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Realer Kapitalerhalt kaum noch möglich

Betriebsvermögen glänzt

Immobilien und Betriebsvermögen sorgen für Kapitalerhalt.
Spareinlagen stehen seit langem als Vermögensvernichter im Mittelpunkt der öffentlichen Debatte – vor allem als Argument gegen die Niedrigzinspolitik der EZB (bei Inflationsraten überm Grenzwert von 2,0%). Doch inzwischen zeigt sich, dass auch andere Vermögensklassen Kapitalvernichter sind. Nur zwei Anlageklassen heben sich noch positiv heraus.

Realer Vermögenserhalt ist derzeit nur noch mit zwei Anlageklassen möglich: Betriebsvermögen und Immobilien! Also den bei Unternehmern bevorzugten Anlageformen. Mit allen anderen „Assetklassen" wie Aktien, Renten, langlebigen Verbrauchsgütern (Nutzfahrzeuge, Möbel), Sammel- und Spekulationsgütern (Kunst, Schmuck, Edelmetalle) landet der Anleger im Minus. Und zwar schon in der Bruttorechnung. Damit relativiert sich der Preisanstieg für die Vermögenswerte deutscher Haushalte um 6,8% im Jahresvergleich (Quelle: Flossbach von Storch Research Institute) doch schnell.

Rechnen wir netto, fällt die Betrachtung noch dramatischer aus. Nach Abzug von Steuern (Abgeltungsteuer), Inflation und ggf. noch Gebühren ergeben sich für die meisten Anlageklassen erhebliche Realwertverluste. Unten eine Übersicht in tabellarischer Form. Sie ergibt sich aus den Zahlen des Flossbach von Storch Vermögenspreisindex und eigenen Berechnungen (siehe Tabelle).

Langfristige Überlegenheit

Auch langfristig ist Betriebsvermögen anderen Anlagen deutlich überlegen. Wir betrachten hier alle nicht öffentlich gehandelten, privaten Unternehmensbeteiligungen. Seit dem 1. Quartal 2006 rentierten Immobilien (brutto) durchschnittlich mit 3%, Betriebsvermögen aber mit 10%. Langlebige Verbrauchsgüter verlieren im Jahresschnitt 1%, Sammel- und Spekulationsgüter ebenso wie Aktien erzielen plus 6% p.a., Renten kommen auf 0% und sonstiges Finanzvermögen wie Gold und Rohstoffe auf 5%.

Damit sind Spareinlagen nicht der einzige Kapitalvernichter. Seit die Inflation im 2. Q. (im Vergleich zum Vorjahr) die 2%-Schwelle überschritten hat, wird Vermögenserhalt ohne Kaufkraftverlust immer schwieriger.

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  • Immobilien

    Betriebsvermögen (netto)

    Langlebige Verbrauchsgüter

    Sammel- und Spekulationsgüter

    Aktien

    Rentenwerte

    Sonstiges
    Finanzvermögen

    Datum

    Veränderung gegenüber dem Vorjahresquartal

    2018-Q2

    8,6%

    9,3%

    1,0%

    -3,0%

    0,4%

    -2,1%

    -1,2%

    nach Steuern *

    6,5%

    7,0%

    0,8%

     

    0,3%

     

     

    Inflations-bereinigt **

    4,5%

    5,0%

    -1,3%

    -5,0%

    -1,7%

    -4,1%

    -3,2%

    Quelle: FvS Research Institute, eigene Berechnungen; * stark vereinfachte Rechnung mit 25% Abgeltungsteuer; ** Inflation im 2. Quartal 2018 = 2,0%

Fazit: Auf lange Sicht ist Betriebsvermögen als Garant für Kapitalerhalt unschlagbar.

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