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Produktcheck: Carmignac Portfolio Long-Short European Equities

Gewinnen auch bei fallenden Märkten

Rauf - runter. Unser heutiger Produktcheck profitiert von beidem. Copyright: Pixabay
Wenn Aktienmärkte fallen, dann können die meisten Anleger damit kein Geld verdienen. Sie sitzen die Korrektur im besten Fall aus und freuen sich dann wieder über steigende Kurse. Es gibt aber auch Fonds, die mit fallenden Kursen Gewinne machen.

Wer in Aktien investiert, kommt um zwischenzeitliche Kursverluste nicht herum. Immer wieder werden die langfristigen Aufwärtstrends an den Aktienmärkten durch länger anhaltende Baissephasen oder heftige Börsencrashs unterbrochen. Kursgewinne, die sich über Monate und Jahre aufgebaut haben, werden dann binnen Tagen oder Wochen  pulverisiert.

Verluste tun weh - auch wenn es nur Buchverluste sind. Sie belasten die menschliche Psyche und verleiten Anleger auch oft zu irrationalem Handeln. Das kann dazu führen, dass dann gerade in solchen Bärenmärkten verkauft wird, obwohl die Anlage langfristig geplant war. Wer derart strategisch investiert, sollte solche Abwärtsphasen aussitzen. 

Chancen mit Shorts

Perfekt wäre es natürlich, solche Schwächephasen an den Märkten auch nutzen zu können. Das geht einerseits, indem in die fallenden Märkte hinein zugegriffen und die Aktienposition ausgebaut wird. Daneben gibt es auch die Möglichkeit, an fallenden Kursen zu verdienen. Das geht mit sogenannten Short-Strategien. 

Solche Short-Strategien sind nicht für jeden Anleger direkt umsetzbar. Wir können Ihnen aber einen Fonds vorstellen, der genau das aktive Umschalten von Long auf Short und zurück als Strategie umsetzt. Mit diesem Portfoliomanagement lassen sich auch unsichere Zeiten entspannt überstehen. Und Anleger können auch in Seitwärtsphasen eine überdurchschnittliche Rendite erzielen. 

Carmingnac bietet Short-Möglichkeiten

Der französische Vermögensverwalter Carmignac hat mit dem Carmignac Portfolio Long-Short European Equities A einen solchen „Hedgefonds“ im Gepäck. Anders als bei klassischen Aktienfonds können Anleger hier auch in fallenden Märkten positive Renditen erzielen. Fondsmanager Malte Heininger, der das Portfolio von Beginn an verantwortet, setzt neben Kursanstiegen bei starken Aktien ebenfalls darauf, bei sogenannten schwachen Aktien von fallenden Kursen zu profitieren. Vor diesem Hintergrund setzt sich das Gesamtportfolio des Carmignac Portfolio Long-Short European Equities stets sowohl aus Long-Positionen (Spekulation auf steigende Kurse) als auch aus Short-Positionen (Spekulation auf fallende Kurse) zusammen.

Je nach Einschätzung des Fondsmanagements und ausgerichtet am übergeordneten Marktumfeld liegt der Saldo aus Long- und Short-Positionen zwischen minus 20% und plus 50% (Netto-Aktienquote). Diese Quote ergibt sich aus der Saldierung sämtlicher Long- und Shortpositionen innerhalb des Portfolios. Ein Beispiel: Setzt der Fonds mit 30% des Fondsvermögens auf steigende Kurse und mit 50% auf fallende Notierungen, läge die Netto-Investitionsquote bei minus 20%. In einem solchen Fall wäre der Fondsmanager für den Aktienmarkt unter dem Strich eher negativ eingestellt und ginge von fallenden Kursen aus. In einem negativen Gesamtmarktumfeld würde das Fondsportfolio entsprechend profitieren.

Fonds ist aktuell nur leicht long

Beim Blick auf die Wertentwicklung seit Auflage Ende 2015 zeigt sich, dass der Carmignac Portfolio Long-Short Equities A negative Börsenphasen gut gemeistert hat. Der „Corona-Crash“ im Frühjahr ist in der Wertentwicklung des Anteilspreises gerade einmal mit einem kleinen Dipp gen Süden erkennbar. Inzwischen handelt das Fondsportfolio auf Rekordhoch. In der aktuellen Portfoliozusammensetzung beträgt die Netto-Investitionsquote des Fonds plus 31,4%. Der Fonds ist demnach leicht auf steigende Kurse ausgerichtet.

Aktuell hält Portfoliomanager Malte Heiniger Long- und Short-Positionen in verschiedenen Aktien bzw. Branchen und Sektoren. Signifikante Netto-Long-Positionen finden sich bei Aktien aus dem Gesundheitswesen (+19%), Technologie-Titeln (+18%), Industrie-Aktien (+4,8%) oder Finanzdienstleistern (+2,3%). Netto-Short ist Heiniger in regionalen Aktienindizes (-8%), Erdöl- und Erdgas-Aktien (-3,5%), bei Versorgern (-3%) und Aktien von Telekommunikationsunternehmen (-1,2%).

Geringere Schwankungsbreite als der Markt

Die strategische Ausrichtung des Fonds, in beiden Marktrichtungen (long und short) aktiv nach Anlagechancen zu suchen, beschert dem Portfolio verglichen mit dem Gesamtmarkt eine deutlich niedrigere Volatilität. So liegt die Schwankungsbreite (Volatilität) bei europäischen Aktien über einen Zeitraum von drei Jahren im Durchschnitt bei 35%. Der Carmignac Portfolio Long-Short European Equities kommt hier gerade einmal auf einen „Zitterfaktor“ in Höhe von 6,72%.

Fondsanteile des Long-Short-Aktienfonds können zuzüglich eines Ausgabeaufschlags von max. 4,00% direkt über die KVG erworben werden. Etwas günstiger ist der Kauf über die Börse. Hier beträgt der Spread rund 2%. Die laufenden Kosten (TER) betragen rund 1,8% jährlich. Schlägt der Fonds seinen Referenzindikator (85% Eonia + 15% Stoxx 600) können 20% dieser Outperformance als variable Vergütung einbehalten werden. Das allerdings nur, sofern die jährliche Performance des Fonds positiv ist und der Nettoinventarwert auf dem höchsten Stand seit Ende der letzten drei Geschäftsjahre notiert. 

Fazit: Der Carmignac Portfolio Long-Short European Equities eignet sich für konservative Anleger, die ihr Portfolio mit einer volatilitätsarmen long/short-Aktienstrategie stabilisieren und die Chancen steigender und fallender Aktienkurse gleichermaßen nutzen wollen.

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