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Wacker Neuson: Profiteur des Gaza-Wiederaufbaus und von Infrastruktur-Investitionen

Wacker Neuson: Solide Aussichten trotz europäischer Bauflaute

© RomoloTavani / Getty Images / iStock
Wacker Neuson, ein führender Baumaschinenhersteller, verfolgt ehrgeizige Wachstumspläne. Trotz der schwachen europäischen Baukonjunktur zeigt das Unternehmen operative Stärke und plant ein Umsatzwachstum im zweiten Halbjahr. Ist auch die Aktie vielversprechend?

Baumaschinenhersteller wie Wacker Neuson dürften stark vom Wiederaufbau der Gaza-Region profitieren. Wacker Neuson entstand 2007 aus der Fusion von Wacker mit der österreichischen Neuson Kramer Baumaschinen AG. Die Wurzeln des Unternehmens reichen jedoch bis ins Jahr 1848 zurück., als Johann Christian Wacher in Dresden eine Schmiedewerkstatt eröffnete. Die Gründerfamilien halten weiterhin die Aktienmehrheit des Unternehmens, was für eine stabile Eigentümerstruktur sorgt. Der Streubesitz liegt bei knapp 28%. 

Wacker Neuson entwickelt und vertreibt Baumaschinen und -geräte. Das Unternehmen hat vor allem im Bereich Light Equipment (Maschinen zur Boden- und Betonverdichtung) eine starke Marktstellung in Europa. In den Bereichen Stampfer, Platten, Grabenwalzen sowie Betonverdichtung zählt das Unternehmen zu den wichtigsten Anbietern und verfolgt durch innovative elektrische Maschinen („Zero Emission“-Strategie) ehrgeizige Wachstumspläne. 

Müde europäische Baukonjunktur bremst

In den vergangenen fünf Jahren gelang es dem Baumaschinenhersteller den Konzernumsatz um rund 6,7% p.a. auf 2,2 Mrd. Euro zu steigern. Das operative Ergebnis stieg im selben Zeitraum um durchschnittlich rund 5,6% p.a. auf 113,9 Mio. Euro. Die schleppende europäische Baukonjunktur hat dem Unternehmen im vergangenen Jahr jedoch deutlich zugesetzt. Im ersten Halbjahr 2025 ist der Baumaschinenhersteller wieder auf den Erfolgskurs zurückgekehrt. Mit 1,07 Mrd. Euro Umsatz lag Wacker Neuson zwar 10,8% unter dem Vorjahresergebnis. Doch die EBIT-Marge erholte sich im zweiten Quartal spürbar auf 7,6%. Damit lag sie leicht über dem Zielkorridor von 6,5% bis 7,5%. 

Diese Entwicklung kommt nicht von ungefähr. Das Wacker-Management hatte frühzeitig reagiert und Effizienzprogramme gestartet. Dabei half auch ein seit Jahresbeginn kräftig gewachsener Auftragsbestand, der für bessere Planungssicherheit sorgte. Vor allem die Entwicklung des Free Cash Flow kann sich sehen lassen. Dieser lag mit 67,7 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahreswert von gerade einmal 4,5 Mio. Euro. 

Aktie mit hohem Abschlag

Diese operative Stärke ist ein Beleg dafür, dass der Baumaschinenhersteller auch in schwierigen Zeiten Geld verdient. Die Aussichten für das Gesamtjahr bestätigte das Management. Wacker Neuson rechnet im zweiten Halbjahr mit einem Umsatzwachstum von rund 9% und einer EBIT-Marge von etwa 8,7%. 

Aus fundamentaler Sicht ist der Titel mit einem KGV unter 14 und einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,66 günstig. Dividendenfreunde können sich auf dem aktuellen Kursniveau über eine Ausschüttungsrendite von gut 3% freuen. Vom Jahreshoch bei 25,95 Euro hat die Aktie rund 25% korrigiert. Im Kursbereich um 18 Euro liegt die nächste technische Unterstützung.

Empfehlung: kaufen
Kursziel: 23,80 EUR; StopLoss: unter 17,60 EUR

 
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