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Konzernumbau und steigende Zinsen geben Schub

Zahlt die Commerzbank bald wieder mit Dividende?

Commerzbank © 2004-2022 Commerzbank AG
Der seit zwei Jahren forcierte Konzernumbau der Commerzbank ist erfolgreich. Die Bank hat in den ersten neun Monaten des Jahres schon fast den gesamten geplanten Jahresgewinn eingefahren. Jetzt kommen noch die steigenden Zinsen dazu. Der Aktienkurs ist zwar schon deutlich gestiegen. Die fundamentalen Eckdaten sprechen aber weiter für ein Investment.

Die Aktie der Commerzbank profitiert von der Aussicht darauf, dass wieder Dividende gezahlt werden könnte. Außerdem geben Spekulationen über Aktienrückkäufe dem Titel Rückenwind. Der Branchenzweite ist Deutschlands führende Bank in der Mittelstandsfinanzierung und betreut rund 30.000 Firmenkundenverbände sowie rund 11 Millionen Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland. Das Geldhaus ist im Firmenkundengeschäft international in rund 40 Ländern vertreten. 

Konzernumbau erfolgreich

Seit zwei Jahren wird der Konzernumbau forciert. Nun sieht sich das Kreditinstitut wieder auf Kurs. Bereits nach neun Monaten hat die Bank einen Nettogewinn in Höhe von 963 Millionen Euro  eingefahren (Vorjahr: 9 Mio. Euro). Das für das Gesamtjahr angestrebte Konzernergebnis von mehr als 1 Milliarde Euro war damit schon beinahe erreicht. Von Januar bis September stiegen die Erträge um 12% auf 7,1 Mrd. Euro (Vorjahr: 6,35 Mrd. Euro). Das operative Ergebnis sprang um 51% auf 1,57 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,04 Mrd. Euro) an. Auch die harte Kernkapitalquote verbesserte sich weiter und lag per 30.9. bei 13,8%. 

Im abgelaufenen Jahr dürfte das ursprünglich avisierte Ziel für den Nettogewinn deutlich übertroffen werden. Denn im vierten Quartal wird der Mittelstandsfinanzierer bereits von steigenden Zinsen profitiert haben. Damit steht der Aufnahme einer Dividendenzahlung für 2022 nichts mehr im Weg. Rund ein Drittel des Jahresgewinns sollen für 2022 an die Anteilseigner ausgeschüttet werden. Für 2023 soll es dann die Hälfte sein. Die geschätzte Dividendenrendite dürfte sich damit bei über 3% einpegeln. Auch Aktienrückkäufe sind ab dem Frühjahr wieder denkbar. Bei Rückstellungen für mögliche Kreditausfälle ist der Branchenzweite konservativ und hatte bereits im vergangenen Jahr Vorsorge über das übliche Maß hinaus getroffen.

Aktie mit erheblichem Abschlag auf fairen Wert

Die Aktie wird derzeit mit einem KGV von 7 bewertet und notiert weiterhin knapp zwei Drittel unter Buchwert (KBV: 0,33). Das ist ein erheblicher Abschlag. Auch charttechnisch hellt sich das Bild stark auf. Zu Jahresbeginn zog der Kurs über den technisch wichtigen Widerstand von 9 Euro. Zweistellige Notierungen dürften nur eine Frage der Zeit sein. Anleger kaufen eine erste Position und nutzen Rücksetzer in den Bereich um 8,50 zum Ausbau ihres Investments.

Empfehlung: kaufen Kursziel: 11,88 EUR, Stopp-Loss unter 7,98 EUR
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