Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
945
Kapitalanlage

Diamanten: Markt bleibt volatil

Die Diamanthändler hoffen bisher vergeblich auf das Weihnachtsgeschäft. Die Nachfrage bleibt gering.

Das Weihnachtsgeschäft ist für den Diamanthandel bislang enttäuschend. Die erwartete Belebung fiel bisher aus. Wir gehen auch davon aus, dass es keinen großen Endspurt mehr geben wird. Denn die Nachfrage verändert sich fundamental. Positiv ist lediglich, dass der Umsatz von Diamantschmuck in den USA den reduzierten Erwartungen der Händler entspricht. Die namhaften Juweliere in dem weltweit immer noch größten Markt für Diamanten signalisieren einen spürbaren Umsatzrückgang. Damit setzt sich der rückläufige Trend der letzten Jahre fort. Daran ändern auch die teilweise heftigen Rabattierungen von bis zu 50% bei Diamantschmuck nichts. Solche Super-Sonder-Rabatte wurden in den USA beim Super-Shoppingtag Black Friday, dem Startschuss für das US-Weihnachtsgeschäft, gewährt. Auch größere Impulse aus Asien bleiben aus. In China ist die Nachfrage nach Schmuck deutlich zurückgegangen. Ein Grund dafür ist, dass der Staat die Einhaltung der Regeln für Korruptionsbekämpfung in der Praxis viel schärfer verfolgt. Das dürfte so manches Diamantgeschenk unterbunden haben. Ohnehin werden Bargeldgeschäfte am Diamantmarkt immer problematischer – und zwar weltweit. Die Finanzindustrie und der Fiskus in vielen Ländern erschweren die Barzahlung auch im Diamanthandel zunehmend. Die Zeiten, in denen selbst hochpreisige Steine mit Bargeld bezahlt wurden, gehen zu Ende. Insbesondere in den Industrieländern werden die Anti-Geldwäsche-Gesetze kontinuierlich verschärft. Wenn im Handel zwischen den Schleifereien und Diamantenhändlern die Bargeldgeschäfte schwieriger werden, werden auch die Juweliere gegenüber ihren Privatkunden vorsichtiger. Auch das führt in der Summe zu einer sinkenden Nachfrage.

Fazit: Die Hoffnungen der Händler auf das Weihnachtsgeschäft erfüllen sich nicht. Das Angebot bleibt hoch, die Nachfrage gering und die Regularien und Einschränkungen nehmen zu.

Hinweis: Die aktuellen Diamantenpreise finden Sie bei uns unter www.verlag-fuchsbriefe.de, Rubrik „Wissenswertes“.

Unsere aktuelle Diamantpreistabelle:

Durchschnittliche Verkaufspreise Brillanten an Endverbraucher (Euro per Karat)
 IFVVS 1VVS 2VS 1VS 2  SI 1   SI 2   P 1
0.25 ct
E 3.310 2.880 2.560 2.310 2.100 1.870 1.550 1.240
F 3.030 2.630 2.340 2.100 1.910 1.700 1.410 1.120
G 2.930 2.560 2.270 2.050 1.860 1.660 1.370 1.100
H 2.750 2.380 2.120 1.910 1.740 1.550 1.290 1.030
I 2.460 2.140 1.900 1.710 1.560 1.390 1.150 930
0.33 ct
E 3.880 3.370 3.010 2.700 2.460 2.180 1.820 1.460
F 3.500 3.050 2.710 2.440 2.220 1.980 1.640 1.310
G 3.310 2.880 2.560 2.310 2.100 1.870 1.550 1.240
H 3.220 2.800 2.490 2.240 2.050 1.820 1.500 1.210
I 2.840 2.470 2.190 1.980 1.800 1.600 1.320 1.060
0.50 ct
D 9.820 7.800 6.860 6.080 5.470 4.590 3.720 2.870
E 7.680 6.610 5.880 5.390 4.900 4.260 3.500 2.700
F 6.490 5.860 5.220 4.780 4.360 3.780 3.140 2.420
G 6.060 5.220 4.740 4.380 3.990 3.470 2.940 2.320
H 5.470 4.930 4.480 4.150 3.810 3.300 2.770 2.180
I 4.610 4.130 3.740 3.530 3.280 2.880 2.490 2.000
0.75 ct
D 11.610 9.330 8.210 7.280 6.550 5.500 4.230 3.440
E 9.310 8.090 7.200 6.610 6.010 5.230 3.890 3.280
F 8.110 7.410 6.600 6.050 5.500 4.780 3.460 3.030
G 7.520 6.540 5.940 5.490 5.000 4.340 3.260 2.860
H 6.920 6.320 5.740 5.310 4.880 4.240 3.040 2.770
I 5.630 5.100 4.630 4.360 4.050 3.550 2.760 2.430
  fett Preise höher als im Vormonat kursiv Preise niedriger als im Vormonat

