Produktcheck: VC Value Add Plus
Anleger, die Immobilien ins Portfolio holen wollen, haben gerade eine interessante Möglichkeit dazu. Der Tübinger Asset Manager und Immobilienfonds-Manager Verifort Capital startet in diesen Tagen mit dem Vertrieb seines neuen Alternativen Investmentfonds (AIF) „Value Add Plus“. Der neue Publikumsfonds wird hauptsächlich in deutschen B- und C-Städten in Gewerbeimmobilien investieren. Der Plan des Asset Managers ist, diese Immobilien mit einem „Manage-to-Green“-Ansatz aufzuwerten und wieder auf den Markt zu bringen.
Mehr aus Immobilien machen
Verifort Capital nimmt mit dem Alternativen Investmentfonds Value-Add-Strategie ein Produkt in sein Angebot auf, das auf Büro-, Handels- und Logistikimmobilien in Deutschland fokussiert. Mit dem Begriff „Value Added“ (Mehrwert) wird eine Risikoklasse im Immobilien-Investment bezeichnet, bei der die Renditerwartung bei vergleichsweise großem Ausfallrisiko ein hohes Niveau erreicht.
Die deutsche Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin hat im Oktober ihr „go!“ für den AIF gegeben. Nun steht der „VC Value Add Plus“ privaten Investoren zur Zeichnung offen. Wir haben das neue Angebot für Sie unter die Lupe genommen. "Mit dem Fonds wurde ein Produkt entwickelt, dass zur dringend erforderlichen Transformation des Immobilienmarktes passt“, sagt Verifort-CSO Jens Müller.
Energetischer Umbau soll Rendite bringen
Der Markt für den Fonds ist groß. Denn die Nachhaltigkeitsanforderungen an Immobilien führen dazu, dass zahlreiche Bestandsimmobilien nicht mehr den ESG-Vorgaben nicht entsprechen und somit für Investoren und z.T. auch für Mieter unattraktiver werden. Umgekehrt wird die Nachfrage nach ESG-konformen Immobilien in den nächsten Jahren deutlich zunehmen.
Das aktuelle Marktumfeld für den Fonds erscheint daher grundsätzlich günstig. Hinzu kommt: Nach den heftigen Turbulenzen am deutschen Immobilienmarkt während der vergangenen Jahre ergeben sich für den VC Value Add Plus sehr gute Ankaufsgelegenheiten. Die jetzt mit einem Preisabschlag kaufbaren Bestandsimmobilien sollen mit einem „Manage-to-Green“- Ansatz durch das langjährig erfahrene und bundesweit aufgestellte Investment-Team aufgewertet und anschließend optimiert wieder auf den Markt gebracht werden.
Nachhaltigkeit gehört zu Immobilien inzwischen fest dazu
Der „Manage-to-Green“-Ansatz umfasst alle Maßnahmen, die darauf abzielen, Geschäftsprozesse und Produkte im Einklang mit dem Pariser Klimaschutzabkommen zu fördern. So ist der Nachhaltigkeitsaspekt inzwischen zu einem festen Bestandteil jeglicher Core-Investment-Strategie geworden. Der Nachhaltigkeitsbegriff bezieht sich nicht allein auf Umwelt, Klima und Energieverbrauch, sondern auf sämtliche Bereiche, die unter den ESG-Begriff fallen: Environment, Social und Governance. Denn welches namhafte Unternehmen, dass sich selbst ambitionierte Nachhaltigkeitsziele setzt, würde seine Mitarbeiter in Büros mit veralteter Haustechnik oder zugigen Fenstern arbeiten lassen?
Für eine klassische Manage-to-Core-Strategie in Bestandsimmobilien gehört somit eine Manage-to-Green-Strategie als wesentlicher Baustein dazu. Da sich die Lage überhaupt nicht und die Objekt-Qualität manchmal nur schwer optimieren lässt, kann Manage-to-Green bereits eine Investmentstrategie an sich darstellen. Die möglichen Maßnahmen mit der sich die ESG-Kriterien eines Gebäudes verbessern lassen, sind vielfältig: Modernisierung der Heizungs- und Klimaanlagen, bauliche Maßnahmen zur Optimierung der Energie- und Klimabilanz, Nutzung nachhaltiger Materialien u.v.m. So lassen sich langfristig Renditepotentiale heben.
Fonds für Privatanleger konzipiert
Mit einer Mindestbeteiligung von 5.000 Euro richtet sich der VC Value Add Plus gezielt an private Anleger. Der Fonds strebt ab Fondsschließung einen durchschnittlichen Überschuss von 6% p.a., zzgl. bevorrechtigter Anfangsauszahlung von 5% p.a. bis zur Fondsschließung an. Das angestrebte Zielvolumen liegt bei 37,4 Mio. Euro. Davon sollen 15,5 Mio. Euro über Fremdkapital und 21,9 Mio. Euro über Anlagegelder finanziert werden.
Fondsanteile können zuzüglich eines Ausgabeaufschlags von bis zu 3,00% auf das gezeichnete Kommanditkapital direkt bei Verifort gezeichnet werden. Der Alternative Investmentfonds soll bis zum 31. Dezember 2030 laufen. Regelmäßige (jährliche) Auszahlungen sind nicht geplant. Gleichwohl kalkulieren die Assetmanager mit einem durchschnittlichen Überschuss von 6,0% p.a. ab Fondsschließung und somit im Basisszenario mit einem Gesamtmittelrückfluss in Höhe von 132,5% des Kommanditkapitals. Diese Prognose erscheint uns realistisch.