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Dividenden-Perle glänzt wieder

freenet zahlt wieder eine satte Dividende

Die freenet-Aktie war lange Zeit eine echte Dividendenperle. Aktionäre des Telekommunikationsanbieters waren an hohe und stabile Dividendenausschüttungen gewöhnt. Voriges Jahr machte die Corona-Krise den Dividendenjägern jedoch einen Strich durch die Rechnung. Damals strich das Unternehmen die Dividende zusammen und schüttete lediglich den Pflichtteil von 4 Cent je Aktie aus.

In diesem Jahr kehrt Freenet zu seiner besonders aktionärsfreundlichen Ausschüttungspolitik zurück. Das Unternehmen schlägt der Hauptversammlung eine reguläre Dividende in Höhe von 1,50 Euro vor. Zusätzlich soll eine Sonderdividende in Höhe von 0,15 Euro je Aktie zur Ausschüttung kommen. Damit summiert sich die geplante Dividendenzahlung auf 1,65 Euro je Aktie. Das ergibt eine stattliche Dividendenrendite von 8,2%. Freenet ist damit die Aktie mit der höchsten Dividendenrendite im MDAX und TecDAX.

Eine hohe Dividendenrendite wird auch in den kommenden Jahren drin sein. Denn wegen prall gefüllter Unternehmenskassen legt freenet ein weiteres Aktienrückkaufprogramm auf. Demnach sollen bis zu 9,75 Mio. Aktien (rund 7,61% des Grundkapitals) über den Markt zurück gekauft werden. Dies reduziert die Anzahl umlaufender Aktien und stabilisiert damit ebenfalls die hohe Dividendenrendite.

Dickes Aktienrückkaufprogramm stützt den Kurs

Aus fundamentaler Sicht bleibt freenet voll auf Kurs. Zwar wächst das Geschäft mit Telekommunikationsdienstleistungen inzwischen nicht mehr mit riesigen Sprüngen. Dafür bleibt der Konzern hochprofitabel. So erwirtschaftete das Unternehmen im vergangenen Jahr bei leicht fallendem Umsatz (minus 1,2%) ein moderat steigendes EBITDA in Höhe von 445,9 Mio. Euro (Vorjahr: 436,2 Mio. EUR).

Den Kundenstamm hat freenet um mehr als 243.000 auf 8,6 Millionen Verträge ausgebaut. Auch die Bilanzkennzahlen verbessern sich weiter. So gelang dem Unternehmen eine signifikante Senkung des Verschuldungsfaktors von 4,8 (2019) auf zuletzt 1,7 Punkte. Geholfen hat dabei der Verkauf der Anteile am Schweizer Telekommunikationsanbieter Sunrise. Freenet hatte sich im Jahr 2016 mit rund 25% der Anteile an Sunrise beteiligt (Kaufpreis 70 Franken je Aktien). Im vergangenen Jahr legte der in London ansässige Mobilfunkkonzern Liberty ein Übernahmeangebot in Höhe von 100 Franken je Aktie für Sunrise vor. Freenet erlöste mit dem Deal rund 1,09 Mrd. Euro. Rund die Hälfte davon steckte Freenet in den Abbau seiner Verbindlichkeiten. 

Fundamental günstig

Auf Basis der Gewinnschätzungen für 2022 wird freenet derzeit mit einem KGV von rund 11 und einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von rund 1,4 gehandelt. Damit bleibt der Titel, trotz des jüngsten Kursanstiegs und der hohen Dividendenrendite weiter preiswert. Langfristig orientierte Anleger steigen ein. Rücksetzer in Richtung 18,50 Euro bieten Nachkaufgelegenheiten.  

Empfehlung: kaufen Kursziel: 25,80 EUR, Stop-Loss: unter 16,80 EUR

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