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Ihre Privatsafe-Strategie

Bargeld einlagern, aber richtig

Es geht privat auch eine Nummer kleiner. © Quelle Foto: Pixabay
Wer eins und eins zusammenzählen kann, wird sich Gedanken um unsere Finanzordnung machen. Zumindest muss man sich ernsthaft mit dem Gedanken an eine (Welt-)Währungsreform beschäftigen. Für solche Zeiten, vor allem die Interimsphase, sollte man ausreichend Vorsorge betreiben. Ein Privatsafe ist dabei ein kluger Gedanke. Aber auch hier gilt es, einige Vorüberlegungen anzustellen.

So mancher macht sich angesichts der überbordenden Staatsschulden derzeit Gedanken, ob er/sie einen (zweiten) Safe benötigt, um für den Fall der Fälle (Währungsreform) ausreichend gerüstet zu sein. Vorab: Gut ist es natürlich immer, über einen zweiten Pass zu verfügen.

Zunächst sind da die Gebühren. Auf der Bank berappen Sie für ein Schließfach (10 Liter Inhalt) von 50 bis zu ein paar hundert Euro. In der Schweiz beträgt die Jahresmiete zwischen 60 und 200 Franken. Große Miettresore (20.000 Liter) liegen schnell bei mehr als 10.000 Franken pro Jahr. Ein Hochsicherheitstresor kostet (im Selbsteinbau) 1.000 bis 2.000 Euro. Günstige Tresore gibt es unter 200 Euro. Die Sicherheitsstufe ist ausschlagegebend für die zugelassene Versicherungssumme (Maximum nach Vereinbarung, meist etwa 10 Mio. Euro bei Stufe 6 KB, explosionssicher).

Komme ich in die Bank?

Daneben stellt sich die Frage: Sind meine Wertsachen im Zweifel auf der Bank wirklich sicher? Vor allem: Komme ich dran, wenn ich will? Oder wird mir dann der Zugang zur Bank verwehrt sein?

Hier einige Überlegungen für den Tresor zu Hause. Bauen Sie mehrere kleine Tresore, möglichst schwer zugänglich (Dachboden, hinter Gerümpel), ein. Denken Sie lange über das richtige „Versteck“ nach. Außerdem sollten Sie einen gut zugänglichen, aber dennoch ausreichend versteckten Tresor im Haus haben. Hier kommen Wertsachen mittlerer Güte hinein. Grund: Bei einem denkbaren Überfall sollten Sie etwas zum Rausgeben haben. Ihr Leben und Ihre Gesundheit gehen vor.

Selbst ist der Mann

Das größte Problem sind natürlich Kauf, Transport (so ein Tresor wiegt locker 200 bis 300 kg) und Einbau. Dabei erfährt man von Ihrem Vorhaben. Wer kann, sollte den Einbau selber oder mit einer wirklich vertrauenswürdigen Person  vornehmen. Das Versteck ist wichtiger als die „bombensichere“ Verankerung.

Im Tresor sollten Sie Bargeld lagern. Natürlich zur Hälfte US-Dollar bereitlegen. Dazu, so unser Vorschlag, Kanadische Dollar, Singapur-Dollar und auch britische Pfund sowie Schweizer Franken. Dies je nach persönlicher „Ausweichstrategie“. Bedenken Sie: Es ist eine Notreserve. Im Fall einer Währungsreform kann bisheriges Bargeld sofort für ungültig erklärt werden.

Gold, Silber, Bitcoin

Gold in kleinsten Stückelungen, besser noch Silbermünzen vorhalten. Klug ist es auch, Bitcoin zu halten. Die Kryptowährung ist limitiert und verhält sich ähnlich wie Gold. Für sie rechnen wir mit Knappheitspreisen. Bitcoin können gestückelt werden. Daneben wie üblich wertvoller (Familien)schmuck, ggf. Kunst etc.

Überlegen sollten Sie grundsätzlich auch, welche Wertsachen Sie versichern wollen. Machen Sie brauchbare Fotos (auf das richtige Licht achten und nah dran gehen) und versuchen Sie, so gut als möglich die Herkunft zu belegen (Familienschmuck: alte Fotos, am besten ist immer der Kaufbeleg).

Fazit: Der kluge Mann baut (ausreichend) vor – die kluge Frau natürlich auch.
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