Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1519
Börseneinschätzung vom 06. September 2018

Startbasis für Jahresendspurt gesucht

Wirecard wird ein DAX-Unternehmen. Die Commerzbank muss den DAX verlassen. Copyright: Picture Alliance
Für den Jahresendspurt werden die Weichen gestellt. Ein Ereignis bewegt den DAX in dieser Woche besonders. In Rekordzeit hat es Wirecard geschafft in den DAX aufzusteigen. Die Commerzbank muss den Index nun verlassen.

Wirecard hat den Aufstieg in den DAX geschafft. Ab dem 24. September wird die Aktie im wichtigsten deutschen Index gelistet sein. Damit ist das Fin-Tech-Unternehmen binnen Rekordzeit in die oberste deutsche Börsenliga geklettert, hat die Commerzbank aus ihr verdrängt. Die „Gelbe" war seit Juli 1988 im DAX gelistet.

Die Veränderung der Index-Zusammensetzung spiegelt den grundlegenden Wandel der Wirtschaft. Fin-Techs drängen nach vorn, verändern massiv die Geschäftsmodelle in vielen Branchen. Das spiegelt sich in der Kursentwicklung. Mit dem aktuellen Börsenwert von rund 24 Mrd. Euro ist Wirecard mehr als doppelt soviel Wert wie die Commerzbank und teurer als die Deutsche Bank (ca. 20,4 Mrd. Euro).

Wir hatten Ihnen Wirecard zuletzt im November 2017 (KAP vom 16.11.17) zum Kauf empfohlen. Unser damaliges Kursziel hat die Aktie längst weit übertroffen. Allein in diesem Jahr hat sich der Aktienkurs mehr als verdoppelt. Das ist aber gerade zuletzt auch den notwendigen Käufen jener Fonds zu verdanken, die den DAX abbilden und nun Wirecard kaufen mussten. Das hat eine Sondernachfrage ausgelöst.

Nach oben wird die Luft dünn

Der fulminante Kursanstieg ist absolut ausgereizt. Die Sondernachfrage verpufft und Spekulanten, die genau auf diesen Effekt gesetzt haben, machen jetzt Kasse. Fundamental ist Wirecard ohnehin viel zu teuer. Zwar wächst das Unternehmen mit beeindruckenden Raten. Doch das aktuelle KGV von rund 60 ist weit überzogen. Darum steht jetzt eine technische Korrektur an. Bei einer Kursnotiz von 50% über dem Durchschnittskurs der letzten 200 Tage könnten diese durchaus heftig ausfallen – ohne den langfristigen Aufwärtstrend zu gefährden. Wer noch investiert ist, sichert seinen Gewinn zumindest per Stoppkurs ab. Neue Käufe bieten sich frühestens um 160 Euro an.

Die Märkte insgesamt setzen ihren Kontinentaldrift fort (FK vom 30.8.). Die US-Börsen laufen weiter seitwärts. Der DAX steht unter Druck und muss aktuell sogar um die Unterstützung bei 12.000 Punkten ringen. Damit liegt der Index seit Jahresanfang mit gut 5% im Minus. Die vorerst letzte Haltelinie in dieser Seitwärtsrange liegt bei 11.800 Punkten. Das Aufwärtspotenzial ist bei 12.600 Punkten begrenzt. Wie erwartet hat sich auch der Euro schon wieder von der Hürde bei 1,20 nach unten abgesetzt.

Wohin läuft der DAX bis Jahresende? Diese Frage beantworten die meisten Banken mit eingeschränkten Prognosen. Die Mehrzahl der Institute sehen den DAX in einer engen Spanne von etwa 3% um den aktuellen Stand. Fast alle Banken haben ihre Prognosen um ca. 5% gegenüber dem Jahresanfang gesenkt. Die höchste Prognose fanden wir bei der Deutschen Bank (14.000 Punkte, unverändert seit Jahresanfang). Das dürfte wohl nur noch mit einer ausgewachsenen Jahresendrally zu schaffen sein, wenn sich viele politische Probleme (Türkei, Emerging-Markets, Zollkonflikt) zügig „in Luft" auflösen.

