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Produktcheck: Währungsfonds UI – P

Rendite aus 10 anderen Währungen einsammeln

Die Streuung von Risiken in einem Portfolio ist wichtig. Dazu sollten Anleger auch in andere Währungsräume investieren. Wem dies zu komplex ist, der kann zu passenden Fonds greifen. Die investieren in unterschiedliche Währungen, streuen das Risiko und sammeln ganz nebenbei Wechselkursgewinnen und Fremdwährungszinsen ein.

Fremdwährungspositionen spielen in den Investmentdepots deutscher Privatanleger eher eine untergeordnete Rolle. Zwar findet sich hier und da die eine oder andere ausländische Aktie, maßgeblich aus dem US-Dollar-Raum. Aber viele Investoren bleiben bei ihren Anlageentscheidungen zumeist sehr stark auf die eigene Währung – den Euro – beschränkt.

Das ist nicht optimal. Denn in ein ausgewogenes und langfristig ausgerichtetes Portfolio gehören neben Aktien, festverzinslichen Wertpapieren oder Immobilien eben auch Fremdwährungspositionen. Zumindest führt das Beimischen unterschiedlicher Währungen dazu, das Gesamtrisiko eines Portfolios zu reduzieren. 

Aus dem Euro heraus diversifizieren

In der aktuellen Marktlage scheint es uns ohnehin besonders angebracht, über Anlagen in fremder Währung nachzudenken. Denn die Gemeinschaftswährung Euro befindet sich aktuell auf einem Höhenflug. Seit Mai hat der Euro gegenüber dem US-Dollar in der Spitze um rund 13% aufgewertet. Umgekehrt ist der Dollar somit preiswerter geworden. Mit dem jüngsten Anstieg über die Marke von 1,20 US-Dollar schickt sich der Euro nun sogar an, seinen langfristigen Abwärtstrend zu beenden.

Neben Wechselkursgewinnen lassen sich im Ausland auch höhere Zinsen erzielen als hierzulande. Anleger, die ihr Portfolio mit anderen Währungen diversifizieren und Renditevorteile in fremder Währung nutzen möchten, schauen sich den Währungsfonds UI – P der Hamburger Sparkasse (Haspa) näher an. Dieser offene Publikumsfonds ermöglicht privaten Anlegern die Diversifikation des Vermögens in verschiedene Fremdwährungen.

In 10 wichtige Währungen investieren

Die Fondsstrategen der Hamburger Sparkasse investieren das Fondsvermögen in verschiedene Währungsräume. Die werden auf Basis fundamentaler Kriterien ausgewählt. Gesucht wird nach Räumen, die Renditevorteile im Vergleich zu Investments in der Eurozone aufweisen. Dabei wird das Geld ausschließlich in Währungen von Ländern mit vergleichsweise soliden Fundamentaldaten angelegt. Die Grundlage hierfür bildet das fundamentale Research der Haspa Analyseabteilung. Hierbei spielt die Entwicklung der Inflation, das Wirtschaftswachstum, die Staatsverschuldung oder das Haushaltsdefizit eine gewichtige Rolle.

Die Fondsmanager fokussieren dabei auf etwa 10 verschiedene Währungen. So erreichen Anleger eine solide Diversifikation ihrer Investments, ohne sich „auf der ganzen Welt“ zu verzetteln. Investiert wird schließlich in Anleihen hoher Bonität, z. B. Staatsanleihen, AAA-Unternehmensanleihen oder Pfandbriefe. Somit unterliegt das Fremdwährungsportfolio nahezu keinem Kreditrisiko. Um das Zinsänderungsrisiko möglichst gering zu halten, werden die Investitionen über kurze bis mittlere Laufzeiten umgesetzt.

Solide Rendite über Anleihen

Die Anleihepositionen im aktuellen Fondsportfolio weisen im Schnitt ein AA-Rating auf. Sie erwirtschaften mit einem durchschnittlichen Kupon in Höhe von 3,2% und einer mittleren Restlaufzeit von rund 2,6 Jahren eine Rendite von rund einem Prozent. Neben der laufenden Verzinsung der Anleihepositionen ist der eigentliche Renditebringer jedoch die Veränderung des Wechselkurses der Anleihepositionen gegenüber dem Euro.

Aktuelle Schwerpunkte in der Währungsstruktur des Fonds liegen bei Währungen aus dem asiatisch-pazifischen Raum. So sind beispielsweise rund 10,8% im Neuseeland-Dollar investiert, etwa 10,6% im Singapur-Dollar, 10,4% im australischen Dollar und 10,3% in Anleihen, die auf Chinas Landeswährung Renminbi lauten. Auf Anlagen in kanadischen Dollar entfallen immerhin noch 9,6% des Portfolios, je 9,2% sind im mexikanischen Peso und der norwegischen Krone investiert.

Passable jährliche Ausschüttungen

Fondsanteile des Währungsfonds UI – P können zuzüglich eines Ausgabeaufschlags von max. 2,50% direkt über die KVG erworben werden. Ein Börsenhandel der Fondsanteile ist nicht vorgesehen. Die laufenden Kosten (TER) betragen rund 0,84% jährlich. Variable Vergütungen oder erfolgsabhängige Gebühren werden nicht berechnet.

Für einkommensorientierte Anleger spannend sind die jährlichen Ausschüttungen des Fonds. Diese bewegten sich in den vergangenen fünf Jahren zwischen 1,66 Euro und 1,75 Euro je Fondsanteil und damit, gemessen am Fondspreis auf vergleichsweise hohem Niveau. Die aktuelle Ausschüttungsrendite beträgt ca. 2% p.a. Auf der anderen Seite lässt die Wertentwicklung seit Auflage des Fonds im September 2012 noch zu wünschen übrig. So liegt die Bruttorendite des Fonds, also Wertentwicklung inklusive Kosten, bei minus 0,48% p.a.

Fazit: Der Währungsfonds UI – P eignet sich für Anleger, die ihr Portfolio um Fremdwährungspositionen diversifizieren wollen und darüber hinaus Wert auf solide und attraktive jährliche Ausschüttungen legen.

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