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EBRD legt aktuellen Bericht vor

Eingeschränkte Möglichkeiten in den nahen Schwellenländern

Osteuropa hat sich in den letzten 30 Jahren dem Westen sehr angenähert. Copyright: Pixabay
Die „Osteuropabank" genannte European Bank for Reconstruction und Develeopment trägt ihren Kurznamen inzwischen zu Unrecht. Sie betrachtet und kümmert sich um ein Gebiet, das weit über Osteuropa hinausgeht. Sie hat in einem Bericht, die am stärksten wachsenden Regionen von Zentralasien bis Nordafrika aufgezeigt. Für Anleger ergeben sich eingeschränkte Möglichkeiten.

„Osteuropa" muss inzwischen in zwei Sektoren geteilt werden. Sie verdienen eine eigenständige Betrachtung. Das entwickelte Osteuropa ist inzwischen weitgehend auf Augenhöhe mit den Industrieländern (siehe Artikel). Doch es gibt – großzügig betrachtet – noch ein zweites „Osteuropa", das ausgesprochen divergent ist.

Die in London ansässige Entwicklungsbank EBRD zielt auf den Ostrand und die östlichen Nachbarn der EU im weitesten Sinne. Ihr Sprengel reicht von den baltischen Staaten im Norden bis hinunter in die früher zur UdSSR gehörenden Republiken im Kaukasus und in Zentralasien und von dort bis zu den nordafrikanischen Staaten von Ägypten bis Marokko.

Zahlen für diese stark heterogene EBRD-Zone sind also allenfalls zu Vergleichszwecken interessant. Der neue Ausblick für das Gesamtgebiet geht von 2,3% und 2,6% Wachstum aus. Rechnet man die Türkei heraus, ergeben sich 3,0% und 3,1% (jeweils für 2019/20).

Wo "der Osten" am stärksten wächst

Die beiden am stärksten wachsenden regionalen Gruppen sind Zentralasien (4,4% und 4,2%) sowie das südöstliche Mittelmeer (4,6%). Außerdem gehören die nordafrikanischen Staaten dazu (5,1%). Die Staaten beider Gruppen weisen allerdings durchgängig Ratings im spekulativen Bereich auf.

Zudem ist das Angebot an Anleihen gerade bei interessanten Staaten wie Tunesien stark beschränkt. Für Tunesien ist eine Dollar-Anleihe verfügbar (XS1175223699). Sie hat eine Restlaufzeit bis 2025 und eine Rendite von rund 8,3%. Das Rating ist B. Vielen Anlegern wird das als zu unsicher erscheinen.

Ähnlich sieht es für Marokko oder Ägypten aus. Nur, dass für diese beiden Länder überhaupt kein Rating vorliegt.

Empfehlung: Für Investments in Anleihen würde sich eher ein Zloty-Papier mit kurzer Restlaufzeit anbieten. Etwa das Staatspapier mit Fälligkeit April 2020 (PL0000108510). Es bringt eine Rendite von rund 1,56%.

Es gibt aber auch Alternativen. So bietet sich etwa ein Investment in einen Aktienfonds an, um in diese unübersichtlichen und aus Sicht deutscher Anleger schwer durchschaubaren Märkte zu investieren.

Empfehlung: Hier wäre der thesaurierende Bellevue Funds (Lux) BB Afrikaner Opportunistisches (LU0433847240) interessant. Dessen Investments decken die beiden angesprochenen Regionen innerhalb des EBRD-Gebiets ab.

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