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Windenergie aus Dänemark

Vestas Wind Systems: Aktie mit Erholungspotenzial

V236-15.0 MW prototype - Vestas © Courtesy of Vestas Wind Systems A/S
Die dänische Vestas ist eines der größten Windenergie-Unternehmen der Welt. Vestas wickelt komplette Windenergie-Projekte international ab. Das 1945 im dänischen Aarhus gegründete Unternehmen beschäftigt mehr als 30.000 Menschen und hat in 88 Ländern Windkraftanlagen installiert. Diese produzieren eine Leistung von mehr als 185 GW. Das Unternehmen blickt gut gelaunt ins neue Jahr.

Die dänische Vestas ist eines der größten Windenergie-Unternehmen der Welt. Vestas fertigt, installiert und wartet Windenergie-Projekte international. Das Unternehmen hat Windkraftanlagen mit einer Leistung von über 185 GW installiert. Dabei installiert Vestas nicht nur die Windturbinen (on- und offshore), sondern erzielt auch wiederkehrende Einnahmen aus der Wartung und Installation der Anlagen. Auf diese Weise lassen sich Schwankungen bei den Windturbinen-Verkäufen glätten. 

Vestas hat sich zuletzt etwas schlanker aufgestellt und unprofitable Werke geschlossen. Lieferketten-Probleme, höhere Einkaufspreise, Projektverschiebungen und gestiegene Zinsen haben die Geschäftsentwicklung belastet. Inzwischen weist der Trend jedoch wieder nach oben. So konnte Vestas den bereinigten operativen Gewinn im dritten Quartal von 70 auf 235 Mio. Euro steigern und die Marge von 1,6 auf 4,5% verbessern. Der Umsatz stieg um fast 20% auf rund 5,2 Mrd. Euro. Unter dem Strich verdiente Vestas mit 127 Mio. Euro deutlich mehr als im Vorjahr (28 Mio. €). Die Börse ließ sich von den Zahlen allerdings nicht begeistern.

Gesenkter Jahresausblick

Vestas hat seinen Jahresausblick auf das untere Ende der EBIT-Prognosespanne von 4 bis 5 % gesenkt. Bereits im Spätsommer hatte Vestas das obere Ende seiner Umsatz- und Ergebnisprognose für 2024 aufgrund höherer Dienstleistungskosten und operativer Ineffizienzen heruntergenommen. Der Jahresumsatz soll nun zwischen 16,5 und 17,5 Mrd. Euro liegen. Der Aktienkurs brach daraufhin Anfang November noch einmal deutlich ein. 

CFO verlässt seinen Posten

Vor wenigen Tagen meldete Vestas nun, dass Hans Martin Smith – CFO des Unternehmens – seinen Posten zum Jahresende aufgeben wird. Smith ist seit März 2022 Finanzvorstand von Vestas. Er war laut Vestas maßgeblich daran beteiligt, „ein stark verlustbringendes Jahr 2022 in ein profitables Jahr 2023 zu verwandeln“. Smith selbst erklärte, er habe nach 20 Jahren im Unternehmen und „angesichts der kontinuierlichen Verbesserung der Rentabilität von Vestas“ beschlossen, sich nach was Neuem umzusehen. Ein Nachfolger wird bereits gesucht, ist jedoch noch nicht gefunden. Dies hat den Aktienkurs zuletzt zusätzlich belastet. 

Auf dem aktuellen Kursniveau ist Vestas mit einem KGV um 13 fundamental günstig. Vor allem vor dem Hintergrund eines hohen Auftragsbestands. Im dritten Quartal verzeichnete der Windenergie-Riese Auftragseingänge im Volumen von 4,4 GW und verfügt insgesamt über Aufträge im Wert von 63,4 Mrd. Euro. Erste Stücke kaufen und Position in einer sich abzeichnenden Bodenbildung ausbauen.

Empfehlung: kaufen Kursziel: 177,50 DKK; SL: < 73,40 DKK
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