Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
970
Produktcheck

Hellas Opportunities Fund (P)

Der griechische Markt erholt sich. Wer einsteigen will, aber das Risiko scheut, sollte einen Blick auf aktiv gemanagte Investmentfonds werfen.

ISIN: LU 092 084 132 6 | letzter Rücknahmepreis: 28,84 Euro    

Im Zuge der Griechenland-Krise kam die griechische Börse massiv unter Druck und wurde sogar geschlossen. Anfang August wurde sie wieder geöffnet. In dem Maße, wie die Unsicherheit über einen Grexit gewichen ist, haben sich viele Aktien Hellas bereits gut erholt. Vom Jahrestief bei rund 570 Punkten kletterte der Athen Composite Share Price Index bis Ende Oktober um in der Spitze rund 28%. Für langfristige und chancenorientierte Anleger sind griechische Aktien auf dem aktuellen Kursniveau durchaus interessant. Einerseits hat sich nach den Parlamentswahlen in Griechenland eine stabile und mehrheitsfähige Regierung gebildet. Zudem setzen Griechenlands Politiker wieder verstärkt auf Kooperation mit den europäischen Partnern und Institutionen. Zweitens sind die Bewertungen griechischer Aktien unter Value-Gesichtspunkten attraktiv. Mit einem Shiller-KGV von deutlich unter 10 gehört der griechische Aktienmarkt zu den fundamental günstigsten Märkten Europas. Viele börsennotierte Unternehmen sind auch bilanziell und strukturell gesund und profitieren von den wieder anziehenden Geschäften innerhalb der Eurozone. Auch das Gesamtbild in Griechenland wird besser. Die fundamentalen Wirtschaftsdaten sehen moderat gut aus. Auch bei den Geldinstituten des Landes sind deutliche Anzeichen für eine Besserung zu erkennen. Nach einer Studie der US-Investmentbank Goldman Sachs sollten sich Hellas‘ Banken schon bald wieder am freien Markt refinanzieren können. Noch vor wenigen Monaten standen die großen Banken Griechenlands kurz vor der Pleite. Nun könnten bis zu zwei Drittel des benötigten Kapitals zur Stärkung der Bankbilanzen aus privaten Quellen stammen. Steigt das Vertrauen ausländischer institutioneller Investoren in die Griechen-Banken weiter an, dürfte dies dem griechischen Aktienmarkt neuen Schwung verleihen. Anleger können sich einfach in Griechenland engagieren. Wer das Risiko von Einzelinvestments scheut, kann per ETF oder mit einem aktiv gemanagten Investmentfonds in griechische Aktien investieren. Der aktive Hellas Opportunities Fund (P) hat seit seiner Auflegung im April vergangenen Jahres passive Indexinvestments deutlich geschlagen. Im Ein-Jahreszeitraum bis Ende Oktober betrug die Überrendite des aktiv verwalteten Fonds gegenüber dem Index-ETF (z. B. im Lyxor ETF Griechenland) satte 15%. Der Grund: Gerade in der unübersichtlichen Lage in Griechenland kommt es auf die Auswahl und Gewichtung von Aktien an. Fondsmanagerin Nota Zagari ist für das Portfolio des Hellas Opportunities Fund (P) verantwortlich. Sie und ihr Team managen seit 1995 den Vorgängerfonds Hellenic Equity Fund und blicken auf rund 20 Jahre Börsenerfahrung bei griechischen Aktien zurück. Im „Schwesterfonds“ des Hellas Opportunities Funds (P) hat die erfahrene Portfoliomanagerin eine Outperformance gegenüber dem griechischen Aktienindex von mehr als 8% p. a. erzielt. Die bessere Wertentwicklung des neuen Fonds (Hellas Opportunities Fund (P)) dürfte also keine Eintagsfliege sein, sondern die langfristigen Qualitäten des Fondsmanagements widerspiegeln. Der als reines Aktienportfolio aufgelegte Fonds ist derzeit mit gut 80% in griechische Dividendenpapiere investiert. Der Rest wird als Kassenbestand gehalten. Bei den Branchen setzt Zagari derzeit vor allem auf den Konsumgüterbereich (19,7%), den Dienstleisungssektor (18,9%) und auf Finanzinstitute (17,6%). Die Anteile des Hellas Opportunities Funds (P) sind nicht an der Börse notiert. Anleger kommen um die marktüblichen Ausgabekosten von 5,00% also nicht herum. Die Verwaltungsgebühr bewegt sich mit 1,80% p. a. im Mittelfeld des Marktes. Hinzu kommt jedoch eine erfolgsabhängige Vergütung, wenn es dem Fonds gelingt, die Wertentwicklung des Athen Composite Total Return Index (Vergleichsindex) zu übertreffen.

