Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1971
Finanzen

Kapitalanlage: Gründe für ein Auslandskonto

Auch ab 2017 gibt es viele gute Gründe für Unternehmer, ein Auslandskonto zu unterhalten.
Insbesondere für deutsche Unternehmer gibt es auch ab 2017 noch eine Reihe handfester Gründe für ein Depot im Ausland. Das Verstecken von Geldern vor dem Fiskus gehört nicht mehr dazu. Denn ab 2017 greift der Automatische Informationsaustausch zwischen den Finanzbehörden von mehr als 100 Ländern weltweit. Die Schweiz, Österreich, Luxemburg und Liechtenstein gehören dazu. Nach dem Globalen Meldestandard (CRS) müssen Finanzinstitute für meldepflichtige Konten eines anderen Staates bestimmte Informationen beschaffen. Dazu gehören u. a. die Steueridentifikationsnummer, Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und solche aus Vermögenswerten sowie Erlöse von Finanzanlagen. Wir haben Banken in unseren Nachbarländern danach befragt, was Kunden aus dem Ausland (weiter) zu ihnen lockt. Zentral ist das Argument der Standortdiversifikation. Es ist gut, Geld nicht nur im Heimatland zu haben. Denn wer weiß, wie schnell sich politische Verhältnisse ändern. Das Argument ist für den, der die politische Großwetterlage kennt und über historische Kenntnisse verfügt, keineswegs weit hergeholt. Der Erste Weltkrieg kam für manchen Zeitgenossen aus heiterem Himmel, und der Vergleich der heutigen mit der damaligen Situation ist schon mehr als einmal gemacht worden. Aber es gibt für Unternehmerkunden auch handfeste Gründe für die „Standortdiversifikation“. Wer erlebt hat, wie schnell der deutsche Fiskus sämtliche betriebliche und private Konten im Inland sperren kann, wird nicht lange zögern, Gelder auf Auslandskonten in politisch sicheren Staaten zu halten. Bevor der deutsche Fiskus Zugriff auch auf diese Konten bekommt, vergehen in der Regel mehrere Wochen – eine Galgenfrist. Dennoch: Institutsspezifische Vorteile und Eigenheiten als Argument auch für deutsche Kunden rücken immer mehr in den Vordergrund. Das können die Fokussierung auf bestimmte Dienstleistungen oder ein spezielles Produktangebot sein, aber auch die Konzentration auf eine einzelne Kundengruppe, auf deren spezielle Bedürfnisse man sich einstellt.

Fazit: Es gibt durchaus noch eine Reihe gewichtiger Gründe, nicht sein gesamtes Vermögen ausschließlich am Finanzplatz Deutschland anzulegen.

Hinweis: Im nächsten TOPs 2017, „Rezepte gegen den Zinsschock“, widmen wir der Frage im Kapitel Länderblick einen eigenen Artikel. Der Report erscheint am 22.11.2016. Sie können ihn bereits jetzt unter Tel. 030-28 88 17-20 vormerken lassen.

Neueste Artikel
  • Gesamtschau und Wochenbericht in KW 15 für PP V, PP VII, PP VIII und PP IX

Performance-Projekte: Ruhige Woche, harte Fakten

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Eine Woche ohne Hektik, ohne große Trades, ohne Schlagzeilen – und doch voller Erkenntnisse. Kalenderwoche 15 legt offen, wie sich Vermögensverwalter wirklich vom Markt absetzen. Vier Projekte, vier Benchmarkdepots, hunderte Millionen Euro in der Betrachtung. Wer genauer hinsieht, erkennt: Nicht Aktion macht den Unterschied, sondern Struktur. Diese Woche zeigt, warum stille Phasen die ehrlichsten Antworten liefern.
  • Wochenbericht zu Projekt IX in KW 15: Rendite, Risiko und Handel

Warum Kapitalstärke alleine nicht reicht

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Kalenderwoche 15 offenbart im Performance‑Projekt 9 (Stiftungsportfolio) ein klares Bild. Große Vermögen treffen auf moderate Märkte, das Benchmarkdepot setzt den Takt. Während die Portfolios reagieren, zeigt sich deutlich, was in diesem Projekt trägt: weniger Aktion, mehr Struktur. Wer genau hinschaut, erkennt, warum sich manche Strategien behaupten – und andere bewusst zurücknehmen.
  • Wochenbericht zu Projekt VIII in KW 15: Performance, Gewinner und Verlierer

Markt, Fonds, Benchmark – Lektionen aus Projekt 8

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Kalenderwoche 15 war im Performance‑Projekt 8 (vermögensverwaltende Fonds) eine Woche ohne jede Handelsaktivität. Kein Fondswechsel, keine taktischen Manöver, keine Eingriffe. Und doch entstand ein klares Bild. Das Benchmarkdepot setzte den Maßstab, die Fondsportfolios reagierten unterschiedlich. Wer genau hinsieht, erkennt: Gerade im Fondsprojekt zeigt sich, wie viel Struktur, Ausrichtung und Historie wirklich bedeuten.
Zum Seitenanfang