Stryker Corp. hat noch Luft nach oben
Der US-Medizintechnikkonzern Stryker ist einer der weltweit führenden Anbieter von medizinischen und chirurgischen Produkten. Das umfangreiche Leistungsspektrum des Konzerns umfasst orthopädische Implantate, Trauma-Systeme, verschiedene chirurgische Instrumente, Endoskopie-Systeme sowie unterschiedliches Zubehör und Verbrauchsmaterial für die Versorgung von Patienten.
Das operative Geschäft lässt sich in zwei Bereiche gliedern: MedSurg & Neurotechnology und Orthopaedics & Spine. Der erste befasst sich im Wesentlichen mit der Herstellung und dem Vertrieb von chirurgischer Ausrüstung, Instrumenten für die Endoskopie sowie medizinischer Notfallausrüstung. Darüber hinaus werden Lösungen für minimalinvasive Eingriffe und traditionelle Eingriffe am Gehirn angeboten. Im Geschäftsbereich Orthopaedics and Spine ist die Produktion von Implantaten für Gelenkersatzoperationen wie Hüft-, Knie- und Schulteroperationen zusammengefasst. Hier ist Stryker nach eigenen Angaben führend und zählt neben Konkurrenten wir Medtronic und Johnson & Johnson zu den fünf größten Playern.
Stetiges Wachstum und Übernahmen
Die stetig wachsende Nachfrage nach HealthCare-Lösungen beschert dem Konzern verlässliche und stabile Umsatzsteigerungen. Der Konzernumsatz wuchs während der vergangenen fünf Jahre um durchschnittlich 7,7% p. a.auf 20,5 Mrd. US-Dollar. Das operative Ergebnis zog im selben Zeitraum im Durchschnitt um rund 5,3% p.a. auf 4,3 Mrd. US-Dollar an.
Zu Monatsbeginn gab Stryker die Übernahme der Artleon Inc. bekannt. Artleon ist auf Weichteilfixierungen für Fuß und Knöchel sowie auf sportmedizinische Eingriffe spezialisiert. Die Übernahme soll Strykers Angebot im Bereich Weichteilfixierungen für Bänder- und Sehnenrekonstruktionen stärken. Artleon hat eine Technologie entwickelt, um die biologische und mechanische Bänder- und Sehnenrekonstruktion zu verbessern. Diese Technologie wurde weltweit bereits mehr als 60.000 Implantationen eingesetzt.
Aktie klettert kontinuierlich
Der Kurs der Stryker-Aktie bewegt sich in einem langfristig intakten Aufwärtstrend und notiert rund 4% unter Allzeithoch. Aus fundamentaler Sicht ist die Aktie mit einem KGV um 26 und einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 6,85 zwar kein Schnäppchen. Doch angesichts des stabilen Unternehmenswachstum und der hohen Profitabilität (operative Marge: 18,6%) bleibt hier noch viel Luft nach oben. Die Aktie kann an schwachen Börsentagen eingesammelt werden.