Hinweis
Bitte beachten Sie, dass es am Samstag, den 07.08.2021 von 9:00 bis voraussichtlich 12:00 Uhr wegen Wartungsarbeiten zu Beeinträchtigungen kommen kann. Wir bitten um Ihr Verständnis!
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1315
Realer Kapitalerhalt kaum noch möglich

Betriebsvermögen glänzt

Immobilien und Betriebsvermögen sorgen für Kapitalerhalt.
Spareinlagen stehen seit langem als Vermögensvernichter im Mittelpunkt der öffentlichen Debatte – vor allem als Argument gegen die Niedrigzinspolitik der EZB (bei Inflationsraten überm Grenzwert von 2,0%). Doch inzwischen zeigt sich, dass auch andere Vermögensklassen Kapitalvernichter sind. Nur zwei Anlageklassen heben sich noch positiv heraus.

Realer Vermögenserhalt ist derzeit nur noch mit zwei Anlageklassen möglich: Betriebsvermögen und Immobilien! Also den bei Unternehmern bevorzugten Anlageformen. Mit allen anderen „Assetklassen" wie Aktien, Renten, langlebigen Verbrauchsgütern (Nutzfahrzeuge, Möbel), Sammel- und Spekulationsgütern (Kunst, Schmuck, Edelmetalle) landet der Anleger im Minus. Und zwar schon in der Bruttorechnung. Damit relativiert sich der Preisanstieg für die Vermögenswerte deutscher Haushalte um 6,8% im Jahresvergleich (Quelle: Flossbach von Storch Research Institute) doch schnell.

Rechnen wir netto, fällt die Betrachtung noch dramatischer aus. Nach Abzug von Steuern (Abgeltungsteuer), Inflation und ggf. noch Gebühren ergeben sich für die meisten Anlageklassen erhebliche Realwertverluste. Unten eine Übersicht in tabellarischer Form. Sie ergibt sich aus den Zahlen des Flossbach von Storch Vermögenspreisindex und eigenen Berechnungen (siehe Tabelle).

Langfristige Überlegenheit

Auch langfristig ist Betriebsvermögen anderen Anlagen deutlich überlegen. Wir betrachten hier alle nicht öffentlich gehandelten, privaten Unternehmensbeteiligungen. Seit dem 1. Quartal 2006 rentierten Immobilien (brutto) durchschnittlich mit 3%, Betriebsvermögen aber mit 10%. Langlebige Verbrauchsgüter verlieren im Jahresschnitt 1%, Sammel- und Spekulationsgüter ebenso wie Aktien erzielen plus 6% p.a., Renten kommen auf 0% und sonstiges Finanzvermögen wie Gold und Rohstoffe auf 5%.

Damit sind Spareinlagen nicht der einzige Kapitalvernichter. Seit die Inflation im 2. Q. (im Vergleich zum Vorjahr) die 2%-Schwelle überschritten hat, wird Vermögenserhalt ohne Kaufkraftverlust immer schwieriger.

fb180823_1-3
  • Immobilien

    Betriebsvermögen (netto)

    Langlebige Verbrauchsgüter

    Sammel- und Spekulationsgüter

    Aktien

    Rentenwerte

    Sonstiges
    Finanzvermögen

    Datum

    Veränderung gegenüber dem Vorjahresquartal

    2018-Q2

    8,6%

    9,3%

    1,0%

    -3,0%

    0,4%

    -2,1%

    -1,2%

    nach Steuern *

    6,5%

    7,0%

    0,8%

     

    0,3%

     

     

    Inflations-bereinigt **

    4,5%

    5,0%

    -1,3%

    -5,0%

    -1,7%

    -4,1%

    -3,2%

    Quelle: FvS Research Institute, eigene Berechnungen; * stark vereinfachte Rechnung mit 25% Abgeltungsteuer; ** Inflation im 2. Quartal 2018 = 2,0%

Fazit: Auf lange Sicht ist Betriebsvermögen als Garant für Kapitalerhalt unschlagbar.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Licht mieten, Geld und C02 sparen

Beleuchtung clever mieten

Intelligente, energieeffiziente und CO2-sparende Beleuchtungsmodernisierung hat als Mietmodell zahlreiche Vorteile. LED-Beleuchtung senkt messbar die Kosten und verringert den Unterhaltsaufwand. Mieter schonen das Kapital und sind immer auf dem aktuellsten Stand der Lichttechnik.
  • China: Don't shoot the pianist

It’s Socialism, Stupid!

Chinesischer Volkskongress. Copyright: Picture Alliance
Der Reformdruck in China hoch, die internationalen Märkte haben letzte Woche mit Enttäuschung auf die Kehrtwende in der Bildungspolitik und die stärkere Regulierung von Technologie-Unternehmen reagiert. Im Handelskonflikt bauen die Amerikaner zeigen die Reaktionen der Chinesen, dass der Konflikt sich fest fährt. Die USA bauen nun mehr Druck auch beim Verteidigungspartner Deutschland auf, den langfristigen wirtschaftlichen Nutzen der Technologie-Transfers nach China neu zu bewerten.
  • Australien profitiert von China

Bemerkenswerte Erholung in Down Under

Australien profitiert von China. Copyright: Pexels
Australiens Wirtschaft ist bislang auf klarem Erholungskurs. Dennoch bleiben die Währungshüter zurückhaltend in Bezug auf Zinserhöhungen. Die damit entstehende Zinserwartung sollte dem AUD zumindest sehr viel Stabilität verleihen.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Wie die neue deutsche Regierung europäische Politik gestalten wird

Vorerst führungslos

Wie die neue deutsche Regierung europäische Politik gestalten wird. Copyright: Pexels
Die Bundestagswahl steht an – und sie ist nicht nur für Deutschland, sondern auch für Europa von Bedeutung. Angela Merkel, die in den vergangenen 16 Jahren maßgeblich die Geschicke Europas mitbestimmt hat, verabschiedet sich in den Ruhestand. Eine neue Regierung wird an die Macht kommen. Wie wird sie die deutsche Europa-Politik weiterentwickeln?
  • Der Fünf-Jahres-Plan soll nicht im Spieltrieb untergehen

Mehr Bildung per Dekret in China

Mehr Bildung per Dekret in China. Copyright: Pexels
Mit welchem Vorlauf wurde in den westlichen Gesellschaften durch Bildung die industrielle Revolution vorbereitet? Xi Jinping jedenfalls wartet nicht mehr darauf, dass sich die alternde, chinesische Gesellschaft aus eigenem Antrieb verbessert. Er braucht dringend gute Ingenieure für das sog. "Hard-Tech", also eigene Chips, Mars-Touren, Marine, Schienennetze, sparsame vernetzte E-Autos, Roboter, Biotech und vieles mehr. Nach monatelangen Vorgesprächen wird dem Volk der Kopf gewaschen.
  • Fuchs plus
  • Kurs des Corona-Impfstoffherstellers kennt derzeit nur eine Richtung

BioNTech hat noch so einiges in der Pipeline

BioNTech hat noch so einiges in der Pipeline. Copyright: BioNTech
Im Zuge der Corona-Pandemie erlebte die Aktie des Impfstoffherstellers BioNTech einen rasanten Aufstieg. Der Börsenwert übersteigt den realen Unternehmenswert mittlerweile bei weitem. Allerdings hat BioNTech noch weitere vielversprechende Projekte in der Pipeline. Wie sollen Anleger damit umgehen?
Zum Seitenanfang