Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
2287
Produktcheck: GLS Alternative Investments – Mikrofinanzfonds

Nachhaltigkeit und Ökologie im Fokus

Für immer mehr Anleger spielen Ökologie, Nachhaltigkeit und soziale Ausgewogenheit bei Investments eine große Rolle. Mit dem GLS Alternative Investments Fonds bekommen sie genau das.

Inzwischen gibt es eine Vielzahl an Anlageprodukten, mit denen Investoren ESG-Kriterien bei der Anlage berücksichtigen können. Nachhaltig orientierte Investmentfonds verzichten z.B. auf die Anlage in ethisch kritische Unternehmen und schließen Aktien von Rüstungs- und Waffenfirmen, Atomkraft, Glücksspiel oder Alkohol grundsätzlich aus.

Andere Anlageprodukte fördern gezielt den Ausbau ökologischer und sozialer Projekte. Damit engagieren sie sich direkt und streben mit ihren Investments beispielsweise an, Umweltzerstörung und Ressourcenmissbrauch (Verschwendung) zu verhindern oder Armut zu reduzieren.

Ein solches Investmentprodukt bietet nun die sozial-ökologisch orientierte GLS Bank an. Das Finanzinstitut mit Hauptsitz in Bochum verzichtet gänzlich auf die Spekulation an den Wertpapiermärkten oder die Finanzierung problembehafteter Branchen und Industrien. Stattdessen gilt die Bank seit mehr als vierzig Jahren als Vorreiter im sozial-ökologischen Bankgeschäft und fördert gezielt nachhaltige Projekte und Branchen – von der ökologischen Landwirtschaft, über regenerative Energien bis hin zur Bildung.

Zugang zu Schwellen- und Entwicklungsländern

Mit dem GLS Alternative Investments Mikrofinanzfonds können Investoren in vergleichsweise risikoarmen Mikrofinanzierungen investieren. Der Fonds verschafft Kreditnehmern in Schwellen- und Entwicklungsländern einen Zugang zum Kapitalmarkt und zu Finanzdienstleistungen. Dazu zählen neben Krediten auch Finanztransaktionen und Versicherungen.

Mit den eingeworbenen Mitteln des Fonds werden Mikrofinanzinstitute (MFI) refinanziert. Diese vergeben Kleinstkredite an Privatpersonen sowie Kleinunternehmer. Ein Totalverlustrisiko ist unwahrscheinlich, denn die Kreditnehmer zahlen fast ohne Ausnahme ihre Darlehen zurück. Die Rückzahlungsquote liegt bei mehr als 95%. Ein neues Darlehen erhält der Kreditnehmer erst, wenn das alte zurück bezahlt ist. Die Darlehen sind auf über 50 Mikrofinanzinstitute in rund 25 Ländern breit verteilt.

Ein Drittel des Fondsvermögens entfällt auf Finanzierungen in Osteuropa. Der Rest verteilt sich auf Asien (ca. 21%), Afrika (ca. 16%) und Lateinamerika (ca. 15%). Ein Anlagebeirat legt Positiv- und Ausschlusskriterien fest und überwacht die Mittelverwendung. Im internen Analyseprozess werden die Arbeitsweisen, Kreditbedingungen, das Management, die wirtschaftliche Stabilität und die Zukunftsfähigkeit der Mikrofinanzin-stitute geprüft. Darüber hinaus sorgt ein jährlicher Investitionsbericht für eine hohe Transparenz bezüglich der Investitionen. Monatliche Reportings informieren online über die jeweils größten Finanzierungen.

Anzahl der bewilligten Darlehen steigt

Der im Dezember 2015 aufgelegte Alternative Investmentfonds hat inzwischen Darlehen an knapp 30.000 Kleinunternehmer vergeben. Die durchschnittliche Darlehenssumme beträgt 2.764 Euro je Kreditnehmer. In diesem Jahr überschritt der Fonds erstmals die 100-Millionen-Euro-Marke (AUM). Das zeigt, dass sich neben verschiedenen Privatanlegern immer mehr institutionelle Investoren für den Nachhaltigkeitsfonds der GLS Bank interessieren.

Seit Auflage hat der GLS Alternative Investments – Mikrofinanzfonds eine extrem niedrige Volatilität (1-Jahr: 1,07 %). Zugleich hat er eine Rendite von knapp 3,8% erwirtschaftet.

