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OHB SE

Kursrakete mit prall gefüllten Auftragsbüchern

OHB ist der größte deutsche Zulieferer im Ariane Programm der ESA. Copyright: Picture Alliance
Die Unternehmensentwicklung von OHB kann sich sehen lassen. Seit dem Börsenstart zeigt die langfristige Kurve nach oben. Die gute Auftragslage verspricht diesen Trend auch vorerst nicht abbrechen zu lassen.

In den vergangenen 37 Jahren ist OHB von einem Fünf-Mann-Betrieb zu einem der bedeutendsten europäischen Raumfahrtunternehmen gewachsen. OHB baut mit heute 2.400 Beschäftigten den Großteil der Satelliten für das europäische Navigationssystem Galileo. Außerdem ist das Haus der größte deutsche Zulieferer des Raketenprogramms Ariane-5. Daneben gehört das radargestützte Aufklärungssystem SAR-Lupe sowie das Nachfolgesystem SARah für die Bundesrepublik Deutschland zu den wichtigsten Projekten der Bremer. Darüber hinaus arbeitet die Technologie-Gruppe an Projekten für Ausstattung und Betrieb der Internationalen Raumstation ISS.

Im Geschäftsjahr 2017 kletterte der Umsatz der Gruppe um rund 18% auf knapp 826 Mio. Euro. Der Nettogewinn stieg um gut fünf Prozent auf 28 Mio. Euro. In diesem Jahr will das mehrheitlich in Familienbesitz (Gründerfamilie Fuchs hält knapp 70% der Aktien, hat nichts mit dem Verlag FUCHSBRIEFE zu tun) befindliche Unternehmen erstmals die magische Umsatzmarke von 1 Mrd. Euro knacken. Mehrere Großaufträge, die die Firma im vergangenen Jahr an Land gezogen hat, dürften bei der Erreichung dieses Ziels helfen.

Viel zu tun bei den Bremern...

Das Auftragsbuch ist mit rund 2,4 Mrd. Euro (plus 50% gegenüber 2016) prall gefüllt. So erhielt OHB unter anderem einen 400 Mio. Euro schweren Auftrag der Bundesrepublik Deutschland zum Aufbau eines Satellitensystems zur weltweiten elektro-optischen Aufklärung. Auch am zweiten Teil der „ExoMars"-Mission der europäischen Raumfahrtorganisation Esa und der russischen Roskosmos sind die Bremer beteiligt. OHB baut ein Trägermodul, das in zwei Jahren einen Lander und einen Rover zum Mars bringen soll.

Seit dem Börsenstart im Jahr 2002 hat sich der OHB-Kurs in der Spitze mehr als verfünffacht. Aktuell notieren die Anteilsscheine rund 35% unter dem Allzeithoch. Dieser Rücksetzer bietet langfristig orientierten Investoren eine gute Kaufgelegenheit. Die nächste Stufe der Kursrakete dürfte schon bald gezündet werden.

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Kennzahlen

Kursentwicklung

Umsatz (2017)*: 825,9 Mio.

 

Gewinn je Aktie (2017)*: 1,34

Marktkapitalisierung*:568,6 Mio.

KGV (2019e): 18,04

Div.-Rendite: 1,20%

* in EUR

 

Empfehlung: kaufen, Nachkäufe um 35 bis 30 Euro

Kursziel: 44,00 EUR, Stop-Loss: unter 28,50 EUR

Kurschance: 35% | Verlustrisiko: 14% |

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