Fazit: Anleger, die auf ein Comeback Griechenlands setzen, finden im Hellas Opportunities Fund (P) ein geeignetes Produkt. Investoren sollten aber Geduld und starke Nerven haben. Noch ist der Turnaround nicht geschafft, die Schwankungen sind recht hoch.


ProduktcharakteristikaStärken-Schwächen-Profil
Auflagedatum: 28.04.2014+ langjährig erfolgreiches Fondsmanagement unter Managerin Nota Zagari
Fondsvolumen: 4,14 Mio. Euro+ Stockpicking-Ansatz ermöglicht Outperformance gegenüber passivem Indexinvestment
Ausgabeaufschlag: 5,00%+ Nischenthema, aber zu einem interessanten Einstiegszeitpunkt
Ausschüttungsart: thesaurierend- Performance-Vergütung schmälert Rendite für den Anleger zusätzlich
Anlagestrategie: Aktienfonds mit Schwerpunkt auf ertrags- und wachstumsstarke griechische Unternehmen

- Erfolg recht stark personengebunden (Fondsmanagerin)

Gesamtkostenquote (TER): 1,80% p.a.
Bewertungsfazit: Fondsmanagerin Nota Zagari und ihr Team beweisen seit 1995 ihr gutes Gespür für den griechischen Aktienmarkt. Der allgemeinen Marktentwicklung können sich die Geldverwalter zwar nicht entziehen, wer in schlechten Zeiten jedoch besser abschneidet als der Gesamtmarkt, sollte dies in guten Zeiten erst Recht schaffen. Die erfolgsabhängige Vergütung schmälert zwar zunächst die Rendite, sorgt aber andererseits auch dafür, dass das Fondsmanagement Anreize zur Erzielung eines Mehrertrages erhält.
Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Abfindung bei Personalabbau

Abfindung kommt nicht aufs Langzeitkonto

Ein goldenes Sparschwein. Copyright: Pixabay
Das Finanzgericht (FG) Berlin-Brandenburg hat eine clevere und weitreichende betriebliche Idee vereitelt. Es ging um die Abfindung bei einer Kündigung. Es drohten Einnahmeausfälle für Fiskus und Sozialkassen.
  • Fuchs plus
  • Gericht erweitert Pflichtinformationen

Massenentlassungen: Aus Soll wird Muss

Eine Büroangestellte packt ihre Sachen in eine Kiste. Symbol für Kündigung. Copyright: Pexels
Die Wirksamkeit einer ordentlichen Kündigung kann von der Vollständigkeit der Massenentlassungsanzeige (notwendig bei fünf Entlassungen in einem Monat) gegenüber dem Arbeitsamt abhängen. Ein Urteil des Hessischen Landesarbeitsgerichts (LAG) sorgt jetzt für Irritationen bei dem eingespielten Verfahren.
  • Fuchs plus
  • „Ich habe keine Ahnung und mich hat auch niemand gefragt“

Probleme bei der Umsetzung nachhaltiger Anlagestrategien

Pflanzen formen ein Fragezeichen auf einer einsamen Insel. Copyright: Pixabay
Nachhaltigkeit in der Geldanlage ist ein großer Trend. Viele Anleger wollen auf den Zug aufspringen, stoßen dabei aber auf hohe Hürden. Das sind zum Teil ganz banale Gründe. Vor allem in der Finanzberatung ist noch erheblich Luft nach oben.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Liefer-Krise als Chance

Das Weihnachtsgeschäft retten

Lieferwagen mit einer Lieferung. Copyright: Pexels
Viele Unternehmen haben mit Lieferengpässen zu kämpfen. Das wird auf das Weihnachtsgeschäft ausstrahlen und könnte bei Kunden zu Enttäuschungen führen. Unternehmen haben aber einige Steuerungsmöglichkeiten und können die Liefer-Krise als als Chance nutzen.
  • Fuchs plus
  • Wohnungslärm nachweisen

Lärmprotokoll für Kündigung ausreichend?

Szene auf einer Party. Copyright: Pexels
Egal ob nächtliche Partys, Heimwerkerarbeiten zu früher Stunde oder permanent dröhnende Musik – was dem einen Spaß macht, wird vom anderen schnell als Ruhestörung empfunden. Nur wie soll ein Vermieter die Räumung einer Wohnung begründen, wenn es zu permanenter Lärmbelästigung kommt?
  • Fuchs plus
  • Zwangsurlaub in Russland

Putin schickt Russen in den Urlaub und zur Impfung

Roter Platz in Moskau. Copyright: Pixabay
Die Corona-Lage in Russland verschärft sich wieder – wie saisonal zu erwarten – und Putin greift ein. Der Kreml-Chef ordnet Zwangsurlaub an und versucht, die Russen zur Impfung zu motivieren.
Zum Seitenanfang