Fondsanteile können, zuzüglich eines Ausgabeaufschlags von 2,50% jeweils zum Monatsende direkt über die KVG erworben werden. Eine Rückgabe der Anteile ist nur zum Ende eines Halbjahres (Ende Juni und Ende Dezember) möglich. Die laufenden Kosten (TER) betragen rund 2,04 % p.a.

ka171207_5

i

GLS Alternative Investmens - Mikrofinanzfonds

 

Auflagedatum: 15.12.2015

Stärken-Schwächen-Profil

  • + alternatives Investment

FUCHS-Bewertung 4/5

Bewertungsfazit: Der Fonds zeichnet sich seit Auflage durch eine besonders geringe Volatilität aus. Das hauseigene Anlagegremium prüft die Stabilität der entsprechenden Banken und beurteilt auch die Nachhaltigkeit der Investments. Das unterstreicht den hohen Qualitätsanspruch des Fondsinitiators. Die junge Fondshistorie lässt noch keine umfassende Chance-Risiko-Einschätzung zu. Jedoch zeigt der hohe Mittelzufluss in kurzer Zeit ein hohes Anlageinteresse. Ein Manko ist die unflexible Ausstiegsmöglichkeit. Allerdings wird durch diese Hürde der langfristige Charakter noch einmal unterstrichen.

Produktcharakteristika

Fondsvolumen: 100,72 Mio. EUR

  • + korreliert kaum mit der Entwicklung anderer Assetklassen

Ausschüttungsart: ausschüttend

  • + Risikoarm, da hohe Rückzahlungsquote bei Mikrodarlehen

Börsenhandel: nein

  • + hohe Transparenz

Gesamtkostenquote (TER): 2,04% p.a.

  • - laufende Kosten vergleichsweise hoch

Anlagestrategie: Refinanzierung von Mikrofinanzinstituten, die ihrerseits Mikrodarlehen vergeben

  • - Rückgabe der Anteile nur zweimal jährlich möglich

Fazit: Anleger, denen neben der Erzielung einer Rendite vor allem der nachhaltige Effekt ihres Investments wichtig ist, können mit dem GLS Alternative Investments – Mikrofinanzfonds ihr Depot gezielt um die Anlagemöglichkeit der Mikrokredite diversifizieren. Die Wertentwicklung des Fonds korreliert nur wenig bis gar nicht mit dem Auf und Ab anderer Assetklassen. Der Fonds eignet sich für langfristig orientierte Anleger und sehr gut für Stiftungen.

Meist gelesene Artikel
  • Aufnahmeverfahren der "Klimaschutz-Unternehmen" startet in die nächste Runde

Ein attraktives Öko-Netzwerk

Networking ist wichtig, gerade im B2B-Geschäft. Für Unternehmen in den Bereichen Klima- und Umweltschutz gibt es dafür eine interessante Initiative mit hochkarätigen Schirmherren.
  • Fuchs plus
  • Industriemetall im Höhenflug

Bei Platin stockt das Angebot

Platin wird für seine katalytischen Eigenschaften geschätzt. Es beschleunigt chemische Reaktionen und hilft, die Ausbeute zu steigern, beispielsweise bei der Herstellung von Salpetersäure, einem wichtigen Ausgangsmaterial für die Herstellung von Düngemitteln. Kein Wunder, dass ein Angebotsrückgang Folgen hat. Industrie wie Anleger sollten das beachten.
  • Fuchs plus
  • Kosten für den Steuerzahler wie in der Subprime-Krise

US-Studentenkredite werden zum Milliardengrab

Ein (weitgehend) kostenfreies Studium – abgesehen von den Lebenshaltungskosten – wie in Deutschland gibt es nur in wenigen Ländern weltweit. In den USA ist das nicht der Fall. Dort müssen Studenten eine Anleihe auf ihren künftiges Beruf und Einkommen aufnehmen. Der Staat unterstützt zwar Studentenkredite mit einem Programm. Doch die Kosten dafür scheinen aus dem Ruder zu laufen.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • China im Flow

Der Aufschwung geht ungebremst weiter

Die Zahlen aus China bleiben gut. Der Aufschwung geht weiter. Allerdings bleiben Transparenz und Zuverlässigkeit der lokalen Ratings und Einschätzungen dürftig. Daher gilt es, bei den Anlagen Vorsicht walten zu lassen.
  • Fuchs plus
  • Output verringert

Eisenerz: Förderung fällt, Preis steigt?

Am Rohstoffmarkt herrscht Sorge, dass Eisenerz knapp wird. Ohnehin verschlingt China enorme Mengen des Rohstoffs. Kein Wunder, dass der Preis kräftig anzog: Im Mittel des Jahres 2020 lag der Erzpreis bei rund 100 Dollar. Das ist der höchste Stand seit 2013. Wie geht es 2021 weiter?
  • Fuchs plus
  • EUR | USD | JPY

Veritable Dollar-Schwäche

Der Dollar erleidet einen Schwächeanfall. Copyright: Picture Alliance
Die US-Währung erleidet einen veritablen Schwächeanfall. Der Euro hat eine wichtige technische Hürde überwunden und wird kurzfristig weiter nach oben stürmen. Ein Durchmarsch wird das aber sicher nicht.
Zum Seitenanfang