Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1411
Realer Kapitalerhalt kaum noch möglich

Betriebsvermögen glänzt

Immobilien und Betriebsvermögen sorgen für Kapitalerhalt.
Spareinlagen stehen seit langem als Vermögensvernichter im Mittelpunkt der öffentlichen Debatte – vor allem als Argument gegen die Niedrigzinspolitik der EZB (bei Inflationsraten überm Grenzwert von 2,0%). Doch inzwischen zeigt sich, dass auch andere Vermögensklassen Kapitalvernichter sind. Nur zwei Anlageklassen heben sich noch positiv heraus.

Realer Vermögenserhalt ist derzeit nur noch mit zwei Anlageklassen möglich: Betriebsvermögen und Immobilien! Also den bei Unternehmern bevorzugten Anlageformen. Mit allen anderen „Assetklassen" wie Aktien, Renten, langlebigen Verbrauchsgütern (Nutzfahrzeuge, Möbel), Sammel- und Spekulationsgütern (Kunst, Schmuck, Edelmetalle) landet der Anleger im Minus. Und zwar schon in der Bruttorechnung. Damit relativiert sich der Preisanstieg für die Vermögenswerte deutscher Haushalte um 6,8% im Jahresvergleich (Quelle: Flossbach von Storch Research Institute) doch schnell.

Rechnen wir netto, fällt die Betrachtung noch dramatischer aus. Nach Abzug von Steuern (Abgeltungsteuer), Inflation und ggf. noch Gebühren ergeben sich für die meisten Anlageklassen erhebliche Realwertverluste. Unten eine Übersicht in tabellarischer Form. Sie ergibt sich aus den Zahlen des Flossbach von Storch Vermögenspreisindex und eigenen Berechnungen (siehe Tabelle).

Langfristige Überlegenheit

Auch langfristig ist Betriebsvermögen anderen Anlagen deutlich überlegen. Wir betrachten hier alle nicht öffentlich gehandelten, privaten Unternehmensbeteiligungen. Seit dem 1. Quartal 2006 rentierten Immobilien (brutto) durchschnittlich mit 3%, Betriebsvermögen aber mit 10%. Langlebige Verbrauchsgüter verlieren im Jahresschnitt 1%, Sammel- und Spekulationsgüter ebenso wie Aktien erzielen plus 6% p.a., Renten kommen auf 0% und sonstiges Finanzvermögen wie Gold und Rohstoffe auf 5%.

Damit sind Spareinlagen nicht der einzige Kapitalvernichter. Seit die Inflation im 2. Q. (im Vergleich zum Vorjahr) die 2%-Schwelle überschritten hat, wird Vermögenserhalt ohne Kaufkraftverlust immer schwieriger.

fb180823_1-3
  • Immobilien

    Betriebsvermögen (netto)

    Langlebige Verbrauchsgüter

    Sammel- und Spekulationsgüter

    Aktien

    Rentenwerte

    Sonstiges
    Finanzvermögen

    Datum

    Veränderung gegenüber dem Vorjahresquartal

    2018-Q2

    8,6%

    9,3%

    1,0%

    -3,0%

    0,4%

    -2,1%

    -1,2%

    nach Steuern *

    6,5%

    7,0%

    0,8%

     

    0,3%

     

     

    Inflations-bereinigt **

    4,5%

    5,0%

    -1,3%

    -5,0%

    -1,7%

    -4,1%

    -3,2%

    Quelle: FvS Research Institute, eigene Berechnungen; * stark vereinfachte Rechnung mit 25% Abgeltungsteuer; ** Inflation im 2. Quartal 2018 = 2,0%

Fazit: Auf lange Sicht ist Betriebsvermögen als Garant für Kapitalerhalt unschlagbar.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • OECD-Studie sieht Deutschland überm Schnitt

Fast 40% vom BIP sind Steuern und Sozialabgaben

Die Steuerquote ist von 2019 bis 2020 in 20 OECD-Ländern gestiegen. In Deutschland ist sie etwa gleichgeblieben. Die OECD zeigt aber auch indirekt, wo künftige Steuererhöhungen in Deutschland zu erwarten sein dürften. Denn es gibt Steuersegmente, in denen bei uns die Belastungen unterdurchschnittlich ausfällt.
  • Fuchs plus
  • Kryptowährungen und Steuern

Steuerpflichtig: Gewinne aus Verkauf von Kryptowährungen

Privatanleger mit Aktien, Fondsanteilen und anderen regulierten Produkten im Depot kommen kaum noch mit dem Finanzamt in Berührung – die Banken führen für sie die Abgeltungsteuer ab und verrechnen Gewinne mit Verlusten. Anders ist das bei Investitionen in Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), Binance Coin (BNB) und Co. Wie das Finanzamt mit Gewinnen aus Kryptowährungen umgeht, zeigt eine Entscheidung des Finanzgerichts (FG) Baden-Württemberg.
  • Fuchs plus
  • Fördermöglichkeiten für Kommunen und kommunale Unternehmen

Unser Dorf soll grüner werden

Grashalme, verschwommen im Hintergrund ein Dorf. Copyright: Pexels
Nachhaltige Projekte werden aktuell von staatlicher Seite stark bezuschusst. Das ist vor allem für Kommunen und kommunale Unternehmen interessant. Wir geben Ihnen einen Überblick über die Fördermöglichkeiten.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Spekulationen um Volkswagen

Rollt Porsche aufs Parkett?

Volkswagen ist ein aussichtsreicher Auto-Titel. Aber der Konzern benötigt viel Geld für den Umbau in Richtung E-Mobilität. Nun "fliegen" Gerüchte über den Markt, dass VW seine Tochter Porsche an die Börse bringen könnte. Wir loten das Potenzial in FUCHS-Kapitel vom 9.12. aus.
  • Im Fokus: Weihnachts-Aktien 2021

Rekord-Kauflaune der Verbraucher

Verschiedene Einkaufstüten. Copyright: Pexels
Das Jahr neigt sich dem Ende und bei vielen Unternehmen beginnt jetzt die heiße Phase des Jahres. In etlichen Branchen sind die Weihnachtswochen die mit Abstand umsatzstärkste Zeit des Jahres. Das strahlt auch auf so manche Aktie aus.
  • Fuchs plus
  • Nachlass im Angebot

Karl Lagerfelds Sammlung unterm Hammer

Kunstsammler können um den Jahreswechsel noch auf ein echtes Highlight hoffen. Denn im Dezember und zu Beginn des Jahres 2022 werden die letzten Stücke der verstorbenen Ikone Karl Lagerfeld versteigert.
Zum Seitenanfang