Ralf W. Dieter rechnet mit einer signifikanten Verbesserung des Ergebnisses. Neben Prozessoptimierungen hat sich Dürr im letzten Jahr strategisch breiter aufgestellt. Dazu gehörte der Kauf der Umwelttechniksparte des US-Konzerns Babcock & Wilcox Enterprise.

Der Konzernumsatz dürfte in diesem Jahr die 4-Mrd.-Euro-Marke übersteigen. Langfristig bewegt sich der Aktienkurs von Dürr in einem intakten, wenn auch volatilen, Aufwärtstrend. Fundamental ist der Titel noch nicht zu teuer. Die Gewinnmarge dürfte in diesem Jahr wieder steigen. Langfristig orientierte Anleger kaufen erste Stücke, kalkulieren jedoch Rücksetzer in den Bereich um 35 Euro als Nachkaufgelegenheit mit ein.

kap190425_1-4

i

Kennzahlen

Kursentwicklung

Umsatz (2018)*: 3,87 Mrd.

Gewinn je Aktie (2018)*: 2,27

Marktkapitalisierung*:2,88 Mrd.

KGV (2020e): 14,08

Div.-Rendite: 2,41%

* in EUR

Empfehlung: erste Stücke kaufen, Rücksetzer Richtung 35 EUR für Nachkäufe einplanen

Kursziel: 55 EUR, Stop-Loss: unter 28 EUR (SK Xetra)

ISIN: DE 000 556 520 4 | Kurs: 41,35 EUR

Kurschance: 33% | Verlustrisiko: 30%

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Chinas Tor zur Welt ist geschlossen

Der Lockdown wirft Hongkong weit zurück

Der Lockdown wirft Hongkong weit zurück. Copyright: Pexels
Seit 1997 ist Hongkong kein britisches Protektorat mehr, sondern gehört wieder zu China. Peking hält sich aber nicht an die Vereinbarungen, dem "verwestlichten" Hongkong die versprochenen Freiheiten zu lassen. Das hat den Finanzplatz bereits empfindlich getroffen. Nun stellt sich ein neues Problem als noch größeres heraus.
  • Fuchs plus
  • Starkes Entrée und bereitwillige Auskünfte

Donner & Reuschel: Vorbereitung ist alles

Donner & Reuschel: Vorbereitung ist alles. Copyright: Verlag Fuchsbriefe
Bei Donner & Reuschel erlebt der Stiftungskunde viel Licht – und leider auch Schatten. Während der Anlagevorschlag weitestgehend ein Genuss ist, werden an anderer Stelle wertvolle Punkte durch schlechte Vorbereitung liegen gelassen.
  • Fuchs plus
  • Transporte nach China

Bahn und Kombi-Verkehr als Alternative zu Schiffen

Bahn und Kombi-Verkehr als Alternative zu Schiffen. Copyright: Pexels
Nach dem starken Anstieg der Frachtpreise für Containerschiffe aus China sind der Bahn- und der Kombi-Verkehr sinnvolle Alternativen. Denn die Preise für Schiffsfracht werden wohl noch länger hoch bleiben. Auf der Strecke gibt es nur wenige Anbieter.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Betriebsvereinbarung zur Kurzarbeit

Kurzarbeit setzt transparente Information voraus

Im Mai 2021 waren immer noch 2,3 Mio. Beschäftigte in Kurzarbeit. Betriebe schließen zur Durchführung dieser Krisenmaßnahme Betriebsvereinbarungen (BV) ab. Das Arbeitsgericht (ArbG) Kiel hat jetzt eine dieser Absprachen für unwirksam erklärt und damit wichtige Hinweise gegeben, worauf Betriebe unbedingt achten müssen.
  • Fuchs plus
  • Die neuen Rolex-Modelle

Tradition oder Moderne?

Die neuen Rolex Modelle sind auf dem Markt. Copyright Pixabay
Die neuen Kollektionen von Rolex wurden von Liebhabern sehnlichst erwartet. Die neuen Modelle lassen wirkliche Neuerungen jedoch vermissen. Ein Problme ist das nicht. Denn die berühmte Uhrenmanufaktur kann sich auf die hohe Nachfrage der Kundschaft nach ihren etablierten Modellen verlassen. Das hält die Preise konstant hoch - und darum bieten auch die neuen Modelle interessante Anlageperspektiven.
  • Fuchs plus
  • Europäischer Cloudspeicher Gaia-X kommt voran

Gaia-X erreicht ersten Meilenstein

Gaia-X erreicht ersten Meilenstein. Copyright: Pixabay
Das europäische Cloud-Computing-Projekt Gaia-X hat ihren ersten Meilenstein erreicht und die Definition der technischen Anforderungen abgeschlossen. Nun ist die Entwicklung der Software, die den Anforderungen folgt ausgeschrieben. Das Projekt wird voraussichtlich den Zeitplan erfüllen.
Zum Seitenanfang