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Baustoffe für die Renovierung der maroden Straßen, Brücken und Gebäude

Vulcan Materials liefert die Substanz der US-Infrastruktur

Vulcan Materials liefert die Substanz der US-Infrastruktur. Copyright: Pexels
Joe Biden hat die Sanierung Amerikas maroder Infrastruktur zu einem Ziel seiner Amtszeit erklären. Dafür braucht es nicht nur Gelder, sondern auch einiges an Baustoffen. Ersteres liefert der US-Steuerzahler, zweiteres kommt von Vulcan Materials.

Mit die größten Profiteure von Bidens Infrastruktur-Act sind Hersteller von Baustoffen und -materialien wie Vulcan Materials. Das bereits 1909 gegründete Unternehmen produziert und vermarktet chemische Materialien und Konstruktionskomponenten für die Bauindustrie. Der Schwerpunkt liegt auf der Herstellung von Zuschlagstoffen (Zement- und Betonzumischungen von Sand und Kies), Baumaterialien (Schotter, Sand, zermahlener Beton, Flugasche) und chemischen Produkten wie Natronlauge, Chlor, Salzsäure oder Kalium. 

Breites Kundenfundament schafft (Planungs-)Sicherheit

Vulcan Materials ist in 20 Bundesstaaten der USA präsent und verfügt über einen hoch diversifizierten Kundenstamm. So trugen die fünf größten Kunden im vergangenen Jahr gerade einmal rund 7,5% zum Konzernumsatz bei – kein einzelner Kunde kommt auf mehr als 1,8%.

Neben dem Bau von Gebäuden spielen Vulcan-Produkte eine Schlüsselrolle beim Bau und in der Instanthaltung der öffentlichen Infrastruktur. Das Unternehmen verfügt über 380 aktive Zuschlagstoffanlagen und ist – eigenen Angaben zufolge – der größter Hersteller von Zuschlagstoffen in den USA. Die Vorräte des Unternehmens an Zuschlagstoffen reichen für die nächsten 80 Jahre. Daneben ist der Konzern auch ein wichtiger Baustoffhersteller für Asphalt und Transportbeton. Mehr als 70 Asphaltanlagen und 46 Betonwerke befinden sich im Besitz des Unternehmens.

Übernahme von U.S. Concrete erweitert Produktportfolio

Mit dem Kauf des US-Betonherstellers U.S. Concrete im Juni diesen Jahres hat Vulcan Materials sein Produktportfolio und seine Marktstellung noch einmal deutlich ausgebaut. U.S. Concrete, welches vor allem in den großen Ballungszentren der USA tätig ist, ergänzt nicht nur das Geschäft von Vulcan. Der Deal bietet zudem strategisch ausgerichtete Transportbetonaktivitäten, die die Servicekapazitäten von Vulcan deutlich erweitern werden.

Im ersten Quartal des laufenden Jahres stieg der Konzernumsatz zwar nur um 2% auf 1,068 Mrd. Dollar (Q1/20: 1,049 Mrd. USD). Doch eine strikte Kostenkontrolle verbesserte den Bruttogewinn von 194,1 Mio. Dollar auf 223,6 Mio. Dollar deutlich (plus 13 %). Das unterstreicht die Fähigkeit des Unternehmens, trotz geringem Umsatzwachstums die Profitabilität überproportional steigern zu können.

Biden-Paket sorgt für Kurs-Fantasie

Aus fundamentaler Sicht ist die Aktie von Vulcan Materials mit einem für 2022 geschätzten KGV von rund 29 zwar kein Schnäppchen. Doch mit Bidens Infrastrukturplan im Rücken dürfte das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht sein. Langfristig orientierte Anleger kaufen erste Stücke und bauen ihr Investment an schwachen Börsentagen aus.

Empfehlung: kaufen Kursziel: 200 USD, Stop-Loss unter 168 USD

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