Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
2205
Kostengünstige Elektrolyseure

Enapter ist auf dem Weg zur Serienproduktion

Enapter ist auf dem Weg zur Serienproduktion. Copyright: Picture Alliance
Die Gewinnung von grünem Wasserstoff ist eine der größten Herausforderungen und Chancen der Wasserstoff-Wirtschaft. Enapter aus Deutschland hat eine skalierbare Technik und eigene Patente zum Bau kostengünstiger Elektrolyseure am Start. Nun strebt das Unternehmen die Serienproduktion an.

Die Aktie der Enapter AG ist spekulativ, aber sehr spannend. Das Start-up, das 2017 aus der S&O Beteiligungen AG hervorgegangen ist, ist auf die innovative Anion Exchange Membrane (AEM)-Elektrolyse spezialisiert. Mit dieser Technik kann grüner Wasserstoff hergestellt werden. 

Die Enapter-Techologie ermöglicht den Bau effizienter, standardisierter und darum vergleichsweise kostengünstigem Elektrolyseure und Stacks. Diese können nach dem Prinzip der Modularität recht einfach zu größeren Einheiten hochskaliert werden. Eine hochmoderne Software für Energiemanagementsysteme sorgt für einfache Bedienung, Steuerung und Überwachung und hohe Kompatibilität. 

Aufbau der Serienproduktion angestrebt

Enapter hält eigene Patente und investiert aktuell in den Aufbau einer Massenproduktion. Das Unternehmen hat den Aufbau einer Massenfertigung für die modularen Systeme in Saerbeck, 30 Kilometer nördlich von Münster, angekündigt. Hier sollen künftig mit bis zu 300 Mitarbeitern mehr als 100.000 Elektrolyseur-Einheiten produziert werden. Produktionsstart ist für 2022 geplant. Bislang produziert das Unternehmen in Pisa (Italien).

Die Massenproduktion dürfte zur Folge haben, dass die Produktionskosten durch Standardisierung und Automatisierung drastisch sinken werden. So soll die Wasserstofftechnologie auch in kleinem Maßstab effizient genutzt werden. Das erklärte Ziel des Unternehmens sind Elektrolyse für den Hausgebrauch.

Konkurrenzfähige Kosten für grünen Wasserstoff

Enapter-Gründer Sebastian-Julius Schmidt sieht in der automatisierten Massenfertigung im Münsterland die zentrale Voraussetzung, grünen Wasserstoff weltweit konkurrenzfähig zu machen. „Wir sind jetzt bei einem Preis von 9.000 Euro pro Modul. Dieser Preis wird noch dramatisch weiter sinken“, so Schmidt. Eigenen Angaben zufolge liefert Enapter seine Anlagen bereits heute in 33 Länder. Diese werden als Stromspeicher oder als Basis für Heizungs- und Lüftungssysteme. So will etwa die Wohnungsbaugesellschaft Vonovia in einem Pilotprojekt 81 Wohnungen in Bochum mit Wasserstoff aus den Anlagen heizen.

Nennenswerte Umsätze oder gar Gewinne verzeichnet das junge Unternehmen noch nicht. An der Börse wird das Start-up derzeit mit rund 34 Mio. Euro bewertet. Vom Höchstkurs Ende Oktober (ca. 77 Euro) ist der Titel inzwischen wieder meilenweit entfernt. Das Unternehmen ist mit einer aussichtsreichen Technik unterwegs. Gelingt der planmäßige Start der Serienfertigung, hat die Aktie enormes Potenzial. Strategische Investoren, die auch einen Totalverlust verschmerzen können, legen sich eine Position des Nischenplayers im Wasserstoff-Sektor ins Depot. 

Empfehlung: kaufen Kursziel: Vervielfachungs-Chance, kein Stop-Loss (Totalverlustrisiko)

Hier FUCHS KAPITALANLAGEN abonnieren

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Verbesserung der ESG-Bilanz wirkt sich positiv aus

Factoring mit Nachhaltigkeits-Bonus

Grüner Sand läuft durch eine Sanduhr. © William_Potter / Getty images / iStock
Das Thema Factoring spielt bei immer mehr Unternehmen eine Rolle. Gerade in unsicheren Zeiten ist es ein guter Schutz gegen Zahlungsausfälle. Auch hier kommt nun das Thema Nachhaltigkeit an. Gut umgesetzt, kann das die Kosten des Verfahrens mildern.
  • Deutschland muss einfacher werden

Wie der Fachkräftemangel zum Segen werden kann

FUCHSBRIEFE-Herausgeber Ralf Vielhaber
In Deutschland herrscht Personalnot. Zudem ist das Land überreguliert. Beides gehört zusammen. Wir und unsere Politiker werden dazu umdenken müssen. Je rascher desto besser, meint FUCHSBRIEFE-Herausgeber Ralf Vielhaber. Dann kann aus dem Fluch des Fachkräftemangels ein Segen für das Land werden.
Neueste Artikel
  • Im Fokus: KI-Aktien

ChatGPT läutet nächste Runde der KI-Revolution ein

Symbolbild Künstliche Intelligenz. © Andrey Suslov / Getty Images / iStock
Der auf Künstlicher Intelligenz basierende Chatbot ChatGPT ist derzeit in aller Munde. Die Fähigkeiten der KI sind erstaunlich und entwickeln sich rasant weiter. Anleger fragen sich nun, mit welchen Aktien sie vom Megatrend Künstliche Intelligenz am besten profitieren.
  • Fuchs plus
  • MiFID-Vorgaben in der Praxis kaum einhaltbar

Krisen-Kommunikation im Private Banking

(c) Verlag Fuchsbriefe, Bildmaterial envato elements
In der jüngsten Vergangenheit häuften sich extreme Marktereignisse. Seien es Lehmann-Pleite, Brexit, Trump-Wahl, Corona-Crash oder der Ausbruch des Ukraine-Krieges – unverhofft kommt oft und zuletzt sogar immer öfter. Die FUCHS|RICHTER Prüfinstanz wollte wissen: Wie schnell und in welcher Form informieren die Banken und Vermögensverwalter ihre Kundschaft?
  • FUCHS | RICHTER Prüfinstanz nimmt Angebote unter die Lupe

Die Wilhelm Weidemann Jugendstiftung sucht einen neuen Manager für ihr Stiftungsvermögen

Icon Stiftungsvermögen 2023 Auswahlrunde der Wilhelm Weidemann Jugendstiftung. © Collage: Verlag FUCHSBRIEFE. Grafik: envato elements
Nach 15jähriger Tätigkeit möchte die Wilhelm Weidemann Jugendstiftung mit Sitz in Berlin ihre weitere gemeinnützige Arbeit mit der Überprüfung der Vermögensanlagestrategie und der Suche nach einem neuen Vermögensverwalter verknüpfen. Die FUCHS | RICHTER Prüfinstanz leistet ihr dabei Unterstützung.
Zum Seitenanfang