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Gesco AG:

Solide ausgestattet

In diesem Jahr einen Gewinn zu erwirtschaften und Dividende auszuschütten, gelingt nicht so vielen Unternehmen. Die Gesco-Holding gehört dazu. Doch positiv stimmt noch etwas anderes.
Für Value orientierte Anleger nehmen wir die Aktie der Industrieholding Gesco AG näher in Augenschein. Auf dem aktuellen Kursniveau wird der Titel mit einem für 2021 geschätzten KGV von 8,7 und deutlich unter Buchwert (KBV: 0,74) gehandelt. Dies ist im historischen Vergleich günstig. Ähnlich sieht dies wohl auch Gesco-Großaktionär und Aufsichtsratsmitglied Stefan Heimöller. Heimöller hält bislang 13,7% des Aktienkapitals der Industriegruppe. Er stockte seinen Anteil Ende April um 7.077 Aktien im Gegenwert von rund 107.000 Euro auf.

Die 1989 gegründete Beteiligungsholding Gesco legt ihren Fokus auf mittelständische, marktführende Unternehmen der Investitionsgüterindustrie. Schwerpunkt sind in der Produktprozess-Technologie, Ressourcen-Technologie, Gesundheits- und Infrastruktur-Technologie sowie der Mobilitäts-Technologie. Gesco bietet privaten und institutionellen Investoren den Zugang zu einem Portfolio sogenannter Hidden Champions des industriellen deutschen Mittelstands.

Konzentration auf wirtschaftlich gesunde Unternehmen

Die Holding konzentriert sich auf wirtschaftlich gesunde Unternehmen. Diese werden unter langfristigen Gesichtspunkten – also ohne Absicht eines späteren Verkaufs – in die Gruppe aufgenommen und weiterentwickelt. Unternehmensziel ist es, den Wert der einzelnen Beteiligungen dauerhaft zu steigern. Gesco hat sich dabei vor allem auf Nachfolgefragen spezialisiert und erwirbt stets Mehrheiten, meist sogar 100%.

Die Corona-Krise macht der Industriebeteiligungsholding zu schaffen. Vor allem das Automotive- und Investitionsgüterumfeld ist vom staatlich angeordneten Shutdown beeinträchtigt. Werksschließungen in China und in den USA bremsen das operative Geschäft. Sie führen unter anderem zu Verschiebungen bei der Auslieferung von Maschinen.

Bis zu 11 Mio. Euro Jahresüberschuss prognostiziert

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die Konzernführung einen Konzernumsatz in der Bandbreite zwischen 540 und 550 Mio. Euro. Außerdem einen Jahresüberschuss zwischen 8 und 11 Mio. Euro. Im Vorjahr verdiente die Gruppe bei einem Umsatz von 580,3 Mio. Euro noch 12,4 Mio. Euro.

Positiv an dieser Prognoseanpassung ist, dass der Gesco-Vorstand die Ausschüttung nicht komplett aussetzt. Allerdings wird der Dividendenvorschlag zur Schonung der Liquidität am unteren Ende der neu definierten Bandbreite – künftig sollen zwischen 20 und 60 % des Konzerngewinns als Dividende ausgeschüttet werden, zuvor lag die Zahl bei rund 40% – verortet. Dies unterstreicht einerseits die solide Eigenkapitalausschüttung des Unternehmens. Andererseits stimmt es zuversichtlich, dass Gesco nach der Krise wieder nachhaltig und profitabel wachsen kann.

Langfristig orientierte Value-Anleger kaufen die Aktie der Gesco AG zu aktuellen Kursen. Der Titel ist fundamental günstig. Die Aussagen zur Dividende stimmen vorsichtig optimistisch. Mögliche Rücksetzer Richtung 13 Euro sind einzukalkulieren und bieten Nachkaufgelegenheiten.

Empfehlung: Kaufen. Rücksetzer Richtung 13 Euro für Nachkäufe nutzen

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