 Legende

FARBEREINHEIT
 D =  River (hochfeines Weiß +)  IF = lupenrein
 E =  River (hochfeines Weiß)  VVS = sehr, sehr kleine innere Merkmale
 F = Top Wesselton (feines Weiß +)  VS = sehr kleine innere Merkmale
 G = Top Wesselton (feines Weiß)  SI = kleine innere Merkmale
 H = Wesselton (Weiß)  P 1 = deutliche Einschlüsse
 I/J = Top Crystal/Crystal (leicht getöntes Weiß)  P 2 = große Einschlüsse
Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Zu viele Unwägbarkeiten

Die Mär vom vorzeitigen Kanzlerwechsel

Ein Thronwechsel im Kanzleramt ist derzeit nicht zu erwarten. Copyright: Pixabay
Deutschland diskutiert über einen vorzeitigen Kanzlerwechsel. Merkel wirke müde, Impulse seien von ihr nicht mehr zu erwarten. Die designierte Nachfolgerin Annegret Kramp-Karrenbauer stehe kurz vor Halbzeit in den Startlöchern. Was sich plausibel liest, ist es beim Blick hinter die Kulissen noch lange nicht. FUCHSBRIEFE berichten, was in Berlin hinter den Kulissen dazu zu hören ist .
  • Fuchs plus
  • Im Fokus: Aktien aus Australien

Viel zu entdecken in Down Under

Im Fokus: Aktien aus Australien Copyright: Pixabay
Nachdem wir vor wenigen Wochen Titel aus Neuseeland vorgestellt haben, fokussieren wir uns in dieser Woche auf den großen Bruder: Australien. Durch die räumliche Distanz kommen europäische Anleger nur selten mit australischen Titeln in Kontakt. Ein Manko, das es angesichts der soliden Wirtschaft und lukrativer Unternehmen auszuräumen gilt.
  • Im Fokus: Wasserstoff und Brennstoffzellen

Suche nach Diesel-Alternativen treibt an

Wasserstoff-Atom Copyright: Pixabay
Saubere, ökologische und nachhaltige Antriebsmöglichkeiten sind derzeit gefragt. Dass man Wasserstoff als Energieträger nutzen kann, lernt man bereits im Chemie-Unterricht in der Schule. Auch heute schon, kann man mit einem Wasserstoff-Motor nicht unerhebliche Reichweiten erreichen. Durch die Diesel-Diskussion werden diese Motoren stärker gefragt. Findige Konzerne werden auf ebenso innovative Zulieferer aus der Branche angewiesen sein. Wir stellen einige der potenziellen Profiteure vor.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • HSBC, Stiftungsmanagement 2019: Qualifikation

Viel heiße Luft

Die HSBC hat es nicht in die Endauswahl geschafft.
HSBC hat nach eigenen Angaben alle notwendigen Qualifikationen im Stiftungsmanagement und kann auf eine lange Tradition zurückbleiben. Im spezifischen Fall kocht die HSBC allerdings nur mit Wasser. Intelligente Überraschungsmomente sucht man vergebens. Einige Kundenwünsche werden sogar kurzerhand negiert. Mit dieser Haltung kann die HSBC nicht an vorderster Front mitspielen.
  • Uni-Leitungen ohne Rückgrat

Professoren-Pranger und Repression

An den Unis grassiert ein Klima der geistigen Repression. Studenten führen sich auf wie Jakobiner, Universitätsleitungen geben klein bei. Die Tempel der geistigen Freiheit verkümmern zu Höhlen des eingeschränkten Diskurses mit einem virtuellen Pranger im Zentrum. Fuchsbriefe-Chefredakteur Ralf Vielhaber über eine traurige Entwicklung, die an der US-Elite-Uni Harvard gerade wieder „Schule" macht.
  • 70 Jahre FUCHSBRIEFE

Vergangenheit kennen, Gegenwart verstehen, Zukunft gestalten

Vor 70 Jahren war nicht nur die Geburtsstunde des Grundgesetzes. 70 Jahre ist es jetzt auch her, dass Verlagsgründer Dr. Hans Fuchs den Verlagssitz von Bielefeld nach Bonn verlegte. Wir feiern also auch den Geburtstag des Verlages. Und wollen in den kommenden Monaten immer wieder markante Stellungnahmen der Redaktion zu historischen Ereignissen zitieren. Denn nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten. Erzählen lassen wir unser neues Maskottchen, Hans Fuchs.
Zum Seitenanfang