Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1473
RWE profitiert vom steigenden Stromverbrauch

Energie zum Runterkühlen

Die anhaltende Hitze führt dazu, dass Kühltruhen, Klimaanlagen und Ventilatoren auf Hochtouren arbeiten. Der Stromverbrauch ist dadurch aktuell so hoch wie im Winter. Davon profitiert der Energiekonzern RWE.

Ein auf den ersten Blick ungewöhnlicher „Hitze-Gewinner" ist der Energiekonzern RWE. Aber der tägliche Stromverbrauch in Deutschland ist verglichen mit Durchschnittswerten der vorigen beiden Sommer um gut 6% gestiegen. Nach Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) werden pro Tag 1,36 Mrd. Kilowattstunden verbraucht. Damit liegt die Stromnachfrage fast so hoch wie im Winter. Grund: Klimageräte und Kühlgeräte wie Gefriertruhen und Kühlschränke treiben den Stromverbrauch kräftig hoch.

Die Hitzewelle sorgt zudem für einen reduzierenden Effekt auf der Angebotsseite. Durch die vergleichsweise hohen Wassertemperaturen an Rhein und Elbe müssen einzelne Atomkraftwerke in Deutschland inzwischen ihre Leistung herunterfahren, um einen zusätzlichen Temperaturanstieg der Flüsse durch das eingeleitete Kühlwasser zu begrenzen. Zwar betreibt RWE selbst Kernkraftwerke. Der Anteil des Atomstroms liegt bei RWE aber nur bei rund 6% der Stromerzeugung.

Braunkohle wird zurzeit voll ausgeschöpft

Wichtiger ist für RWE die Verstromung von Braun- und Steinkohle (Anteil 40%). Die Verstromung aus Steinkohle-Kraftwerken geht zwar langsam zurück. Wegen des niedrigen Wasserpegels auf dem Rhein können die Kohlefrachter derzeit nicht voll beladen werden. Braunkohle kommt hingegen aus nahegelegenen Tagebauen und füllt die Lücke. Bei RWE sind derzeit alle Braunkohlekraftwerke voll am Netz – allerdings ist das ökologisch natürlich „verrückt".

Die lange Bodenbildung in der Aktie ist abgeschlossen. Von Tiefstkursen um 7,50 Euro ist die Aktie auf über 14 Euro gestiegen. Dennoch ist der Titel fundamental und im Branchenvergleich günstig bewertet. Vorzugsaktionäre können sich zudem über eine attraktive Dividendenrendite von knapp 4% freuen. Die aktuell hohe Stromnachfrage und die konjunkturbedingt gestiegenen Strompreise dürften sich in den kommenden Ergebniszahlen positiv bemerkbar machen. Für langfristig orientierte Anleger ist der Titel ein Kauf.

ka

i

Kennzahlen

Kursentwicklung

Umsatz (2017)*: 44,59 Mrd.

 

Gewinn je Aktie (2017)*: 2,00

Marktkapitalisierung*:13,62 Mrd.

KGV (2019e): 13,28

Div.-Rendite: 3,92%

* in EUR

 

Empfehlung: kaufen

Kursziel: 23,60 EUR, Stop-Loss: unter 15,40 EUR (Schlusskurs Xetra)

ISIN: DE 000 703 714 5 | Kurs: 17,76 EUR

Kurschance: 32% | Verlustrisiko: 13%

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • In Kooperation mit der Finanzoo GmbH

Anglogold aufstocken

Übereinandergestapelte Goldbarren. © Filograph / Getty Images / iStock
Die Lage an den Börsen wird heikel. Zwar steigen die Zinsen und das ist schlecht für Edelmetalle. Aber für uns gehören sie nach wie vor zur Absicherung dazu. Und wenn die Zinsen ihren Höhepunkt erreichen, wird auch Gold wieder aufdrehen. Also suchen wir im Finanzoo-Universum nach guten Gold-Aktien.
  • Fuchs plus
  • Neuseeland-Dollar sackt ab

Kiwi-Notenbank unter Druck von zwei Seiten

Eingangstür Reserve Bank of New Zealand. © Copyright 2022 Reserve Bank of New Zealand
Inflation und Wirtschaft nehmen derzeit den Neuseeland-Dollar in die Zange. Denn die neuseeländische Notenbank kann sich nur auf eine Seite konzentrieren. Daraus ergeben sich Handlungsoptionen für Anleger.
  • Juristische Hindernisse stehen nach Zeitungsbericht im Weg

M.M. Warburg: Cum-Ex-Mitarbeiter bleiben vorerst an Bord

Seit vielen Monaten ist die Hamburger Privatbank M.M. Warburg mit der juristischen Aufarbeitung des Cum-Ex-Skandals belastet. Die Geister, die sie rief, wird sie nun nicht los.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Tschechiens Notenbank auf Hold

Inflation sendet erste Entspannungssignale

Tschechische Krone. (c) cnb.cz
Während die deutsche Inflationsrate weiter steigt, scheint sich in Tschechien langsam die Trendwende einzustellen. Die Notenbank sieht sich daher in der Lage, ihre Zinserhöhungen zu pausieren. Daraus ergeben sich Chancen für Anleger.
  • Fuchs plus
  • Gold oder Bitcoin als Krisenwährung nutzen?

Krisenschutz funktioniert

Bitcoin auf Tastatur. © pinglabel / Getty Images / iStock
Als Absicherungsinstrument enttäuschen Gold und Bitcoin derzeit viele Anleger. Die Kurse des Edelmetalls und der Kryptowährung stehen unter Druck. Eignet sich Bitcoin also doch nicht als GAU-Schutz?
  • Fuchs plus
  • Bank of England will zaubern

Pfund verliert international an Bedeutung

United Kingdom. © 110544884 / NurPhoto / picture alliance
Das Pfund ist derb unter die Räder gekommen. Jetzt versucht die Bank of England - wie die EZB - die Quadratur des Kreises. Sie will die Zinsen anheben und zugleich die Renditen mit Anleihekäufen ausbremsen. Das Manöver kann nicht gelingen...
Zum Seitenanfang