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Stabile Ausschüttungen

Vantage Towers profitiert von 5G

Vantage Towers profitiert von 5G. Copyright: Vantage Towers
Die Aktien von Vantage Towers legte einen soliden Start aufs Parkett. Mitte März zu 24,00 Euro je Aktie von der Konzernmutter Vodafone abgespalten, fiel das erste Kursplus mit rund drei Prozent (erster Kurs: 24,80 €) zwar eher bescheiden aus. Inzwischen hat sich hier jedoch ein stabiler Aufwärtstrend etabliert. Die Aktie handelt aktuell rund 13% über IPO-Preis und dürfte in den Tech-DAX aufrücken.

Das Geschäft der Vodafone-Tochter bietet Anlegern Sicherheit und Ausschüttungen. Vantage Towers zählt zu den größten Betreibern von Sendemasten und bewirtschaftet rund 82.000 Funkmasten in zehn Ländern Europas. In Deutschland besitzt das Unternehmen rund 19.400 Sendestationen und kommt damit auf einen Marktanteil von rund 29%. Die Sendekapazitäten werden an Telekom-Anbieter vermietet, die Vodafone-Gruppe stellt dabei selbst den wichtigsten Mieter dar. Am italienischen Mitbewerber INWIT hält Vantage Towers einen Anteil von 33,2%. Das Portfolio des Unternehmens umfasst Türme, Masten, Dachstandorte, Distributed Antenna Systems und Small Cells.

Im Durchschnitt hängen an jedem konzerneigenen Funkturm etwa 1,4 Sendeanlagen. Diese Vermietungsquote möchte Vantage Towers mittelfristig auf 1,5 steigern. Dabei helfen dürfte der Ausbau des 5G-Netzes. Die Vodafone-Tochter wird bei der digitalen Transformation ein Europa eine zentrale Rolle spielen.

Solides Wachstum, satte Marge

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Vantage Towers die selbst gesteckten Unternehmensziele erreicht. Der Pro-Forma-Umsatz kletterte um 2,2% auf 966 Mio. Euro. Das um Sondereffekte und Leasing-Buchhaltungseffekte bereinigte EBITDA stieg um 2,1% auf 524 Mio. Euro. Hier zeigt sich die hohe Profitabilität des Geschäftsmodells. Die Bruttomarge liegt bei beachtlichen 54%.

Die hohe Planbarkeit im Geschäftsverlauf macht den Titel vor allem für einkommensorientierte Anleger interessant. Rund 60% des wiederkehrenden Free Cashflow will Vantage Towers regelmäßig als Dividende ausschütten. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2020/21 sind 280 Mio. Euro an Dividende vorgesehen. Damit liegt die Ausschüttungsquote mit knapp 73% des Free Cashflow deutlich über dem angepeilten Mittelfristziel.

Kaufen, schlafen legen und Dividenden kassieren

Mit einem KGV von rund 35 ist die Aktie des Funkmastenbetreibers kein Schnäppchen. Die Stabilität des Geschäfts und die starke Marge rechtfertigen jedoch das hohe Gewinnmultiple. Das Vermietungsgeschäft dürfte zudem durch den 5G-Ausbau einen weiteren Wachstumsschub erhalten. An schwachen Börsentagen einsammeln.

Empfehlung: kaufen Kursziel: 34,44 EUR, Stop-Loss: unter 25,40 EUR (SK Xetra)

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