Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
786
Mobilfunkpower aus dem hohen Norden

Ericsson profitiert vom US-chinesischen Handelskonflikt

Im 5G-Bereich haben vor allem chinesische Unternehmen die Nase vorn. Den USA ist das ein Dorn in Auge. Das ruft die Schweden von Ericsson auf den Plan. Prominente Stimmen aus der US-Regierung erwägen eine verstärkte Zusammenarbeit. Zusätzlich könnte das Unternehmen (und damit auch die AKtie) auch aus Deutschland einen Schub erhalten.

Bei vielen Technologien sind US-Unternehmen weltweit führend – allerdings nicht im Bereich 5G. Hier haben vor allem die chinesischen Anbieter Huawei und ZTE mit einem Marktanteil von zusammen etwa 40% die Nase vorn. Direkt dahinter folgen die Skandinavier. Hier halten vor allem Ericsson (27%) und Nokia (22%) die Fahnen hoch.

Der Handelskrieg wird fortgesetzt

Dass den USA die chinesischen Firmen ein Dorn im Auge sind, ist bekannt. Um deren Vormachtstellung nicht noch weiter zu festigen, erwägen die Vereinigten Staaten nun sogar den Einstieg bei den Skandinaviern. So schlug US-Justizminister William Barr eine direkte Beteiligung an Ericsson und/oder Nokia vor.

Vor allem für Ericsson könnte sich der geplante Ausbau des 5G-Netzes als neuer Wachstumstreiber erweisen. Die Schweden verfügen über ein breites Portfolio an 5G-Produkten und beliefern damit weltweit Kunden. Als Ausrüster von 23 5G-Netzen, die sich bereits im Livebetrieb befinden, hat Ericsson schon mehr als vier Millionen 5G-fähige Funkeinheiten ausgeliefert. Selbst in den chinesischen 5G-Netzen werden Ausrüstungstechnologien von Ericsson eingesetzt. China ist für die Schweden inzwischen der zweitgrößte Absatzmarkt.

Gespräche mit der Bundesregierung

In dieser Woche empfängt Bundeskanzlerin Angela Merkel den Chef des Elektronik-Konzerns im Kanzleramt. Ericsson-CEO Börje Ekholm will mit Merkel über den Aufbau des 5G-Netzes in Deutschland beraten. Im Hintergrund schwelt der anhaltende Streit um die Frage, ob das chinesische Unternehmen Huawei an dem Netzausbau in Deutschland beteiligt werden soll. Anders als die USA hat sich die Bundesregierung gegen einen Ausschluss der Chinesen ausgesprochen und möchte stattdessen strikte Sicherheitsstandards für alle Anbieter. Daneben plädiert die Regierung jedoch auch für eine stärkere europäische Beteiligung an dem 5G-Netz.

Mit einem für 2021 geschätzten KGV von rund 13,5 ist die Aktie des schwedischen Mobilfunkausrüsters Ericsson nicht teuer. Selbst ohne einen direkten Einstieg eines amerikanischen Konsortiums sollten die Schweden unmittelbar vom Auf- und Ausbau des 5G-Netzes profitieren. Langfristig orientierte Investoren legen sich auf dem aktuellen Kursniveau ein paar Stücke ins Depot.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Chart der Woche vom 23.10.2020

Peugeot S.A. auf Schleichfahrt nach oben

Für Anleger, die sich an technischen Chartsignalen orientieren, lohnt sich ein Blick auf Peugeuot. Die Aktie hat ein sehr klares Chartmuster ausgebildet. Gelingt nun der Abschluss mustergültig, ist das ein klares Kaufsignal.
  • Fuchs plus
  • Instandsetzungspflicht beim Telefon- und Kabelanschluss

Wer muss Reparatur bezahlen?

Acht Millionen Haushalte nutzen ihren Kabelanschluss inzwischen auch, um ins Internet zu gehen und zu telefonieren. Alles in allem eine runde Sache, die niemand missen möchte, wenn denn alles funktioniert. Aber was ist, wenn nichts mehr funktioniert?
  • Fuchs plus
  • China wächst wieder

Die Dynamik ist zurück

Chinas Wirtschaft bekommt ihre Dynamik zurück. Copyright: Pixabay
Die jüngsten Daten aus China zeigen klar auf Wachtum. China dürfte das Jahr 2020 tatsächlich ohne Rezession überstehen. Auch die Daten vom aktuellen Rand deuten auf eine neue Dynamik trotz der Belastungen durch die geopolitischen Spannungen.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Kommt der Rückgang mit Verspätung?

Corona ohne Einfluss auf den Wohn-Immobilienmarkt

Am deutschen Wohnimmobilienmarkt sind bisher keine Folgen durch die Coronakrise erkennbar. Die Entwicklungen, die sich schon seit letztem Jahr oder länger abzeichneten, sind weiter intakt. Darin sind sich die Branchenanalysten erstaunlich einig. Allerdings könnte es unter bestimmten Bedingungen noch zu einem Einbruch kommen.
  • Fuchs plus
  • Anhaltender Mietanstieg am Rhein

Düsseldorf bleibt lohnenswerter A-Markt

In Düsseldorf ist mit einem noch länger anhalten Anstieg der Mieten zu rechnen. Während es vielen deutschen Städten inzwischen gelingt, durch den Zubau genug Wohnraum für die in die Städte Zugewanderten zu bieten, ist das in Düsseldorf nicht der Fall. Wichtiger wird in Zukunft aber ein anderer Grund.
  • Fuchs plus
  • Bürgschaften für Mietverträge

Sicherheit für den Vermieter

Für viele junge Leute, egal ob Studierende, Auszubildende oder Berufsanfänger, führt der Weg zu einer eigenen Wohnung meist nur über eine Kaution. Wenn dann zusätzlich auch noch eine Elternbürgschaft angeboten wird, ist der Vermieter happy und gut abgesichert. Immer wieder sind sich die Bürgen aber über die Tragweite ihrer Unterschrift nicht im Klaren.
Zum Seitenanfang