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Editorial

Value-Anleger mit Bauchschmerzen

Die Börsen setzen ihre Jahresendrally ungebremst fort. Ein Rekord jagt den nächsten - und das grummelige Bauchgefühl von Value-Anlegern wird immer größer. Dennoch heißt es mittanzen, denn noch spielt die Notenbank-Musik.

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

vor einem Jahr schrieb ich an dieser Stelle: "Das Börsenjahr 2020, das erste eines neuen Börsenjahrzehnts, wird interessant. Ich denke, dass uns ein Jahr neuer Rekorde und einiger Überraschungen mit jähen Wendungen bevorstehen wird." Diese Aussagen trifft auch für 2021 zu. 

Notenbanker und Staat steuern die Märkte

Für das Börsenjahr 2020 war die Einschätzung jedenfalls goldrichtig, wenn auch aus anderen Gründen als den von der Redaktion von FUCHS-Kapital vermuteten. Das Corona-Virus und seine weltweiten Auswirkungen hatten wir Anfang Januar 2020 nicht als Schwarzen Schwan auf dem Schirm. Dennoch ist unsere Strategie im Jahr gut aufgegangen. Das lag schlicht daran, dass die Notenbanken weiter an ihrer Politik der "gesteuerten Hausse" festgehalten haben. Diesen Kurs fahren die Geldhüter nun bereits seit 2014 (vgl. FUCHS-Geldanlagebuch Anlagechancen 2015 "Die gesteuerte Hausse"). 

An der Marschroute der Notenbanker ändert sich auch 2021 nichts grundlegend. Wichtig für die Börsen ist nur: Die "Geldhüter" bleiben verlässlich, stellen enorm viel Liquidität bereit und halten die Zinsen am Boden. Das Resultat sind kanalisierte Anlagen in alternativlose Anlageklassen. Das wird auch in diesem Jahr die Börsen auf neue Höhen treiben und bisher gekannte Bewertungsmaßstäbe verwässern.

Für Anleger bedeutet dies im Trend klare Sicht. Value-Investoren werden mit Bauchschmerzen mittanzen. Daneben gilt es, wachsam zu bleiben und darauf zu hören, ob die Notenbank-Musik allmählich ausklingt. ich wünsche Ihnen für 2021 viel Erfolg und bleiben Sie gesund.
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