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Börseneinschätzung vom 15. August 2019

Die Schwäche nutzen

Volatile Börsen — daran werden Anleger sich wohl gewöhnen müssen. Bereits kleine Nachrichten führen zu heftigen Kursausschlägen in beide Richtungen. Das können Anleger mit einem Mix aus teils sehr kurzfristigen Strategien und teils wohlüberlegten Langzeitinvestments nutzen. Wir nennen einige Beispiele.

Die Märkte stehen aktuell massiv unter Druck und suchen ihren Boden. Die Nervosität ist dabei extrem groß. Jegliche Negativmeldung wird sofort zu weiteren Abverkäufen genutzt – bei hohen Umsätzen.

Die Nervosität und Sorge der Anleger vor weiteren Verlusten ist aktuell enorm groß. Einerseits fürchten immer mehr Anleger weitere Verluste auf einem eventuell noch weiten Weg nach unten. Immerhin liegt das jüngste Tief im Dow bei 25.000 Punkten, das davor bei 24.500 und das Tief von Jahresende 2018 bei 21.300 Punkten.

Erst die Korrektur, dann der günstige Einstieg

Auf der anderen Seite ist jede größere Korrektur eine gute Einstiegsgelegenheit. Und es gibt noch einige Akteure, die an der Seitenlinie stehen. Hinzu kommt, dass es auf der Anleihenseite kaum Geld zu verdienen gibt. Es sei denn, Anleger setzen auf weiter steigende Kurse von lang laufenden Papieren, die bereits weit über Niveaus von 150% geklettert sind.

Das ist aber einigermaßen riskant und allein eine Spekulation auf weiter steigende Kurse. Denn eine Rendite werfen solchen Papiere nicht mehr ab. In einem globalen Rezessions-Szenario, dass einige befürchten, sind auch Rohstoffe keine gute Anlage. Insofern wird die Alternativlosigkeit von Aktien zementiert.

Die Märkte reagieren hypersensibel auf Nachrichten

So wechseln sich Verkaufs- und Kaufpanik momentan hektisch ab. Das war sichtbar, nachdem US-Präsident Donald Trump gemeldet hatte, Elektronikwaren von den gerade erst neu angekündigten Strafzöllen auszunehmen. Zuvor stand der Markt heftig unter Abgabedruck. Nach der Meldung schoss der Dow Jones Index prompt um knapp 600 Punkte nach oben, in nur 30 Minuten – das ist extrem.

Diese sehr hohe Volatilität wird die Märkte noch geraume Zeit prägen. Angesichts der konjunkturell zumindest kippeligen Lage, dem weiter eskalierten Zollstreit und den politischen Unsicherheiten (in Europa Italien und Brexit) bleiben die Börsen kurzfristig sehr anfällig für Einzelmeldungen.

Wie erntet man in einem solchen Umfeld?

Das sollten Anleger strategisch zum Auf- und Ausbau von Positionen nutzen. Einerseits raten wir dazu, den gesamten Markt über ETFs abzubilden. Das ermöglicht Anlegern, sehr kostengünstig auf mittel- und langfristige Trends zu setzen. Der Einstieg in solche Papiere kann gut gestaffelt umgesetzt werden. Andererseits gilt es, defensive und dividendenstarke Aktien aus dem Anlageuniversum herauszufiltern. Diese federn Kursabschwünge besser ab als trend- oder momentumstarke Papiere und generieren einen stetigen Cashflow über die Dividenden. Solche Langfristinvestments können in Börsenphasen wie der aktuellen günstig erweitert werden.

Die Flucht in Sicherheit spiegelt sich auch im Gold- und Silberpreis. Solche Positionen sollten Sie weiter halten, aber auch hier die Stopps nachziehen.

Fazit: Die Märkte sind angeschlagen. Der DAX ringt um das März-Tief bei 11.300 Punkten. Für den Dow rückt die Zone um 24.500 Punkte in den Blick. Kurzfristig sind die Märkte überverkauft, eine technische Gegenreaktion nach oben ist wahrscheinlich. Wir greifen nahe dieser Haltelinien zu. Ziel ist ein gestaffelter Einstieg in Märkte und Einzeltitel (siehe Fuchs-Depot).

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