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Neuemission

German Startups Group

Der Startup-Finanzierer wagt sich an die Börse. Eine interessante Möglichkeit für Investoren.

ISIN: DE 000 A1M MEV 4 | Preisspanne: 2,70 bis 3,60 Euro | Stand: 16.7., 12 Uhr   

Die German Startups Group (GSG), ein Start-up-Finanzierer und Risikokapitalgeber, wagt diesen Freitag den Sprung aufs Parkett. Vorbörslich wird die Aktie der GSG beim Börsenhändler tradegate bereits zwischen 3,30 Euro und 4,05 Euro gehandelt. GSG ermöglicht Anlegern laut Eigenwerbung Zugang zur Asset-Klasse „Deutsche Startups“. Wir würden das zwar nicht als Assetklasse bezeichnen. Im Kern handelt es sich um ein Aktieninvestment (Assetklasse) im Beteiligungssegement mit Fokus auf Wagnisfinanzierungen (Start-up). Grundsätzlich ist GSG aber durchaus interessant und einen Blick wert. Insgesamt möchte das Berliner Unternehmen mit dem Börsengang (IPO) rund 64 Mio. Euro einnehmen. Das Geld aus dem IPO soll in den weiteren Ausbau des Beteiligungsportfolios investiert werden. Die Altaktionäre werden nach dem Börsengang weiterhin 23% am Unternehmen halten. 77% des Aktienkapitals kommen demnach in den freien Handel. Die Marktkapitalisierung des Wagniskapitalgebers liegt dann bei etwa 83,25 Mio. Euro. Anleger bekommen dafür ein Beteilungsportfolio mit aktuell 40 Investments. Die bekanntesten darunter sind die Marken Delivery Hero (ein Lieferdienst-Vermittler) und die Musikplattform SoundCloud. Die German Startups Group arbeitet nach eigenen Angaben seit ihrem ersten vollen Geschäftsjahr nach IFRS-Standards profitabel. Vom 1. Juli 2012 bis 31. März 2015 erreichte die Gruppe eigenen Angaben zufolge eine Bruttorendite von 30,5% pro Jahr. Solch hohe Renditen sind bei Start-up-Finanzierern drin, selbst wenn unter dem Strich nur wenige Beteiligungen erfolgreich veräußert werden können. Mit der Mehrzahl der Beteiligungen werden sich vermutlich keine Riesengewinne erzielen lassen. Allerdings kann auch nur ein einziger Highflyer den GSG-Gewinn in luftige Höhen katapultieren. Die Möglichkeit, in einen Finanzierer von Start-up-Unternehmen zu investieren, ist interessant und kann lukrativ sein. Anleger sollten allerdings beachten, dass dieses Geschäft erhebliche Risiken mit sich bringt. Ein attraktives Beteiligungsportfolio ist nur eine Voraussetzung für langfristigen Erfolg. Die indirekte Beteiligung an nicht börsennotierten Unternehmen über die GSG-Aktie kann aber ein langfristig ausgerichtetes Depot auch durchaus sinnvoll diversifizieren.

Empfehlung: Interessierte Anleger warten die ersten Handelstage ab und beobachten die Kursentwicklung. Investieren Sie maximal einen „Spielgeldbetrag“.

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