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Fed senkt Zinsen und geht 2025 langsamer voran

Sinkender Realzins wird Aktien-Motor

Federal Reserve © Federal Reserve Board Photo Gallery 2023
Die Börsen haben nach dem Zinsentscheid der US-Notenbank nach unten gedreht. Der Dow ist glatt 10 Tage am Stück gefallen. Diese Reaktion dürfte aber nur eine kurze Korrektur vor dem Jahresende sein. Die Fed hat einen guten Anlass für Gewinnmitnahmen geliefert. Im nächsten Jahr wird der Realzins in den Blick geraten, denn der sinkt wieder. Das wird ein Motor für die Aktienkurse.
Kurz vor dem Jahresende lassen die Börsen nun doch nochmal Dampf ab. Auslöser war - wie zu erwarten - die US-Notenbank. Dabei hat sie nur genau das geliefert, was allen Beobachtern eigentlich längst hätte klar sein müssen. 

Die US-Notenbank ist wie erwartet den nächsten kleinen Zinsschritt nach unten gegangen. Sie hat den Leitzins um 25 Basispunkte auf maximal 4,5% gesenkt. Auch der Ausblick der Fed war so, wie wir ihn schon skizziiert hatten. Im nächsten Jahr wird es voraussichtlich mit den Zinsen weiter nach unten gehen. Allerdings nicht so schnell, wie sich manche Händler offenbar weiter erhofft hatten. 

Fed senkt 2025 wie erwartet langsamer

Für 2025 avisierte Fed-Chef Jerome Powell nun vorläufig zwei weitere Zinssenkungen. Der Leitzins in den USA wird sich somit im Jahresverlauf in Richtung 4% bewegen. Das wird die Wirtschaft, die weiter robust ist, zusätzlich stützen. Wir erwarten, dass dies aber auch dazu führt, den Handlungsspielraum der US-Notenbank nach unten weiter zu begrenzen. Denn die Inflation wird weitere Impulse bekommen. 

Einen Trendbruch bei Aktien erwarten wir nicht. Der kleine Abverkauf bei Aktien dürften Gewinnmitnahmen gewesen sein. Denn viele Händler haben nach dem sehr guten Börsenjahr nur auf einen Anlass gewartet, um mal den Verkaufs-Button zu drücken. Die Fed hat diesen Anlass nun geliefert. 

Fonds sind historisch hoch investiert

Gespiegelt wird das von den großen Fonds. Die sind nämlich so hoch investiert, wie lange nicht mehr. Die aktuelle Umfrage der Bank of America (BoA) zeigt, dass die Fondsmanager eine historisch geringe Cash-Quote haben (3,9%). Umgekehrt ist die Investment-Quote historisch hoch und die Manager fokussieren immer stärker auf den US-Markt. 

Kurzfristig kann das daher dazu führen, dass die US-Börsen unter Druck kommen, wenn die Fonds Gewinne mitnehmen und Aktien verkaufen. Mittelfristig wird der Aufwärtstrend aber erhalten bleiben, erst recht, wenn die US-Konjunktur nicht einbricht. Denn angesichts hartnäckiger Inflation und sinkender Zinsen dürften Anleihen weniger attraktiv als Aktien sein. 

Realzins sinkt wieder

Die Fokussierung auf die USA könnte sich im nächsten Jahr allerdings wieder etwas verschieben. Dann dürften andere Märkte und vernachlässigte Segmente nachziehen. Im Fokus bleiben strukturell auch Gold, Silber und Kryptowährungen, die als sichere Häfen gefragt bleiben dürften. Die Nachfrage könnte mit weiter sinkenden Zinsen sogar noch wachsen. Denn der Realzins wird im nächsten Jahr weiter schrumpfen.  

Fazit: Die Fed hat den Händlern einen guten Anlass für Gewinnmitnahmen geliert. Die Börsen werden sich nun aus dem Jahr schleichen. Im nächsten Jahr wird der Realzins sinken. Das wird ein Motor für Aktien, Edelmetalle und Kryptowährungen werden.

Hinweis: Vielen Dank für Ihre Treue, Ihr wertvolles feedback und Ihrer Analyse-Wünsche. Verlag und Redaktion wünschen Ihnen schöne und friedliche Weihnachten und einen guten Rutsch in ein gesundes, glückliches und erfolgreiches neues Jahr.

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