Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
737
Vermögensanlage Schweiz

Deutsche Anleger: „Gigantische Ansprüche“ gegen Banken

Ein Schweizer Rechtsportal ist sich sicher: Deutsche Anleger können sich von Schweizer Banken viel Geld zurückholen
Bankkunden in der Schweiz können sich möglicherweise eine Stange Geld zurückholen. Denn sie wurden nach Ansicht von Herbert Notz, Geschäftsführer des Schweizer Rechtsportals De Iure, bei Rückvergütungen unrechtmäßig ausgenommen. Das gilt insbesondere für jene Kunden, die glaubten, für Anlagevermögen in der Schweiz die Steuer umgehen zu können. Einerseits habe man die damaligen Schwarzgeld-Kunden zum Retroverzicht (Verkaufs- und Bestandshaltungsprovisionen) gezwungen, so Notz, andererseits habe man mit internen Buchungstricks die Retros kleingerechnet. „Das Ausmaß ist gigantisch“, behauptet Notz. Die Ansprüche auf Erstattung der Retros seien um ein Vielfaches höher als die Beträge, die der deutsche Fiskus nach dem Kauf verschiedener CDs mit Kundendaten Schweizer Bankkunden aus nachversteuerten Zinsen und Strafzahlungen erhält. Sie würden im Moment sowohl von der Finanzverwaltung als auch von den Anspruchsinhabern selbst verschenkt, teilt er uns mit. Notz schildert FUCHS das trickreiche Vorgehen einer großen Schweizer Bank. Die erhaltenen Vertriebsentschädigungen habe man mit verschiedenen Buchungstricks nach und nach kleingerechnet. Waren es 2006 angeblich noch über 3.500 CHF, verringerte sich der Anspruch 2008 bereits auf 2.450 und 2010 auf 1.500 CHF. Ab 2014 habe die Bank angeblich für die gleichen Produkte keine Vertriebsentschädigung mehr erhalten. Diese Ausführungen der Bank lasse er gerade bei Gericht prüfen. Der Wirtschaftsingenieur vermutet, dass die Vertriebsentschädigungen bereits vorher ausgeschüttet worden seien. Sie seien einfach an andere Abteilungen im Haus wie das Investment Banking, das Asset Management etc. geflossen. Oder die Emittenten hätten der Bank statt Geld geldwerte Vorteile wie Research oder Vertriebsunterstützung geliefert. „Beim Private Wealth Management kommt dann natürlich nichts mehr an“, so Notz.

Fazit: In deutschen Fachanwaltskanzleien ist das Thema nach unserer Kenntnis bisher nicht angekommen. Prüfen Sie, ob Sie Ansprüche haben könnten.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Bei eigenem Zähler ist der Mieter Vertragspartner des Energieversorgers

Vermieter haftet nicht für Strom des Mieters

Für mehr als 8.000 Wohnungen in Hamburg gab es in 2019 eine Stromsperre, weil niemand die Rechnung bezahlen wollte. Muss in diesen Fällen notfalls auch der Vermieter die ausstehenden Beträge begleichen?
  • Fuchs plus
  • Wo man noch in Immobilien anlegen kann

Dortmund, ein Geheimtipp

Blick auf die Dortmunder Innenstadt. Copyright: Pixabay
Dortmund hat sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt. Die Lebensqualität in der Stadt ist durch neue Attraktionen und Stadtviertel gestiegen. Im Strukturwandel ist die Stadt gut vorangekommen. In mehreren Sektoren entstehen neue Arbeitsplätze. Seit zwei Jahren steigen auch die Immobilienpreise an...
  • Fuchs plus
  • UN Bevölkerungsprognose

Osteuropa blutet aus

Die UN hat eine neue Weltbevölkerungsprognose abgegeben. Diese sieht vor allem für Osteuropa negativ aus. Dessen Einwohnerzahl wird bis 2050 je nach Region um bis zu 25% schrumpfen.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Konjunktur auf Sparflamme

EZB-Politik hungert Wirtschaft aus

Die Niedrigzinspolitik der EZB wird zunehmend zur Belastung für die Euro-Volkswirtschaften. Denn sie führt zu einer Schwächung des Produktivitätswachstums und des Wettbewerbs. In der Folge wird das Wirtschaftswachstum immer geringer.
  • Fuchs plus
  • Wertvolle Bücher mit Stempel

Exlilbris bietet Sammlern viel zu entdecken

In Zeiten dynamisch wachsender Online-Medien entdecken einige Kunstliebhaber und Sammler gedruckte Bücher wieder. Davon profitiert auch ein anderes Sammelgebiet, bei dem es nur um ganz kleien Stempel in den gedruckten Publikationen geht. Exlibris sind ein attraktives Sammelgebiet, auf dem ein wenig Spezialwissen gefragt ist.
  • Fuchs plus
  • Wie versucht wird, über Personalpolitik den öffentlichen Diskurs zu beeinflussen

Köpfe tauschen

Deutschland nervt. Die hierzulande in der Öffentlichkeit und auch Teilen der Ökonomie vorherrschende Auffassung, dass eine zu hohe Kreditaufnahme mittel- und langfristig schädlich ist für die Volkwirtschaft, teilen die meisten Institutionen (derzeit) nicht. Über Personalpolitik wird versucht, den hiesigen Mainstream umzulenken.
Zum Seitenanfang