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Saudische Ölgesellschaft begibt Bonds

Aramco braucht sehr viel Geld

Aramaco ist die teilstaatliche saudische Mineralölgesellschaft. Trotz Wirtschaftskrise und niedrigem Ölpreis hat das Unternehmen eigentlich genügend Reserven, um finanziell über die Runden zu kommen. Nicht aber, wenn der Scheich sich bedienen will…

Die mehrheitlich staatliche saudiarabische Mineralölgesellschaft Aramco braucht sehr viel Geld. Das will sie sich auf den Anleihemärkten beschaffen. Nach Einschätzung mehrerer Banken dürfte es um eine hohen zweistelligen Dollar-Milliardenbetrag gehen. Vorgesehen sind verschiedene Bonds-Tranchen mit Laufzeiten von minimal 3 bis zu maximal 50 Jahren. Die Emission der Bonds läuft über ein Bankenkonsortium, dem die Citi Bank, Goldman Sachs, JPMorgan, Morgan Stanley, HSBC und NCB Capital angehören.

Löcherstopfen im Staatshaushalt

Hintergrund ist die extrem hohe Dividendenausschüttung von Aramco in Höhe von 75 Mrd. Dollar in diesem Jahr. Sie wurde auf politischen Druck hin erforderlich, um die Löcher in der saudiarabischen Staatskasse in Höhe von rund 90 Mrd. Dollar in 2020 wenigstens teilweise zu stopfen.

Nach eigener Einschätzung wird Aramco voraussichtlich auch in 2021 einen negativen Cash Flow aufweisen. Im 3. Quartal ging der Gewinn nach Steuern um 45% auf 11,8 Mrd. Dollar zurück. Auch Aramco ist stark von den Auswirkungen von Covid-19 wie auch von der Ölkrise getroffen. Erst 2022 dürfte das Ergebnis wieder positiv werden.

Fazit: Wer die Anleihen zeichnet, finanziert damit auf Umwegen die saudische Staatskasse. Unter Bonitätsgesichtspunkten ist nichts gegen das Papier einzuwenden.

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