Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
1649
Ökologische Bauweise als Krisenlösung: Steicos Aufschwung im Baugeschäft

Steico: Nachfrage zieht überraschend an

© lisegagne / Getty Images / iStock
Steico, der führende Hersteller von ökologischen Bauprodukten, profitiert von einer steigenden Nachfrage nach nachhaltigem Bauen. Trotz der Krise in der Bauwirtschaft ist das Unternehmen optimistisch. Die Aktie hat Potenzial, ein Turnaround scheint in Sicht.

Mit der wachsenden Nachfrage nach nachhaltigen Bauweisen positioniert sich Steico als Profi im Zukunftsmarkt des ökologischen Bauens. Die Steico SE mit Sitz bei München entwickelt, produziert und vertreibt ökologische Bauprodukte aus nachwachsenden Rohstoffen, insbesondere Holz. Steico bietet als weltweit führender Hersteller von Holzphaser-Dämmstoffen ein umfassendes Bausystem, das insbesondere im Neubau sowie bei der Sanierung von Gebäuden verwendet wird.

Angesichts steigender Anforderungen an Energieeffizienz und Klimaschutz gewinnt nachhaltiges Bauen zunehmend an Bedeutung. Die Baubranche ist für einen erheblichen Anteil der CO2-Emission verantwortlich. Somit steckt im umweltfreundlichen Bauen eine Menge Zukunftspotential. Steicos Holzfaser-Dämmstoffe tragen durch ihre CO2-Speicherfähigkeit dazu bei, den Energieverbrauch von Gebäuden zu senken und deren CO2-Bilanz zu verbessern. 

Bauwirtschaft in der Krise

Die Krise in der Bauwirtschaft hat dem Dämmstoffspezialisten deutlich zugesetzt. Während der Konzernumsatz in den vergangenen fünf Jahren noch um durchschnittlich 4,04% p.a. auf 376,28 Mio. Euro (2024) wuchs, ging das operative Ergebnis um durchschnittlich 6,3% jährlich auf 23,33 Mio. Euro zurück. 

Nun zeigt sich Steico für das laufende Jahr überraschend zuversichtlich und hebt die Prognose für das laufende Jahr an. Bisher stellte der Dämmstoffprofi ein Umsatzplus von 3% in Aussicht – in der neuen Rechnung geht man von 3 bis 6% Umsatzwachstum aus. Damit dürfte für das Gesamtjahr ein Konzernumsatz zwischen 388 und 399 Mio. Euro erreicht werden. Für das EBIT zeigt sich Steico optimistischer und rechnet mit 29 bis 35 Mio. Euro (zuvor: 27-35 Mio. Euro). Steico begründet seine positive Einschätzung mit einer gestiegenen Nachfrage nach Steico-Produkten. 

Aktie mit Potenzial

Das Unternehmen kommt somit schneller aus der Krise als zunächst gedacht. Der Aktienkurs hat vor diesem Hintergrund eine Menge Luft. Ein Blick auf den Chart zeigt: Steico arbeitet gerade an einer Bodenbildung. Ein nachhaltiger Anstieg über den kurzfristigen Widerstand um 24 Euro muss noch her. Dann geht es Richtung der 30-Euro-Marke. Aus fundamentaler Sicht ist die Aktie günstig (KGV: 19, KBV; 0,74). Kaufen und Investment in einem sich abzeichnenden Turnaround ausbauen.

 

Empfehlung: kaufen

Kursziel: 31,20 EUR; StopLoss: < 19,84 EUR

Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt IX in KW 23: Rendite, Risiko und Handel

BTV setzt sich ab

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Im Performance-Projekt 9 zeigt sich in Kalenderwoche 23 ein klares Kräfteverhältnis: Nur vier Vermögensverwalter schlagen das Benchmarkdepot, während die Mehrheit zurückbleibt. Gleichzeitig öffnet die schwache Entwicklung des Vergleichsmaßstabs ein seltenes Zeitfenster für aktive Strategien. Doch nur wenige nutzen diese Chance konsequent. Anleger erkennen immer deutlicher: Nicht Stabilität allein entscheidet, sondern die Fähigkeit, in schwierigen Marktphasen gezielt Mehrwert zu schaffen.
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt VIII in KW 23: Vermögensmanager im Härtetest

Spitzengruppe um Deutsche Oppenheim und BW-Bank enteilt

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Im Performance-Projekt 8 zeigt sich eine klare Zweiteilung: Während einige Vermögensverwalter den Benchmark deutlich übertreffen, bleibt ein großer Teil des Feldes hinter der Referenz zurück. Das Benchmarkdepot (vermögensverwaltende Fonds) liefert stabile Ergebnisse, überzeugt jedoch vor allem durch Kontrolle statt Dynamik. Wer aktuell wirklich Mehrwert liefert, entscheidet sich im Spannungsfeld aus Vermögenswachstum, Risikomanagement und konsequenter Umsetzung der Allokationsstrategie.
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt VII in KW 23: Stabile Woche, klare Divergenzen

Berliner Sparkasse setzt Akzent – Volksbank Kraichgau und DRH aktiv, Rest verharrt und schlägt teils dennoch die Benchmark

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Projekt 7 präsentiert sich in dieser Woche bemerkenswert ruhig – und gerade darin liegt die eigentliche Dynamik. Während mehr als 90 % der Teilnehmer keinerlei Veränderungen vornehmen, nutzt die Berliner Sparkasse gezielt die Zinsbewegung zur Umschichtung. Volksbank Kraichgau und DRH Vermögensverwaltung bleiben punktuell aktiv. Die Vermögen steigen moderat, die Risiken divergieren deutlich. Auffällig ist jedoch: Viele Häuser übertreffen die Benchmark ganz ohne Handelsaktivität. Lesen sie hier.
Zum Seitenanfang