Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1440
Paion AG

Forschung mit Risiken

Paion erforscht günstigere Medikamente zur Narkotisierung. Copyright: Picture Alliance
Die Aachener Paion AG erforscht kostengünstigere Narkotika. Die Gewinnmöglichkeiten für das Unternehmen sind hoch, die Risiken die sich aus der Forschung ergeben aber ebenso. Wir haben die Aktie näher in Augenschein genommen.

Ein spannendes Nischeninvestment ist die Aachner Paion. Das haben wir bei einem ausführlichen Gespräch mit dem Gründer und Vorstandsvorsitzenden Dr. Wolfgang Söhngen auf der Invest in Stuttgart gelernt.

Paion befasst sich mit der klinischen Entwicklung eines alternativen Anästhetikums (Remimazolam). Dieses schnell wirkende Mittel wird intravenös verabreicht und soll eine Alternative für bereits etablierte Mittel zur Sedierung und Narkotisierung bieten. Der Vorteil des Wirkstoffs liegt darin, dass die Tiefe der Narkose anders ist als bei herkömmlichen Mitteln. Patienten müssen weniger tief „abtauchen". Das reduziert diverse gesundheitliche Narkose-Risiken. Während in den USA der primäre Anwendungsfokus auf Kurznarkose bei kleineren medizinischen Eingriffen (z. B. Darmspiegelungen) liegt, soll das Mittel in Europa auch bei Vollnarkosen für größere Herzoperationen zum Einsatz kommen.

Zulassung mit Spannung erwartet

Remimazolam befindet sich in den USA am Ende der klinischen Entwicklung für Kurzsedierungen. In der Allgemeinanästhesie in Europa ist die Phase III in der Herzchirurgie ebenfalls abgeschlossen. Die Phase III in der Allgemeinen Chirurgie steht noch aus. In den USA hat das Wirkstoffpräparat Schätzungen zufolge ein Einsatzpotential von mehr als 30 Mio. Fällen pro Jahr. Durch den Einsatz von Remimazolam könnte die Zeit, die Patienten auf der Intensivstation verbringen, reduziert und so die Kosten im Gesundheitswesen weiter gesenkt werden. Das könnte zu Kosteneinsparungen von bis zu einer Milliarde pro Jahr bei Darmspiegelungen führen.

Paion ist auf einem guten Weg, die Marktzulassung für den Wirkstoff zu bekommen. Das kann zwar noch einige Monate dauern. Die Antragseinreichung in den USA wird für Q4/18 und in Japan im Laufe dieses Jahres erwartet. Mediziner Söhngen ist wegen der sehr guten klinischen Ergebnisse aber sehr zuversichtlich, dass die Zulassung ohne große Verzögerungen gelingen wird.

Risikobereite Anleger mit Ausdauer legen sich bereits jetzt eine kleine Paion-Position ins Depot. Kommen die News zur Marktzulassung dürfte es einen Kursschub geben. Schafft der Wirkstoff die avisierten Absatzzahlen, winken weitere hohe Kursgewinne.

ka

i

Kennzahlen

Kursentwicklung

Umsatz (2017)*: 5,81 Mio.

 

Gewinn je Aktie (2017)*: negativ

Marktkapitalisierung*:135,6 Mio.

KGV (2019e): Keine Schätzung

Div.-Rendite: Keine

* in EUR

 

Empfehlung: spekulativ kaufen

Kursziel: 4,15 EUR, kein Stop-Loss

Kurschance: 85% | Verlustrisiko: 100%

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Neuseeland-Dollar sackt ab

Kiwi-Notenbank unter Druck von zwei Seiten

Eingangstür Reserve Bank of New Zealand. © Copyright 2022 Reserve Bank of New Zealand
Inflation und Wirtschaft nehmen derzeit den Neuseeland-Dollar in die Zange. Denn die neuseeländische Notenbank kann sich nur auf eine Seite konzentrieren. Daraus ergeben sich Handlungsoptionen für Anleger.
  • Juristische Hindernisse stehen nach Zeitungsbericht im Weg

M.M. Warburg: Cum-Ex-Mitarbeiter bleiben vorerst an Bord

Seit vielen Monaten ist die Hamburger Privatbank M.M. Warburg mit der juristischen Aufarbeitung des Cum-Ex-Skandals belastet. Die Geister, die sie rief, wird sie nun nicht los.
  • Die Sozialstaats-Lobby ist viel zu mächtig

Deutschlands verkehrte Welt

FUCHSBRIEFE-Herausgeber Ralf Vielhaber. © Verlag FUCHSBRIEFE
Unser Staat gängelt die Leistungsträger und bemuttert die Leistungslosen. Bedingungsloses Grundeinkommen: Der Name ist Programm. Noch wurde es im Gesetzgebungsverfahren abgelehnt. Doch schon das Bürgergeld führt in die falsche Richtung.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Tschechiens Notenbank auf Hold

Inflation sendet erste Entspannungssignale

Tschechische Krone. (c) cnb.cz
Während die deutsche Inflationsrate weiter steigt, scheint sich in Tschechien langsam die Trendwende einzustellen. Die Notenbank sieht sich daher in der Lage, ihre Zinserhöhungen zu pausieren. Daraus ergeben sich Chancen für Anleger.
  • Fuchs plus
  • Gold oder Bitcoin als Krisenwährung nutzen?

Krisenschutz funktioniert

Bitcoin auf Tastatur. © pinglabel / Getty Images / iStock
Als Absicherungsinstrument enttäuschen Gold und Bitcoin derzeit viele Anleger. Die Kurse des Edelmetalls und der Kryptowährung stehen unter Druck. Eignet sich Bitcoin also doch nicht als GAU-Schutz?
  • Fuchs plus
  • Bank of England will zaubern

Pfund verliert international an Bedeutung

United Kingdom. © 110544884 / NurPhoto / picture alliance
Das Pfund ist derb unter die Räder gekommen. Jetzt versucht die Bank of England - wie die EZB - die Quadratur des Kreises. Sie will die Zinsen anheben und zugleich die Renditen mit Anleihekäufen ausbremsen. Das Manöver kann nicht gelingen...
Zum Seitenanfang