Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1620
Debatte um Bargeld-Obergrenze

Mittelstand mit Ausweichstrategien

Die Deutschen lieben das Bargeld. Und sie sind zunehmend misstrauisch gegenüber Europa und dem Euro. Ausweichstrategien über die Schweiz und Liechtenstein haben Konjunktur.
Das Finanzministerium hat die Aufregung unterschätzt, die eine Diskussion über eine Obergrenze für den Bargeldeinsatz auslösen würde. Davon sind Bankvertreter überzeugt. Die Überlegungen kamen parallel zu solchen der EZB, den 500-Euro-Schein abzuschaffen. „Das hat die Deutschen aufgeschreckt“, sagen uns Verbandsvertreter aus dem Sparkassensektor. Zudem wird in Fachkreisen seit Langem diskutiert, ob sich eine auf Inflation gerichtete Zinspolitik nicht besser durchsetzen ließe, wenn es kein Bargeld mehr gäbe. Eine verrückte Idee: Denn dann würden die Menschen auf den US-Dollar umsteigen – der Euro wäre in kurzer Zeit zerrüttet. Liechtenstein und die Schweiz profitieren von der deutschen bzw. europäischen Diskussion. Viele Anleger, besonders auch Mittelständler, sind wegen der instabilen politischen Lage in Europa alarmiert. Ausweichstrategien zur Liquiditätssicherung im „Fall der Fälle“ haben Konjunktur. Zielland ist häufig Kanada. Die beiden deutschsprachigen Nachbarländer stehen dabei als Brückenköpfe zur Verfügung. Beliebt sind Konten und Depots in diesen Ländern, weil ein Zugriff deutscher Behörden (Kontensperrungen, Kapitalverkehrskontrollen) mit einer zeitlichen Verzögerung von mindestens zwei Wochen kommt – wenn überhaupt. In dieser Zeit, so sagen uns Banker, sind sie beauftragt, sämtliche Vermögenswerte insbesondere auf Konten in Kanada zu transferieren. Dort haben viele Deutsche einen zusätzlichen Wohnsitz als letzten Zufluchtsort, falls das Experiment Europa den Bach runtergeht.

Fazit: Kapitalflucht geschieht niemals laut. Die labile Lage Europas bis hin zur Diskussion über ein nächstes Hilfspaket oder einen Schuldenerlass für Griechenland und die Absage an den Stabilitätspakt durch Italien verbunden mit der Diskussion, das Bargeld abzuschaffen werden bald auch in den Statistiken über die deutschen Geldströme sichtbar werden.

Neueste Artikel
  • Wochenbericht zu Projekt IX in KW 50: Rendite, Risiko und Handel

Starke Woche für Projekt 9: Mehrheit schlägt die Benchmark – nur eine Bank schwächelt

Erstellt mit Canva
In KW 50 legt die Mehrheit der Banken in Projekt 9 (Stiftungsportfolio) eine bessere Wochenbilanz als das Benchmarkdepot (ID 712) hin. Während die Benchmark beim Drawdown klar verliert, verbuchen mehrere Teilnehmer Vermögenszuwächse. Zudem wird aktiv gehandelt: Besonders Weberbank, BW‑Bank und Deka Vermögensmanagement bewegen große Volumina.
  • Wochenbericht zu Projekt VIII in KW 50: Performance, Gewinner und Verlierer

So schlugen sich Banken im Performance‑Projekt 8 in KW 50

Erstellt mit Canva
In KW 50 steigt der maximale Drawdown des Benchmarkdepots von 0,27 Prozent auf 1,28 Prozent. Trotz des Rückschlags bleibt der Benchmark das Referenzdepot für Risikokontrolle. Beim Vermögen ergibt sich ein Wochenminus von 10.171,38 €. Handelsaktivitäten gab es keine. Alle Bewegungen resultieren aus Marktpreisen.
  • Wochenbericht zu Projekt VII: Gewinner, Verlierer und Handelsstrategien

Depotentwicklungen, Risiko und Transaktionen im Private‑Banking‑Vergleich

Erstellt mit Canva
In KW 50 zeigt Projekt 7 ein gemischtes Bild: 12 Depots legen zu, 32 verlieren. Das Benchmarkdepot (ID 605) fällt um 8.402,24 € auf 2.250.384,67 € und erhöht den maximalen Drawdown auf 0,84 Prozent. Aktiv gehandelt haben u. a. Deka (ID 576), FRÜH & PARTNER (ID 583), MAIESTAS (ID 587) und Weberbank (ID 606).
Zum Seitenanfang