DWS sucht die besten Aktien in Europa
Die von Donald Trump über die Zölle ausgelösten Börsenturbulenzen haben die Börsen dies- und jenseits des Atlantiks ein Stück entkoppelt. Die Korrektur ist zwar an europäischen Aktien nicht spurlos vorbeigegangen. Die mittelfristigen Aussichten für die europäischen Börsen dürfen langfristig aber dennoch besser sein als für die lange Zeit erfolgsverwöhnten US-Papiere.
Relativ gesehen haben sich europäische Aktien in der aktuellen Korrekturphase deutlich besser gehalten als US-Titel. Damit bestehen gute Chancen, dass europäische Dividendentitel auch längerfristig besser abschneiden als ihre US-Pendants. Der Grund: Europa rückt wieder stärker in den Blickpunkt internationaler Anleger, die diese Region lange gemieden hatten.
Outperformance in Europa?
Es gibt gute Gründe, die optimistisch für Europas Börsen stimmen. Die derzeit schwer berechenbare US-Politik macht den Kontinent für einige Anleger uninteressanter. Das könnte Europas Börsen noch erhebliche Kapitalzuflüsse bescheren. Bereits im März waren Unternehmen aus der Eurozone bei Fondsmanagern besonders stark gefragt. Auch die umfangreichen Investitionsprogramme, die durch Sondervermögen finanziert werden, dürften positive Börsen-Effekte haben.
Anleger, die verstärkt auf Europas Börsen fokussieren wollen, können das mit ausgewählten Fonds. Der DWS Qi Eurozone Equity Fonds bietet Anlegern die Möglichkeit, in qualitativ hochwertige Unternehmen der Eurozone zu investieren. Um einen Mehrertrag gegenüber der Benchmarkt (MSCI Europa) zu erreichen, verfolgt das Fondsmanager-Team um Matthias Gruber und Patrick Soler Schubert eine systematische Multifaktor-Strategie.
Großes Portfolio
Das Portfolio des aktiv gemanagten Fonds ist mit aktuell rund 154 Einzelaktien breit diversifiziert, ohne dabei zu stark segmentiert zu sein. Regionale Anlageschwerpunkte setzen die Fondsmanager derzeit bei Aktien aus Frankreich (29,3%), Deutschland (24,9%), den Niederlanden (10,4%), Spanien (9,7%) und Italien (9,2%). Finanztitel (21,5%) machen derzeit den Löwenanteil im Fondsportfolio aus, gefolgt von Industrie-Aktien (19,6%), Konsumtiteln (9,9%) und IT-Aktien (8,3%).
Die zehn größten Einzeltitel machen bereits rund 28% des Fondsvolumens aus. Darunter finden wir z. B. Europas größten Softwarekonzern SAP (3,3%), die Deutsche Telekom ( 2,37%), den Chipanlagenbauer ASML Holding (2,34%), den französischen Elektronikkonzern Schneider Electric (2,3%) und den Gase-Spezialisten Air Liquide (2,14%).
Aktiver Fonds zu ETF-Kosten
Fondsanteile können zuzüglich eines Ausgabeaufschlags von max. 5,00% börsentäglich direkt über die KVG erworben werden. Günstiger ist der Kauf über die Börse. Hier beträgt der Spread (Differenz zwischen Kauf und Verkauf) nur zwischen 0,7% und 1,5%. Die laufenden Kosten (TER) summieren sich auf 0,56% p.a. Damit hat der Fonds kostenseitig ETF-Charakter. Variable Kosten fallen nicht an.
Die bisherige Wertentwicklung zeigt eindrücklich, dass die Anlagestrategie gut funktioniert. Der 1998 aufgelegte Fonds schafft es regelmäßig, seine Benchmark zu übertreffen und verweist auch ähnliche Investmentfonds derselben Anlagekategorie (Aktien Euroland Standardwerte) auf die Plätze. Mit einer durchschnittlichen Rendite von 6,79% p.a. rentiert der DWS Qi Eurozone Equity Fonds rund 1,95% p.a. über dem Index der Peergroup und rund 1,07% über seinem Benchmark-Index (10 Jahres Betrachtung). Das Risiko (Volatilität) ist dabei ähnlich hoch.
Fazit: Der DWS Qi Eurozone Equity RC eignet sich als Basisinvestment für langfristig orientierte Anleger, die von den Kurschancen europäischer Aktien profitieren möchten.