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Editorial

EU verfolgt eine sehr vernünftige Wasserstoff-Idee

Chefredakteur Stefan Ziermann
Mit Krisen gehen immer auch Chancen einher. Das bekommt der Wasserstoff-Sektor in Europa gerade zu spüren. Die EU hat eine Idee, die wirklich eine echte Initialzündung für die Wasserstoff-Produktion in der EU auslösen kann. So langsam kommt der Stein ins Rollen und immer mehr Anlagechancen werden greifbar.
Jetzt kommt der Wasserstoff-Impuls in Deutschland an - im wahrsten Sinne des Wortes. Vor wenigen Tagen ist im Hamburger Hafen die erste H2-Testlieferung aus den Vereinigten Arabischen Emiraten eingetroffen. Der Wasserstoff wurde von der Abu Dhabi National Oil Company geliefert und ist in Form von Ammoniak verschifft worden. Welch riesiges Potenzial diese Chemikalie hat, haben wir Ihnen in diesem FUCHS H2-Invest ausführlich dargestellt. Allein in diesem Sektor gibt es zahlreiche Unternehmen, denen sich mit der global entstehenden Wasserstoff-Wirtschaft neue Geschäftschancen eröffnen werden.

Abnehmer des ersten nach Deutschland gelieferten Wasserstoffs ist Aurubis. Das Metall-Unternehmen wird den Wasserstoff in seiner energie-intensiven Kupferdrahtproduktion einsetzen. Der H2 ist für Aurubis eine gute Alternative zur erdgasintensiven Produktion. Das Unternehmen kann seine Produktionsprozesse so klimaneutraler gestalten. Perspektivisch soll sogar "grüner" Wasserstoff eingesetzt werden, der aus erneuerbaren Energien erzeugt wurde. Abzuwarten bleibt noch, wie der Testlauf ausgeht und wie die Gesamt-Ökobilanz einschließlich der H2-Transportkette aussieht.

EU hat eine vernünftige Idee

Einen positiven Impuls für die Wasserstoff-Wirtschaft nehmen wir auch aus der EU wahr. Das EU-Parlament will eine Vorschrift ändern, die den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft bisher stark ausbremst. Demnach soll Strom, der für die Erzeugung von H2 nötig ist, auch über das normale Stromnetzt transportiert werden können. Den Antrag dafür hatte der deutsche CDU-Abgeordnete Markus Pieper eingebracht. 

Gelingt eine Einigung, wäre das ein echter Durchbruch. Schließlich ist bisher geregelt, dass dieser Strom aus neuen und eigens dafür geschaffenen Quellen stammen muss. Das hat die Stromerzeugungskapazitäten auf wenige  Quellen (z.B. neue Windräder) beschränkt. Offenbar hat die EU - im Angesicht der Stromkrise - erkannt, wie sinnfrei und hinderlich diese Regelung ist. Das chinesische Sprichwort, dass jede Krise auch Chancen enthält, scheint sich für die H2-Wirtschaft hier zu bewahrheiten - wenn der Vorstoß denn durchkommt.
Fazit: Es geht voran beim Auf- und Ausbau der Wasserstoff-Wirtschaft. Der Ukraine-Krieg und die daraus (und den EU-Sanktionen) resultierenden strukturellen Brüche am Energiemarkt werden zum Turbo für die H2-Wirtschaft. Ähnliche Entwicklungen sehen wir auch in anderen Ländern. Meine Zuversicht, dass Anleger in diesem Segment am Anfang eines langen Megatrends stehen, wächst. Ich wünsche Ihnen eine interessante und gewinnbringende Lektüre
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