Fazit: Der September ist oft ein schlechter Börsenmonat. Danach wird oft die Jahresendrally eingeläutet. So lange die Unterstützung von 11.800 Punkten hält, besteht die Chance auf einen guten DAX-Jahresendspurt. Darum kaufen wir selektiv ein.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Gaswirtschaft eröffnet neue Perspektive

Rumänien hat einen guten Pfad eingeschlagen

Schild in Rumänien mit Flaggen der EU und Rumäniens, Verweis auf EU-gefördertes Infrastrukturprojekt. (c) Helmut Laschet
Der IWF prognostiziert Rumänien für 2022 ein BIP-Wachstum von fast 5%. Das liegt deutlich über den Werten der Eurozone. Für Kapitalanleger wird die Region damit lukrativer. FUCHS-Devisen sagen, wie sich das für die Geldanlage nutzen lässt und welche Risiken es zu beachten gilt.
  • Fuchs plus
  • Sparkasse KölnBonn Stiftungsmanagement 2022 Auswahlrunde

Nur eine Pflichtübung

Wie schlägt sich die Sparkasse KölnBonn im Stiftungstest 2022? © styleuneed / fotolia.com
Die Sparkasse KölnBonn hält sich für perfekt geeignet, wenn es darum geht, ein Stifterehepaar aus Köln bei der Stiftungsgründung und -verwaltung zu begleiten. Da ist durchaus etwas dran. „Wir passen zu Ihnen, da wir mit unserem gemeinnützigen Engagement die gleichen Werte vertreten“, teilt sie mit und bezeichnet sich als führend, engagiert, stiftend und nachhaltig. Das sind starke Worte, die ein ebenso starkes Angebot erwarten lassen.
  • Fuchs plus
  • Hansen & Heinricht AG Stiftungsmanagement 2022 Auswahlrunde

Eher Supermarkt, keine Boutique

Wie schlagen sich Hansen & Heinrich im Stiftungsmanager 2022? © styleuneed / fotolia.com
„Wir bieten unseren Mandanten Orientierung und exzellente Leistungen, um dauerhaft Mehrwerte insbesondere in Form von Kapital, Zeit und Sicherheit zu schaffen.“ Mit diesen Worten begrüßt die Hansen & Heinrich AG den Leser des Vorschlags für die neu zu gründende Stiftung. Kapital, Zeit und Sicherheit sind in der Tat Werte, die einen echten Mehrwert darstellen. Ob der Vorschlag diesem Anspruch gerecht wird?
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • ProRealTime ist ein Technik-Profi

Beste Börsensoftware am Markt

© Verlag Fuchsbriefe
Wer auf der Suche nach der besten Trading-Software ist, sollte bei Prorealtime landen. Das Haus bietet Tradern einen technischen Zugang zum Markt, der seinesgleichen sucht. Zudem vermittelt das Haus an sehr gute Broker, weil es kein eigenes Handelsgeschäft anbietet.
  • Fuchs plus
  • Smartbroker im Test

Ein ganz besonderer Anbieter unter den Neo-Brokern

© Verlag Fuchsbriefe
Der Smartbroker macht ein ganz besonderes Angebot unter den Neo-Brokern. Das Haus gehört zu wallstreet:online, einer der größten Finanzmarkt-Communities. Die Verbindung von Finanzinformationen und Brokerage ist in dieser Form einmalig. Doch was leistet der Smartbroker?
  • Fuchs plus
  • Fazit - Brokerreport 2022

Ewige Bestenliste

Im aktuellen Marktumfeld haben es die Broker leicht. Der Markt wächst, immer mehr Kunden wollen traden und aktiv Geld anlegen. Darum strömen weiter neue Anbieter auf den Markt. Insbesondere die Neo-Broker greifen mit Macht an. Dennoch ist der Wettbewerbsdruck nicht so hoch, dass sich bereits ein Qualitäts-Wettbewerb entwickelt hat. Im Gesamtmarkt sinkt die Qualität - aber einige Anbieter sind weiter seit Jahren top. Das zeigt die Ewige Bestenliste von FUCHS.
Zum Seitenanfang